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Hilfe in der Not: Gottesdienst in St. Marien zum Thema „Notruf“ mit Feuerwehrchef und Notfallseelsorger

Sie gestalteten den Gottesdienst gemeinsam (v.l.): Notfallseelsorger Hendrik Münz, Pfarrer Hartmut Neumann und Feuerwehrchef Dirk Aschenbrenner. Foto: Stefan Schütze/KKDO

In Notsituationen nicht wegschauen, sondern erste Hilfe leisten – dazu rief Dirk Aschenbrenner, Direktor der Dortmunder Feuerwehr auf. Aschenbrenner hatte in der evangelischen Stadtkirche St. Marien am Sonntag (18. März) einen Gottesdienst zum Thema „Notruf“ mitgestaltet. Gemeinsam vorbereitet hatten ihn Dirk Aschenbrenner, Pfarrer Hartmut Neumann und Notfallseelsorger Hendrik Münz.

„Packt mit an!“ – Erste Minuten sind bei Notfällen besonders wichtig

140 000 Mal jährlich müssten in Dortmund die Retter in der Not ausrücken. „Macht den Rettern den Weg frei“, appelierte Aschenbrenner. „Bildet Rettungsgassen, helft mit wichtigen Informationen beim Notruf, schaut nicht zu, sondern packt mit an.“ Gerade die ersten Minuten nach einem Notfall seien wichtig. „Leistet erste Hilfe!“ Und wenn die Retter vor Ort sind: „Schaut nicht zu, sondern lasst sie ihre Arbeit machen.“

Aschenbrenner betonte in seiner Kanzelrede die Gemeinsamkeiten von Feuerwehr und Kirche. „Was uns verbindet, sind die gleichen Werte: Nächstenliebe, Fürsorge und der Auftrag, diese Welt menschenwürdig zu gestalten.“ Letztlich seien die christlichen Werte mit ein Grund dafür gewesen, überhaupt eine Feuerwehr zu gründen.

In den siebziger Jahren sei der Notruf 112 oder auch 110 „als kurzer Draht zu den Helfern“ eingerichtet worden. Auf eine ganz andere Art des Notrufs verwies Pfarrer Hartmut Neumann. Die 5015 sei die „Telefonnummer Gottes“. Damit sei allerdings keine Telefonhotline, sondern der entsprechende Psalm gemeint. „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten.“ Gott sei erreichbar, so Neumann, „immer und überall“. Bei ihm sei Wegsehen „ebenso wenig cool wie doofes Gaffen“.

Notruf absetzen oder Hilfe holen: Helfen kann jeder

Um Hilfe in einer Notsituation gehe es, so Notfallseelsorger Hendrik Münz. Dazu brauche man weder Feuerwehrmann noch Notfallhelfer sein. „Jeder kann helfen, und sei es nur den Notruf anzurufen oder Hilfe herbeizuholen.“

Nach dem Gottesdienst gab es die Möglichkeit, im Gemeindehaus zum Thema  weiter ins Gespräch zu kommen.

Mehr zum Thema auf nordstadtblogger.de:

Erfahrungsbericht von Hartmut Neumann: Zum Wohl der Menschen – Als Notfallseelsorger auf dem Rettungswagen

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