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„Schwarzer Nebel, Weißer Rauch“: Die Kokerei Hansa sucht ehemalige Koker und ihre Frauen für ein Zeitzeugen-Projekt

Arbeiter auf der Kokerei Hansa in Dortmund- Huckarde (ca. 1990).Foto: Kreikenbohm

Arbeiter auf der Kokerei Hansa in Dortmund- Huckarde (ca. 1990).Foto: Kreikenbohm

Im Rahmen der Ausstellung „Schwarzer Nebel, Weißer Rauch“, die vom 8. September bis zum 27. Oktober 2019 auf der Kokerei Hansa zu sehen sein wird, entwickelt der Künstler Michael Dörner zwei Installationen, die sich auf die geschichtlich, zeitlich und ortsspezifisch sichtbaren und unsichtbaren Elemente der Kokerei beziehen. Beide Installationen sind in der Waschkaue angesiedelt.

Museum sucht Frauen, deren Männer in einer Kokerei gearbeitet haben

Eine Installation wird sich auf dem Boden in den ehemaligen Duschräumen ausbreiten, während die zweite Arbeit sich mit dem Verhältnis der Frauen zu ihren in der Kokerei arbeitenden Männern auseinandersetzt.

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In den Kleiderkörben, hoch oben an der Decke hängend, werden Hochzeitskleider liegen und am Ende der zugehörigen Kette kann über Kopfhörer ihren Erzählungen gelauscht werden.

In diesem Rahmen werden Frauen gesucht, deren Männer in der Kokerei Hansa oder einer anderen Kokerei gearbeitet haben. Dabei ist es nicht relevant, in welchem Bereich ihre Männer gearbeitet haben, es geht dem Künstler um die Rolle der Frauen und deren Wahrnehmung.

Künstler Michael Dörner sucht Interview-PartnerInnen für das Projekt

Künstler Michael Dörner. Foto: Bernd Müller-Pflug

Künstler Michael Dörner. Foto: Bernd Müller-Pflug

Was haben sie über Erzählungen und eventuelle Besuche oder andere Informationsquellen erfahren. Wie spielte sich das Leben in Zeiten ab, in denen sie alleine waren und wie in den Zeiten, die sie gemeinsam verbracht haben.

Selbstverständlich bleiben alle aufgenommenen Gespräche anonym. Die Interviews können an jedem beliebigen ruhigen Ort aufgenommen werden. Michael Dörner kommt auch zu den Interviewpartnerinnen nach Hause, wenn Sie das möchten.

Für die zweite Arbeit in der Dusche der Waschkaue möchte Michael Dörner Sätze, Sprüche oder sonstige Kommentare, die in der Dusche gefallen sind, einsammeln. Diese Kommentare und Sätze können auch schriftlich gesendet werden. Auch hier bleiben die Namen selbstverständlich anonym.

Michael Dörner, geboren 1959 in Wiesloch, lebt und arbeitet in Nartum. Seit 2008 begleitet eine Professur für Freie Bildende Kunst an der HKS Ottersberg seine freie künstlerische Arbeit. (www.michaeldoerner.de)

Die Industriedenkmalstiftung ist die Veranstalterin der Ausstellung und sammelt alle Rückmeldungen, um diese dann an den Künstler weiterzureichen.

Kontakt bei Interesse an dem Projekt:

 

 

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