3000 Fahrräder auf B1 und B54: „Fridays for Future“ und „Aufbruch Fahrrad“ demonstrieren für Radweg-Ausbau

Für kurze Zeit wurde der Südwall für die Abschlusskundgebung gesperrt. Die Teilnehmenden sammelten sich auf dem Innenwall bevor sie dann auf den Friedensplatz umzogen. Fotos: Leopold Achilles

Von Alix von Schirp

Am Samstagnachmittag (05.06.2021) riefen die lokalen Initiativen „Fridays for Future“ und „Aufbruch Fahrrad“ in Dortmund zu einer Fahrraddemo auf. Die Demonstration stand unter dem Motto „Radfahren auf der Autobahn – Radschnellwege jetzt!“.  Hintergrund war die aus Sicht der Initiator*innen zu langsam verlaufende Umsetzung der Pläne zum Radschnellweg Ruhr 1 (RS1).

Ein viereinhalb Kilometer Demonstrationszug fährt durch Teile von Dortmund

Am Nachmittag sammelten sich die Teilnehmenden auf dem Friedensplatz.

Rund 3000 Teilnehmende fuhren in einem viereinhalb Kilometer langen Demozug durch Dortmund. Der Weg führte die Demonstration aus der Dortmunder Innenstadt nach Osten vorbei am Landgericht und dem Ostfriedhof zur Bundesstraße B1.

Über diese fuhren die Fahrradfahrenden bis zur B 54, der sie dann bis kurz hinter dem Zoo folgten. Daraufhin führte der Weg durch Hombruch und an den Westfalenhallen zurück in die Innenstadt. Über eine Autobahn führte die Route des Fahrradkorsos dem Motto zum Trotz nicht.

Aufgrund der Zahl der Teilnehmdenden sperrte die Polizei kurzfristig den Südwall. Die Plätze in der Innenstadt waren zu klein, um die Masse der Teilnehmenden corona-konform aufzunehmen. Da die meisten Teilnehmenden die Demonstration jedoch vom Südwall aus verließen, wurde die Endkundgebung auf den Friedensplatz verlegt.

Fridays for Future Dortmund: “Ein deutliches Signal an die Politik”

Die Demonstration verlief störungsfrei, musste aber gelegentlich, wie hier auf der Hamburger Straße, von der Polizei aufgestaut werden um einen Ziehharmonikaeffekt zu verhindern.

Die Organisator*innen zogen nach der Demonstration eine positive Bilanz. Die Stimmung sei trotz des Wetters ausgelassen gewesen. Auch habe die Zahl der Teilnehmenden gezeigt: „Die Leute wollen Fahrrad fahren. Das Auto ist nicht länger Priorität 1 und wir kämpfen für den Platz, der uns als Radfahrenden zusteht“, so Billy von „Fridays for Future Dortmund“.

Die Initiativen fordern einen Ausbau der Radwege und mehr Personal zur Erfüllung dessen. Außerdem fordern sowie auch den Dortmunder Norden stärker in den Fokus des Ausbaus zu nehmen. Zum Erreichen dieser Ziele planen die Organisator*innen wohl weitere Aktionen dieser Art.

Auch die Polizei war nach Aussage des Einsatzleiters grundsätzlich zufrieden mit dem Ablauf der Demonstration. Es sei jedoch aufgrund der Zahl der Teilnehmenden eine Herausforderung gewesen. Angemeldet hatten die Initiator*innen 500 Teilnehmende.

Der größte Teil der Teilnehmenden habe sich verkehrsgerecht verhalten. Die Polizei appelierte allerdings an die Bürger*innen, dass auch bei Versammlungen die Nutzung des Handys und der Konsum von Alkohol während der Fahrt verboten sind.

Videointerview mit Peter Fricke von Aufbruch Fahrrad | Von Karsten Wickern

Fotogalerie

 

Unterstütze uns auf Steady

 

Mehr zum Thema bei nordstadtblogger.de:

Emissionsfrei und flott durch´s Ruhrgebiet: In Dortmund hat der Bau des Radschnellweges Ruhr (RS 1) begonnen

Baumfällungen am Wall gehen weiter: Weitere Rosskastanien in Dortmund sind von einer Krankheit befallen

Emissionsfrei und flott durch´s Ruhrgebiet: In Dortmund hat der Bau des Radschnellweges Ruhr (RS 1) begonnen

Baumfällungen am Wall gehen weiter: Weitere Rosskastanien in Dortmund sind von einer Krankheit befallen

Baumfällungen am Wall gehen weiter: Weitere Rosskastanien in Dortmund sind von einer Krankheit befallen

Fahrradunfälle: Hier liegen die Brennpunkte in Dortmund

Die neue überdachte Radstation am Hauptbahnhof hat Platz für 440 Fahrräder – sicher und videoüberwacht

Print Friendly, PDF & Email

Kommentare

  1. Vincent

    Gelungene Aktion mit vielen Teilnehmern. Konnte leider nicht dabei sein. Beim nächsten Mal dann aber.

    Hoffe, es bringt etwas.
    Mehr Tempo bei Planung und Bau einer fahrrad-freundlichen Stadt wäre dringend erforderlich.
    Sichere Wege statt zugeparkte Streifen neben den stark befahrenen Autostraßen brauchen wir.

    Auf jeden Unfall kommen unzählige Beinaheunfälle.
    Nur weil die Radler aufpassen und für die anderen mitdenken, passiert relativ wenig.

    Und immer für andere mitdenken, ist keine Lösung. Es verleidet einem das Radfahren.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Infos

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen