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„Dortmund at Work“: Flashlights digital – Moderne Suche nach Nachwuchskräften trotz der aktuellen Pandemiesituation

Es gibt für junge Menschen viele verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Schulzeit  Foto: StLB Dortmund

Von Jil Bastian

Seit einigen Jahren versucht die Initative „Dortmund at Work“ ein Zusammentreffen von Lehrer*innen sowie Unternehmer*innen zu organisieren, um über die Zukunft der Jugend zu debattieren. Das Regionale Bildungsbüro der Stadt Dortmund bietet jungen Menschen bis 24 Jahren die Möglichkeit, durch Social-Media Kanäle wie Facebook, Instagram und Youtube verschiedene Berufe kennenzulernen. Sie stellen Unternehmen sowie Auszubildende vor und versuchen, junge Menschen näher an ihren Traumjob zu bringen. Man erhält interessante Einblicke in eine große Auswahl von vielen verschiedenen Ausbildungsplätzen sowie Studiengängen in Dortmund und Umgebung. Durch Videos sowie Live-Streams auf Instagram erhalten die jungen Leute Einblicke in die Berufswelt.

„Dortmund at Work“ bietet Jugendlichen vielfältiges Angebot von Bildungsmöglichkeiten

Die Veranstaltung „Dortmund at Work“-Flashlights“, welche dieses Jahr aufgrund der Pandemie digital stattfand, ermöglichte den 55 teilnehmenden Lehrkräften und Unternehmer*innen, einen Einblick in die Möglichkeiten, die es gibt, um an junge Mitarbeiter*innen zu gelangen. ___STEADY_PAYWALL___

Dortmund at Work Homepage. Foto: Screenshot

Die Initative „Dortmund at Work“ des Regionalen Bildungsbüros des Fachbereichs Schule der Stadt Dortmund ist für die Entwicklung und Umsetzung von Strategien und Konzepten verantwortlich, welche das Ziel verfolgen, Jugendlichen in Dortmund verschiedene Möglichkeiten aufzuweisen, beispielsweise ein Studium oder eine Ausbildung.

Die Idee enstand aus dem Problem, dass es in Dortmund jedes Jahr eine große Anzahl an Ausbildungsstellen gibt, welche nicht besetzt werden. Um später den richtigen Beruf zu finden, sollen den Jugendlichen die umpfangreichen Möglichkeiten aufgezeigt werden, um einen Einblick in das jeweilige Berufsfeld zu erlangen. Das Portal ist eine Bereicherung für junge Menschen, die bald ihren Schulabschluss machen und noch nicht genau wissen, wie ihr zukünftiger Lebensweg aussehen soll.

Expert*innen beantworten jeden Montag um 12 Uhr die offenen Fragen der jungen Leute über ihre Instagramseite in einem Live-Interview unter dem Titel ,,SACH MA live“ zu den Themen Berufswahl und Berufsorientierung. Es sind immer andere Fachleute vertreten, die sich aus Anbieter*innen von Berufsorientierung und -beratung wie beispielsweise den Kammern oder des Jugendberufshauses sowie Dortmunder Unternehmen zusammensetzen.

„Dortmund at Work“ holt die jungen Menschen online mit vielen digitalen Angeboten ab

Philipp Seiffert (16) hat sich nach seinem Realschulabschluss für eine Ausbildung zum Industriemechaniker begonnen.

Betriebspraktika liefern wichtige Einblicke in den Arbeitsalltag für die jungen Bewerber*innen. Foto: Archiv

Anfang März hat die Fragerunde auf Instagram begonnen. Die Plattform „Dortmund Art Work“ führt für die jungen Menschen eine neue Funktion ein, so dass sie sich bei fünf Unternehmen gleichzeitig mit nur einem Klick für ein Praktikum oder eine Ausbildung bewerben können

Dadurch wird der Arbeitsaufwand für die Schüler*innen deutlich verringert, da sie ihren Lebenslauf nur einmal hochladen müssen. Ihre persönlichen Daten brauchen sie ebenfalls nur einmal in das Programm eingeben. Man benötigt von Anfang an nur ein digitales Formular für alle Bewerbungen, dass man immer wieder verwenden kann, unabhängig davon, ob man sich in der achten Klasse für ein Schülerbetriebspraktikum oder nach der Schulzeit für ein duales Studium bewirbt.

Seit ein paar Monaten gibt es über das Jahr verteilt viele Angebote, in denen verschiedene Bildungswege für die Zeit nach dem Schulabschluss vorgestellt werden. Die Expertin Jasmin Strassburger von der Handwerkskammer in Dortmund bringt den jungen Menschen beispielsweise für eine Ausbildung im handwerklichen Bereich das Ausbildungsgehalt, die Übernahmechancen, das Betriebs- und Arbeitsklima sowie die Karrieremöglichkeiten näher, sodass man einen Einblick in den jeweiligen Beruf erhält.

Keine Angst vorm Handwerk: Attraktive Angebote für Nachwuchs-Fachkräfte

Handwerksberufe werden oft als unattraktiv empfunden. Hier klärt „Dortmund at Work“ auf und möchte junge Menschen für das Handwerk begeistern. Foto: Thomas Engel / Archiv

Nur wenige Menschen sind über die Möglichkeiten in diesem Berufsfeld ausreichend informiert, sodass ihnen die Chancen in Handwerksberufen nicht bewusst sind. Es gibt viele Berufe, die relativ unbekannt sind, jedoch nicht weniger attraktiv.

Zudem wurde im letzten Jahr das Konzept der Teilzeitausbildung vorgestellt und Vertreter*innen aus der Schule sowie Wirtschaft und die Schul- und Familiendezernentin beantworteten die Fragen der Interessenten zu Themen wie Übergang von der Schule in die Arbeitswelt.

Es ist wichtig die Schüler*innen schon während der Schulzeit darauf vorzubereiten, was sie genau für ihren späteren Lebensweg benötigen, um später in dem jeweiligen Beruf arbeiten zu können. Durch Corona sind die Möglichkeiten der jungen Menschen eingeschränkt, sodass es aktuell schwierig ist, in neue Berufe hineinzuschauen.

Corona und Praktikum: Besteht aktuell die Chance, Praktika in Betrieben zu absolvieren?

Die Initative des Beirats der Wachstumsinitative Dortmund hat mit dem Aufruf ,,Momentan läuft vieles anders, aber Du machst Deinen Weg!“ eine Aktion gestartet, durch die Schüler*innen ermutigt werden sollen, auch während der aktuellen Situation in der Pandemie ein Praktikum in einem Unternehmen im Großraum Dortmund zu absolvieren.

Da die Jugendlichen über ihre Schulen versichert sind, können die Praktikant*innen ihr Praktikum ohne Komplikationen in den Osterferien absolvieren, wenn eine Zustimmung der jeweiligen Schule vorliegt.

Diese Praktikumsoffensive wird auf einem Flyer (siehe Anhang des Artikels) vorgestellt und allen weiterführenden Schulen sowie Unternehmen in der Stadt digital zugeschickt. Es muss deutlich gemacht werden, dass die Berufsorientierung auch während der aktuellen Pandemiesituation stattfinden kann. Die jungen Menschen sollten die Chance nutzen, um Erfahrung in dem jeweiligen Beruf zu sammeln.

Traumberuf durch Filter finden: Schüler*innen werden neue Möglichkeiten aufgezeigt

Branchenübergreifend werden neue Fachkräfte gesucht. Foto: Arge / Archiv

Auf der Website von „Dortmund at Work“ kann man das jeweilige Berufsfeld beziehungsweise den Ausbildungsberuf auswählen. Es gibt die Möglichkeiten des dualen Studiums, Berufsfelderkundungen, Werkstudenten, Praktika, Bundesfreiwilligendienst sowie des freiwilligen sozialen Jahres oder einer Teilzeitausbildung.

Unternehmen können sich über einen Steckbrief eintragen, um auf ihr Angebot an Möglichkeiten zu verweisen. In kleinen Videos werden auf der Homepage die verschiedenen Ausbildungsberufe, dualen Studiengänge sowie weitere Alternativen vorgestellt.

Alle teilnehmenden Unternehmen sind mit einem Steckbrief auf der Seite von „Dortmund at Work“ einzusehen, mit dem jeweiligen Unternehmensportrait und allgemeinen Informationen, wie zum Beispiel den jeweiligen Berufsfeldern sowie der Mitarbeiter*innenanzahl. Das Ziel der Unternehmen ist es, Nachwuchskräfte zu erreichen. Zudem erhalten die jeweiligen Unternehmen, Branchen und Berufe dadurch einen höheren Bekanntheitsgrad. Vorurteile gegenüber gewissen Berufen sollen abgeschafft werden, sodass die Attraktivität des Berufes zunimmt.

Weitere Informationen und nützliches Lehrmaterial gibt es online

Trotz Pandemie gibt es viele Möglichkeiten für junge Menschen, ihren Werdegang zu planen. Foto: Alex Völkel / Archiv

Die Teilnahme ist für alle Unternehmen kostenlos und sie werden jedes Jahr zur jährlichen Netzwerkveranstaltung ,,Dortmund at Work-Flashlights“ eingeladen. Zu den Vorrausetzungen für eine Teilnahme des Unternehmens an dieser Initative gehört, dass sich der Betrieb in Dortmund befindet und Berufsfelderkundungstage, Praktika, Ausbildungen oder Studienplätze anbietet.

Um das Interesse der Schüler*innen an dem Projekt des regionalen Bildungsbüros der Stadt Dortmund zu wecken, ist es empfehlenswert, dass Lehrkräfte ihren Schüler*innen anhand eines Votrags das Konzept sowie das Ziel der Idee erläutern, sodass die jungen Menschen wissen, wofür und wie sie das Angebot sinnvoll nutzen können.

Jugendliche können die Seite ,,Dortmund at Work“ auf ihrer Facebookseite abonnieren beziehungsweise dieser auf ihrer Instagramseite folgen, um sich über aktuelle Veranstaltungen und Wissenswertes für das spätere Berufsleben zu informieren. Es besteht die Möglichkeit für Lehrer*innen, sich die Präsentationen, Handouts sowie Informationsbroschüren für den Unterricht herunterzuladen. Das regionale Bildungsbüro des Fachbereichs Schule der Stadt Dortmund befindet sich am Königswall 25-27 in Dortmund und Nadine Wecke (nwecke@stadtdo.de/ 0231-5024994) ist die Ansprechpartnerin des Projekts.

 

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2 Gedanken über “„Dortmund at Work“: Flashlights digital – Moderne Suche nach Nachwuchskräften trotz der aktuellen Pandemiesituation

  1. Gute Gründe für ein Praktikum – trotz Corona: DORTMUND AT WORK startet mit einer Woche des Praktikums (PM)

    Gute Gründe für ein Praktikum – trotz Corona: DORTMUND AT WORK startet mit einer Woche des Praktikums

    Ab Montag, 15. März, startet ab 8:00 Uhr die „Woche des Praktikums“ der Initiative DORTMUND AT WORK und unterstützt damit die große stadtweite Praktikumsoffensive, die derzeit Schüler*innen ermuntert auch in den Osterferien in Unternehmen aus Dortmund ein Praktikum zu absolvieren. Die Initiative DORTMUND AT WORK des Regionalen Bildungsbüros im Fachbereich Schule stellt jungen Menschen auf den bekannten Social-Media Kanälen Facebook, Instagram und Youtube in der Themenwoche nicht nur Unternehmen vor, bei denen ein Praktikum möglich ist, sondern erklärt auch wie ein Praktikum unter Corona-Bedingungen aussehen kann und warum es gute Gründe dafür gibt.

    Zum Auftakt der „Woche des Praktikums“ wendet sich Oberbürgermeister Thomas Westphal mit einer Videobotschaft an die jungen Menschen, Eltern und auch Betriebe und unterstützt damit die Praktikumsoffensive. Diese hat der Beirat der Wirtschaftsförderung Dortmund „Wachstumsinitiative Dortmund“ initiiert und wird mittlerweile stadtweit mit allen Akteur*innen und dem Beirat „Übergangsmanagement Schule-Arbeitswelt“ umgesetzt. So laufen zum Beispiel momentan auch die „Wochen der Ausbildung“ des Jugendberufshauses mit tollen digitalen Angeboten – von der Vorbereitung auf digitale Vorstellungsgespräche bis hin zum digitalen Elternabend.

    Schon im Vorfeld der „Woche des Praktikums“ wurden Ausbildungsbetriebe und Schüler*innen aufgerufen ein Praktikum in und um die Osterferien herum anzubieten bzw. zu absolvieren. Ziel aller Akteur*innen ist es, in und um die Osterferien herum möglichst viele Praktika zu ermöglichen, nachdem diese im letzten Schuljahr ausgefallen oder verschoben worden sind. „Mit dieser gemeinsamen konzertierten Aktion wollen wir darauf aufmerksam machen, dass Berufsorientierung in der Praxis auch in Zeiten von Corona möglich und wichtig ist. Ein Praktikum ist immer noch der beste Türöffner, um seinen Weg in die Arbeitswelt zu finden“, so die Vertreter*innen der Praktikumsoffensive.

    Über die Homepage der Initiative DORTMUND AT WORK des Regionalen Bildungsbüros im Fachbereich Schule dortmundatwork.de/praktikum/ wird den Schülerinnen und Schülern konkrete Unterstützungsmöglichkeiten beim Finden eines passenden Praktikumsplatzes angeboten. Doch nicht nur das: Unternehmen, die Praktika anbieten, können unter der gleichen Adresse einen Steckbrief hinterlassen. Ergänzend wird ihnen angeboten, ihr Unternehmen und ihre Ausbildungs-/ Praktikumsangebote zielgruppengerecht in sozialen Medien wie Instagram, Facebook und YouTube zu präsentieren. Auch Institutionen wie die Industrie- und Handelskammer zu Dortmund, die Handwerkskammer Dortmund oder die Agentur für Arbeit Dortmund stehen für Anfragen und zur Unterstützung von Schüler*innen und Unternehmen mit ihren Ansprechpartner*innen zur Verfügung.

  2. Bewerbungen zum BFD oder FSJ´ler beim Stadtsportbund Dortmund möglich (PM)

    Bewerbungen zum BFD oder FSJ´ler beim Stadtsportbund Dortmund möglich

    Bewerbt euch noch bis zum 26.03.2021 zum „Freiwilligen soziales Jahr“ oder „Bundesfreiwilligendienst im Sport“ beim SSB Dortmund! Die Aufgabengebiete bei uns sind vielfältig und lauten wie folgt: Eventplanung, Unterstützung zur Verleihung des Mini-Sportabzeichens, Verwaltung und Organisation, Unterstützung der Mitarbeitenden in Projekten und des Jugendvorstandes mit seinem J-Team und vieles mehr. Das bieten wir Euch: Zeit für die berufliche Orientierung, die Möglichkeit, aktiv mit Kindern, Jugendlichen und (jungen) Erwachsenen zusammenzuarbeiten sowie die Möglichkeit, Qualifikationen im Sport zu erwerben (z. B. Übungsleiterlizenz, Zertifikate). Du hast deine Chance hier erkannt und möchtest Teil unseres Teams werden? Dann freuen wir uns auf deine Bewerbung (Lebenslauf, Zeugnis und Motivationsschreiben) an Regina Büchle Tel. (0231) 50 111 09 oder per Mail r.buechle@ssb-do.de. Weitere Infos zur Stellenausschreibung findet ihr auf unserer Homepage unter: https://www.ssb-do.de/startseite/service/news?id=20770.

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