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50.000 Ausbildungsverträge in zehn Jahren – IHK zu Dortmund feiert außergewöhnliche Premiere

Azubi Dominik Heddram (vorne links) unterzeichnete den 50.000sten Ausbildungsvertrag in zehn Jahren in der Region der IHK Dortmund. Neben ihm sein Chef Uwe Lungmuß, IHK-Präsident Heinz-Herbert Dustmann, IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Scheiber und IHK-Geschäftsführer Michael Ifland. Fotos: Oliver Schaper/IHK

Eine außergewöhnliche Premiere gab es für die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund zu feiern: Zum ersten Mal seit Beginn der 1990er-Jahre konnte sie in ihrer IHK-Region mit den Städten Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna seit 2011 jedes Jahr mehr als 5.000 neu eingetragene Berufsausbildungsverhältnisse verzeichnen. „Die gesamte Zahl von 50.000 in zehn Jahren ist schon etwas Besonderes, auf die unsere ausbildenden Unternehmen stolz sein können“, betonte IHK-Präsident Heinz-Herbert Dustmann.

Lungmuß Feuerfest aus Dortmund markiert mit einem Auszubildenden die Erfolgsmarke

Dominik Heddram hat sich für eine Ausbildung zum Feuerungs- und Schornsteinbauer bei der Dortmunder Firma Lungmuß Feuerfest entschieden.

Für den 50.000sten Vertrag wurde die Chemikalien-Gesellschaft Hans Lungmuß mbh & Co. KG – kurz: Lungmuß Feuerfest – aus Dortmund geehrt. Und auch für das Unternehmen ist es eine Premiere. Denn zum ersten Mal bildet Lungmuß Feuerfest einen Feuerungs- und Schornsteinbauer aus. „Auch dazu gratuliere ich Ihnen im Namen der gesamten IHK zu Dortmund ganz herzlich“, ergänzte der IHK-Präsident. ___STEADY_PAYWALL___

Dustmann betonte den herausragenden Stellenwert der Ausbildung für die IHK und die Wirtschaft. Das alles überragende Thema in der IHK-Arbeit sei die Verantwortung, junge Menschen gut ausgebildet in Arbeit zu bringen. Das deutsche System der dualen Ausbildung werde nicht nur weltweit geschätzt. Es sei auch alternativlos. „Hier übernehmen unsere Unternehmen Jahr für Jahr eine hohe Verantwortung, indem sie jungen Menschen den Start ins Berufsleben mit einer hervorragenden Ausbildung ermöglichen.“

Ganz besonders wichtig sei es, angesichts der Corona-Krise die Kündigung von Ausbildungsverhältnissen zu vermeiden. „Als IHK setzen wir deshalb gemeinsam mit den Unternehmen alles daran, dass sämtliche Azubis ihre Ausbildung abschließen können. Über die IHK-Lehrstellenbörse helfen wir, Azubis aus insolventen Unternehmen in andere Betriebe zu vermitteln. Wir empfehlen Schulabgängern und Eltern dringend, sich dort einmal umfassend zu informieren, es lohnt sich. Denn der Berufsausbildungsabschluss ist auch in Zukunft die bestmögliche Eintrittskarte in den Arbeitsmarkt“, betonte Dustmann.

IHK-Lehrstellenbörse mit vielen Angeboten auch in der Coronakrise

Die Lehrstellenbörse der IHK ist ein hilfreiches Tool bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz. Foto: Screenshot

Im Anschluss überreichte der IHK-Präsident gemeinsam mit IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber Geschäftsführer Uwe Lungmuß eine extra für diesen Anlass entworfene Urkunde. Der Auszubildende Dominik Heddram erhielt von Michael Ifland, Leiter des Bereichs Berufliche Bildung und Fachkräftesicherung einen IHK-Weiterbildungsgutschein im Wert von 200 Euro.

„Wir wollen in Zukunft noch stärker in Ausbildung investieren und regelmäßiger ausbilden“, freute sich Uwe Lungmuß über die Auszeichnung. Derzeit hat das Unternehmen drei Auszubildende, drei wurden in den vergangenen Jahren erfolgreich ausgebildet, unter anderem als Prüftechnologe Keramik, Industriekaufleute oder Mechatroniker.

Zur Untermauerung, dass auch die IHK zu Dortmund in Sachen Ausbildung mit gutem Beispiel vorangeht, präsentierten mit Annika Schneider eine aktuelle und Jasmin Neuradt eine ehemalige Auszubildende die Social-Media-Kampagne „IH50k – Auf unserem Weg zu 50.000“.

Zuversicht für die Zukunft: Die duale Ausbildung ist krisenfest

Der IHK-Präsident nutzte die Gelegenheit, sich bei allen ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern sowie insbesondere bei den Berufsschulen und Berufskollegs zu bedanken: „Sie sind unsere verlässlichen Partner und stellen die betriebsortnahe Beschulung in der Region sicher. Und jetzt während der Pandemie haben sie unbürokratisch und schnell dabei geholfen, Räume für schriftliche, mündliche und praktische Prüfungen bereitzustellen. Ein ganz großes Dankschön dafür!“

Die Ausbildungsbereitschaft bei den IHK-Unternehmen sei weiterhin groß. Das lasse ihn zuversichtlich in die Zukunft blicken. Dustmann: „50.000 neue Ausbildungsverträge eingerahmt von den Folgen der Finanzkrise von 2008 und den noch kommenden Auswirkungen der Corona-Krise zeigen: Die duale Ausbildung ist krisenfest!“

Fakten zur Ausbildung:

  • 50.000 neue Ausbildungsverträge in 10 Jahren
  • Seit 2011 jedes Jahr mehr als 5.000 neue Ausbildungsverträge
  • Jährlich im Schnitt 6.000 Abschlussprüfungen und 3.000 Fortbildungsprüfungen
  • Pro Jahr sind rund 12.500 Ausbildungsverhältnisse aktiv
  • Rund 3.000 Ausbildungsbetriebe bilden 140 verschiedene Berufe aus
  • Rund 2.250 Prüfer arbeiten ehrenamtlich für die IHK

 

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