Fortführung der Quartiersanalyse Hafen-Süd: Umfangreiche Wohnungsmodernisierungen und weniger Leerstand

Der Rekorder-Club in der Dortmunder Nordstadt lädt auch im Januar wieder ein. Foto: Veranstalter
Der Rekorder-Club in der Dortmunder Nordstadt ist ein wichtiger Faktor. Foto: Veranstalter

Positive Entwicklungen konstatiert die Stadt im Hafen-Quartier der Dortmunder Nordstadt. Das geht aus dem Evaluationsbericht der Quartiersanalyse Hafen-Süd hervor, die das Amt für Wohnen und Stadterneuerung verfasst hat. Er umfasst einen Vergleichszeitraum von sechs Jahren.

Investitionen in Gebäude, verbessertes Image, weitere Kulturtreffpunkte

Im Jahr 2010 hat das in dem statistischen Unterbezirk erstmals eine Aanalyse durchgeführt. Das Ergebnis war ein Abschlussbericht, der die Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken des Quartiers aufzeigt und Handlungsoptionen zur Aufwertung des Wohnquartiers enthält.

Das Quartier umfasst in etwa den Bereich zwischen Gneisenau-, Westfalia-, Treib- und Mallinckrodtstraße. Hierzu wurden statistische Daten ausgewertet, Bewohner befragt und Gespräche mit Akteuren im Quartier geführt. Im Rahmen der Evaluation wurden nun neben der Auswertung von aktuellen Daten wieder lokale Akteure befragt.

Von den 335 Wohngebäuden wurden in den letzten sechs Jahren 66 Gebäudefassaden deutlich aufgewertet. Die Sanierungsquote ist doppelt so hoch wie vor sechs Jahren. Zudem wurde der Wohnungsbestand teilweise mit hohen Investitionen saniert und modernisiert, sogar barrierefrei umgebaut.

Dadurch konnte vereinzelt eine bessere Vermietbarkeit erzielt werden. Die Leerstandsquote bei Wohnungen ist von 6,7 Prozent auf 3,7 Prozent gesunken – liegt damit aber noch über dem gesamtstädtischen Durchschnitt, erklärt Planungsdezernent Ludger Wilde.

Die Experten halten die Aufwertung der Wohnungsbestände für einen der Hauptgründe des verbesserten Images des Quartiers.

Gepflegtes Erscheinungsbild ist in dem südlichen Hafen-Quartier Quartier auffällig

Hafenspaziergang
Bernd Stählermit seinem Rockaway-Beat – eine der neuen Szene-Treffpunkte.

Auffällig ist nach wie vor das gepflegte Erscheinungsbild der Wohnungsumfeldbereiche und öffentlichen Räume. Dort wird auf Sauberkeit geachtet.

Zudem haben sich neben den bereits etablierten Szenekneipen zwei weitere Kulturtreffpunkte angesiedelt, sodass sich der Bereich immer mehr zu einem Künstler- und Kulturviertel entwickelt.

Neben den vielen positiven Entwicklungen hat sich die Anzahl der vornehmlich kleinen nicht barrierefreien leerstehenden Ladenlokale erhöht. Hier wären veränderte Nutzungsmöglichkeiten, z. B. ein Umbau zu Wohnraum, wünschenswert.

Die Bevölkerungsstruktur hat sich in der Gesamtstadt und im Stadtbezirk Innenstadt-Nord und im Quartier in den letzten Jahren verändert, und der Anteil der ausländischen Bevölkerung hat zugenommen. Durch das hohe Engagement von professionellen und zivilgesellschaftlichen Akteuren wird eine Willkommenskultur gepflegt und gute Integrationsarbeit geleistet.

Näheres kann dem Evaluationsbericht entnommen werden, der ab Mitte Januar 2017 unter www.dortmund.de auf der Internetseite des Amtes für Wohnen und Stadterneuerung als Download zur Verfügung steht.

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Reaktionen

  1. Stadterneuerung

    Für die Weiterentwicklung des Quartiers Hafen-Südost: Bewohner- und Eigentümerbefragung

    Um die Wohn- und Lebensqualität im Stadtteil langfristig zu verbessern, führt das Amt für Wohnen und Stadterneuerung zurzeit eine Quartiersanalyse im Bereich Hafen-Südost durch. Ein Bestandteil der Untersuchung ist die schriftliche Bewohner- und Eigentümerbefragung. Die Fragebögen werden in den nächsten Tagen an Bewohner und Eigentürmer verschickt.

    Die Bewohner und Immobilieneigentümer werden um ihre Mithilfe gebeten, da ihre Meinung für die Weiterentwicklung des Quartiers von großer Bedeutung ist.

    Die Befragung ist ein Untersuchungsbaustein neben der Auswertung von statistischen Daten, Expertenbefragungen im persönlichen Gespräch sowie der Kartierung des Gebäudebestandes.
    Die Befragung der Eigentümer zielt darauf ab, Informationen über Anzahl und Größe der Wohnungen, Baualter sowie Vermietungspreise der privaten Immobilien zu erhalten. Außerdem werden Fragen zum Stand der Modernisierung und energetischen Sanierung, zu Hinderungsgründen bei nicht erfolgter Modernisierung oder Sanierung sowie zum Beratungsbedarf gestellt. Darüber hinaus können Einschätzungen zum Quartier abgegeben werden.

    Mit der Bewohnerbefragung sollen auch Gründe herausgefunden werden, warum Menschen in das Quartier ziehen und ob sie sich wohlfühlen in ihrer Wohnung und im Umfeld. Fragen zur Beurteilung des Wohnviertels und der Nachbarschaft oder zu Verbesserungswünschen helfen, das Bild des Quartiers abzurunden.

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