Schüler des Helene-Lange-Gymnasiums besuchen mit jungen Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak die Borussiakirche

Schülerinnen und Schüler des Helene-Lange Gymnasiums besuchen die Borussiakirche während der Projektwoche
Schülerinnen und Schüler des Helene-Lange Gymnasiums besuchen die Borussiakirche während der Projektwoche

Von Susanne Schulte

„Helene – weltweit“ heißt die Projektwoche im Helene-Lange-Gymnasium in Dortmunds Süden. Die Jugendlichen beschäftigen sich bis Ende der Woche mit Afrika, kochen Gerichte aus anderen Ländern, besuchen das Anne-Frank-Haus in Amsterdam. Eine Gruppe der Schülerinnen und Schüler reiste in den Dortmunder Norden, wo die Welt rund um den Borsigplatz zu Hause ist.

Gottesdienste zur Saisoneröffnung und vor Finalspielen in der Dreifaltigkeitskirche

Schülerinnen und Schüler des Helene-Lange Gymnasiums besuchen die Borussiakirche während der Projektwoche. Clara Regener
Schülerinnen und Schüler des Helene-Lange Gymnasiums besuchen die Borussiakirche während der Projektwoche. Clara Regener

Die Idee, sich mit dem Leben von Flüchtlingen auseinander zu setzen hatte Clara Regener. Sie lernt in der Jahrgangsstufe 11, kennt aus ihren Aktivitäten in der katholischen Kirche den Vikar Daniel Schwarzmann, der sich um Obdachlose und Flüchtlinge kümmert, und organisierte zusammen mit diesem und dem Referendar Moritz Blanke eine Besichtigung der Dreifaltigkeitskiche an der Flurstraße, auch als Borussiakirche bekannt.

Fußball ist immer ein Thema für Männer, so auch für die Jugendlichen aus Syrien und dem Irak, die sich im Flüchtlingscafé an der Gertrudiskirche treffen. Erst war ein gemeinsamer Besuch des Westfalenstadions geplant, aber dort war eine Führung wegen der Kürze der Vorbereitungszeit nicht mehr möglich. So hatte Schwarzmann die Idee, die Borussiakirche zu besichtigen, die Kirche der Gemeinde, aus der der BVB hervorgegangen ist.

Große schwarz-gelbe Tafeln an den dicken Säulen im Gotteshaus erzählen den Gästen die Gründungsgeschichte des Ballspielvereins. Schwarzmann erzählte den Jugendlichen noch einiges mehr, als zu lesen war.

So von den Gottesdiensten, die zur Saisoneröffnung dort gefeiert werden, von den prominenten Gästen aus dem Verein, die dann auch in diese Kirche kommen. Das Beten hilft nicht immer. Das Ergebnis des letzten Pokalfinales spricht für sich.

Führung durch die Borussiakirche endete mit einem gemeinsamen Gebet

Schülerinnen und Schüler des Helene-Lange Gymnasiums besuchen die Borussiakirche während der Projektwoche
Schülerinnen und Schüler des Helene-Lange Gymnasiums besuchen die Borussiakirche während der Projektwoche

Anders als den Pfarrern heute, war der Fußball ihrem Kollegen vor mehr als 100 Jahren mehr als suspekt. Er terminierte für den Sonntagmittag immer dann die Gottesdienste, wenn sich die jungen Männer aus seiner Gemeinde zum Spielen auf der Weißen Wiese trafen. So entschlossen sich die Fußballer, außerhalb der Gemeinde einen Verein zu gründen.

Als während der Gründungsversammlung der erboste Pfarrer in der Gaststätte „Wildschütz“ an der Oesterholzstraße auftauchte und im Versammlungsraum in der ersten Etage Einlass begehrte, stieß man ihn die Treppe hinunter. So wird es jedenfalls erzählt.

Jetzt haben auch die Schülerinnen und Schüler ihre Erinnerung an die Borussiakirche. Sie beteten ebenfalls nach Ende der Führung. Vielleicht hat der eine oder die andere den BVB ins Gebet eingeschlossen.

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