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CORONA: Ab sofort gelten „Ansammlungsverbote“ in Dortmund – Kliniken richten Schwerpunktzentren ein

Am Klinikum-Nord wird derzeit ein Corona-Diagnostik- und Behandlungszentrum errichtet. Fotos: Alex Völkel

Am Klinikum-Nord wird derzeit ein Corona-Diagnostik- und Behandlungszentrum errichtet. Fotos: Alex Völkel

Die Zahl der bestätigten Coronafälle in Dortmund ist seit gestern Abend um 45 gestiegen. Bei 140 Menschen ist die Erkrankung an COVID-19 bestätigt – erstmals gibt es auch drei schwere Fälle, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Da es immer mehr Fälle gibt, versucht die Stadt, die Ausbreitung zumindest zu verlangsamen. Daher sind ab heute Nacht Ansammlungen von mehr als vier Personen in Dortmund untersagt. Polizei und Ordnungsamt werden die Allgemeinverfügung durchsetzen und appellieren dringlich an die Vernunft: Werden die Regelungen am Wochenende nicht eingehalten, droht ab Montag ein bundesweites Ausgehverbot. „Es ist die letzte Ausfahrt vor einer Ausgangssperre“, betonen OB Ullrich Sierau und Polizeipräsident Gregor Lange unisono. Die gute Nachricht: Die Stadtwerke haben nach den zahlreichen Beschwerden die für Montag angekündigte Einschränkung des ÖPNV zurückgenommen.

Nach massiver Kritik rudern die Stadtwerke zurück – Fahrplan wird nicht eingeschränkt

Die Kritik war massiv, als DSW21 gestern die Reduzierung des Bus- und Bahn-Verkehrs ab Montag angekündigt hatten. So wären in den frühen Morgenstunden und insbesondere am Abend der Bus- und Bahnverkehr quasi zum Erliegen gekommen. Insbesondere Arbeitnehmer*innen hatten sich beschwert, weil sie nicht zur Frühschicht in den Kliniken, Pflegeeinrichtungen oder Firmen hätten fahren, oder nach Dienstschluss am Abend nach Hause gekommen wären.

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Stadtwerke-Chef Guntram Pehlke

Stadtwerke-Chef Guntram Pehlke

Stadtwerke-Chef Guntram Pehlke versuchte daher am Freitag, die Wogen zu glätten. Zunächst begründete er dies mit einer missverständlichen Pressemitteilung, dann mit dem Krankenstand und teilte dann auf Nachfrage mit, dass die Reduzierung nicht mit dem Vorstand abgestimmt worden sei. Die Medienvertreter*innen werteten dies als Ausreden. 

Zumindest ist – offenbar auch nach Intervention der Stadtspitze – zeitnah zurückgerudert worden. Der bisherige Ferienfahrplan gilt auch in der kommenden Woche. Damit fallen lediglich die Busverbindungen aus, die für die Schülerverkehre vorgehalten werden. Außerdem fällt bereits dieses Wochenende der Nachtexpress aus – schließlich seien ja auch Discotheken, Bars und Restaurants geschlossen, so Pehlke.

Zwar gebe es aktuell einen Krankenstand von zehn Prozent – durch die Absage von Schulungen würden aber derzeit dann doch Fahrer*innen zur Verfügung stehen. Bis auf weiteres wird daher der Fahrplan von dieser Woche auch in der nächsten weitergehen. „Wir sind uns einig, dass die Steuerung über den jeweiligen Chef passiert. Das ist jetzt auch bei DSW21 sichergestellt“, machte OB Ullrich Sierau – zugleich Aufsichtsratsvorsitzender von DSW21 – unmissverständlich deutlich.

Heute werden Ansammlungen an „Hotspots“ unterbunden – morgen gilt stadtweites Ansammlungsverbot

Eine klare Ansage machten auch Stadt und Polizei. Sie werden die Ansammlungen von Menschen, beispielsweise an den „Hotspots“ wie am Phoenixsee oder im Westpark, bereits ab dem heutigen Freitag nicht mehr hinnehmen. Es sei nicht zu vermitteln, dass Geschäftsleute und Gastronomen schließen müssten, sich die Leute dann aber in der Öffentlichkeit versammelten. 

Polizei und Ordnungsamt werden Menschenansammlungen an Hotspots wie dem Phoenixsee (Foto) oder im Westpark unterbinden.

Darüber hatte es – auch in der Bevölkerung – in den vergangenen Tagen viel Kritik gegeben. Doch dies war bisher nicht sanktionierbar. Mit der neuen Allgemeinverfügung auf Basis des Infektionsschutzgesetzes und des Ordnungsrechts ist dies nun aber möglich. Ab Samstag gelten dann stadtweit Ansammlungsverbote. Mehr als vier Menschen dürfen dann nicht mehr zusammenstehen. 

Das gelte natürlich nicht für Eltern mit drei Kindern – diese dürften sich auch weiterhin in der Stadt gemeinsam bewegen. Die Stadt hat insbesondere das gemeinsame „Chillen“ im Blick. Daher ist ab sofort auch das Grillen und das Shisha-Rauchen in der Öffentlichkeit verboten. „Dabei lässt sich der Mindestabstand ja nicht einhalten.“ Größere Ansammlungen können bei der Stadt (Tel: 500) oder der Polizei (Tel: 110) gemeldet werden.

Prinzipiell soll es nicht mehr attraktiv sein, sich in Gruppen zusammenzusetzen, skizziert Ordnungsdezernent Norbert Dahmen die generelle Marschroute. Polizei und Ordnungsamt werden versuchen, dies auf dem kommunikativen Weg durchzusetzen. Es wird eine Ansprache geben, bei uneinsichtigen Personen auch Platzverweise. Bei Zuwiderhandlungen sind auch Zwangsmaßnahmen denkbar – bis hin zur Ingewahrsamnahme. 

Die Polizeikräfte werden dabei zwar zunächst Abstand wahren, aber für den Fall der Fälle sind sie auch mit Mundschutz und Desinfektionsmittel ausgestattet, wenn sie die Allgemeinverfügung mit Zwang durchsetzen müssen.

Isolation von Betroffenen reicht nicht mehr aus – Renken: „Der Schutzschild wird porös“

Dr. Frank Renken, Norbert Dahmen, Ullrich Sierau und Gregor Lange begründeten die Verbote.

Dr. Frank Renken, Norbert Dahmen, Ullrich Sierau und Gregor Lange begründeten die Verbote.

Eindrücklich begründete Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Renken die Maßnahmen. Denn bisher war es so, dass man die Betroffenen von den nicht Betroffenen habe isolieren können. Doch mit den zunehmenden Fallzahlen und den damit verbundenen Kontakt- und Verdachtsfällen wird das immer schwieriger. 

„Wir merken, dass wir an der Grenze sind und auch darüber hinaus, was möglich ist. Daher wird das Schutzschild langsam porös – bundesweit. Wenn die individuellen Maßnahmen für Betroffene nicht mehr greifen können, weil das personell für die Gesundheitsaufsicht nicht mehr zu stemmen ist, macht das die Umkehr erforderlich“, erklärt Renken. 

Im Klartext: Sind nicht mehr ausreichend schnell die Gefährdeten und Infizierten zu isolieren, „dann müssen wir jetzt dazu übergehen, die normale Bevölkerung, die das Gefühl hat, nicht betroffen zu sein, zu schützen.“ In der Konsequenz heißt das weitere Einschränkungen wie das Verbot von Ansammlungen – und auch in letzter Konsequenz die Ausgangssperren. 

Die ersten schwereren Corona-Fälle müssen in Dortmund im Klinikum behandelt werden

Am heutigen Freitag sind 45 positive Testergebnisse dazu gekommen. Somit liegen insgesamt 140 positive Tests vor. Die recht hohe Quote der Neufälle kommt durch die große Anzahl der heute eingegangenen Nachmeldungen zustande. Die Infektionswege lassen sich bei den Betroffenen nachvollziehen.

Am heutigen Freitag sind 45 positive Testergebnisse dazu gekommen. Somit liegen insgesamt 140 positive Tests vor. 50 weitere Abstriche wurden heute genommen.

Auch wenn Dortmund bisher noch vergleichsweise glimpflich davon gekommen sei und vor allem milde Krankheitsverläufe durch die Früherkennung habe, seien nun die ersten schwereren Fälle in den Kliniken angekommen. Zudem sei das Dortmunder System – in den Laboren vor Ort können bis zu 700 Proben am Tag analysiert werden – teils an den Kapazitätsgrenzen angekommen. 

Daher werden auch weiterhin nur Menschen getestet, die gefährdet sind und Symptome aufweisen. Diese Methode ergab, dass acht bis neun Prozent der Personen als positiv getestet und isloliert würden. Das Problem: Man kann selbst Infektionen übertragen, ohne selbst krank zu sein. Daher gehe von den Unachtsamen und Ignoranten die eigentliche Gefahr für die Älteren und chronisch Kranken aus. 

„Wenn wir das langsame Ausbreiten beibehalten wollen, geht es nicht anders, als jetzt bevölkerungsbezogen vorzugehen, um Unerkannte zu isolieren“, begründet der Chef des Gesundheitsamtes die Verbote und Einschränkungen. „Gut, dass Kinder weniger stark erkranken und eine bessere Prognose haben.“

Klinikum-Nord und Knappschafts-Krankenhaus werden Corona-Schwerpunktzentren

Auf der Nordseite den Klinikums-Nord (Beethovenstraße) wird ein Corona-Diagnostik- und Behandlungszentrum errichtet.

Auf der Nordseite den Klinikums-Nord (Beethovenstraße) wird ein Corona-Diagnostik- und Behandlungszentrum errichtet.

Noch liege Dortmund unter dem „Erwartungshorizont“ – der geht davon aus, dass ein Viertel der Infizierten in Krankenhäusern behandelt werden muss und 20 Prozent davon kritische Fälle sein werden.

Also in Zahlen ausgedrückt: Von 100 Infizierten müssen 25 im Krankenhaus behandelt werden – fünf davon auf der Intensivstation. Derzeit arbeitet man daran, die Zahl der Intensivbetten und Beatmungsplätze aufzustocken. 

Außerdem wird am Samstag in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung ein zusätzliches Diagnostikzentrum am Klinikum-Nord (auf der Nordseite an der Beethovenstraße) in Betrieb genommen. In den dort aufgebauten Zelten und Containern werden nicht nur Abstriche genommen, sondern auch ärztliche Anamnesen erstellt. Dies wird zu einem Behandlungszentrum ausgebaut, um das ambulante System zu unterstützen. 

Der Notdienst (116117) kann die Menschen im Fall von Verdachts- und Erkrankungsfällen dorthin vermitteln. Außerdem können sich – das ist bisher anders  – Menschen mit Symptomen (!) ebenfalls direkt dorthin wenden. Am Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr, ab Montag von 8 bis 20 Uhr, kann man dort untersucht werden.

Neues Behandlungs- und Triagezentrum am Klinikum-Nord als Ziel

Die Idee ist, das Ganze zu einem Triagezentrum weiter zu entwickeln. In einem Triagezentrum werden Patient*innenen abgeklärt mit dem Ziel, für jeden Einzelnen die optimale Behandlung zu finden. Diese muss nicht immer zwingend stationär oder vor Ort erfolgen. Von dort sollen die Betroffenen gegebenenfalls in andere Kliniken weiterverteilt werden. 

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind auch weiterhin in der Nordstadt präsent.

Die Mitarbeiter*innen des Ordnungsamtes (Foto) und der Polizei machen verstärkt Kontrollen.

Das neue Zentrum fungiert dann quasi als Verteilerkappe. Im Klinikum-Nord und im Knappschafts-Krankenhaus sollen die Intensivkapazitäten für Corona vorgehalten werden. Leichtere Fälle können auch in anderen Klinken behandelt werden, wenn dies medizinisch notwendig erscheint, erklärt Renken.  

Alle Beteiligten hoffen, dass es dazu nicht kommen muss. „Polizei und Stadt sind gemeinsam fest entschlossen, die Ausbreitung zu verhindern bzw. zu verlangsamen. Der Schutz des Gesundheitssystems vor Überlastung ist das oberste Ziel“, betont Polizeipräsident Gregor Lange. Ziel sei, eine Situation wie in Italien, wo Militär-Lkw eine Vielzahl von Leichen abtransportieren müssen, auf jeden Fall zu verhindern.

„Das Kanzleramt hat den Samstag zum Lackmus-Test ausgerufen. Wenn sich deutschlandweit zeigt, dass wir noch immer nicht auf Vernunft setzen können, wird am Sonntag von Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten ein Ausgehverbot beschlossen“, erinnert OB Ullrich Sierau. „Ich sage das nicht, damit Sie alle in den nächsten Vollsortimenter rennen, sondern um klarzumachen, dass dies die letzte Ausfahrt vor dem Ausgehverbot ist. Wer meint, dass ihn das nichts angeht, wird das dann spüren.“

 

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4 Gedanken über “CORONA: Ab sofort gelten „Ansammlungsverbote“ in Dortmund – Kliniken richten Schwerpunktzentren ein

  1. DSW21 (Pressemitteilung)

    Bus- und Bahnangebot bleibt unverändert bestehen

    DSW21 wird auch in der kommenden Woche (ab 23. März) auf allen Bus- und Stadtbahnlinien mit dem so genannten „Ferienfahrplan“ unterwegs sein. Für die Fahrgäste bedeutet das lediglich zwei Einschränkungen: Im Busbereich entfallen, weil die Schulen geschlossen sind, die zusätzlichen Einsatzwagen. Zudem fahren von 1 bis 4 Uhr keine NachtExpress-Busse (NE).

    „Wir halten unser umfangreiches Angebot nicht trotz, sondern gerade wegen der Corona-Pandemie aufrecht“, erklärt Guntram Pehlke, Vorstandsvorsitzender von DSW21. „Wir sehen uns als verlässlicher Partner für alle die, die zurzeit – wie wir selbst – mit großem Engagement daran arbeiten, die schwierige Situation bestmöglich zu meistern. Dazu gehört, dass wir die Menschen zur Arbeit und nach Hause bringen. Falls nötig, werden wir das auch durch individuelle Lösungsmodelle gewährleisten.“

    In den vergangenen beiden Tagen hat DSW21 noch einmal zahlreiche Gespräche mit vielen wichtigen Einrichtungen und Unternehmen in Dortmund geführt, um deren konkrete Bedürfnisse abzufragen. Dazu ist das Unternehmen als ständiges Mitglied im Krisenstab der Stadt auch mit den Behörden im engen Austausch. „Wir analysieren und bewerten die Situation täglich neu. Dabei lernen wir auch täglich dazu“, so Guntram Pehlke weiter.

    „Auf Basis der aktuellsten Erkenntnisse hat der Vorstand entschieden, am derzeitigen Angebot keine Änderungen vorzunehmen.“ Für Irritationen, die durch eine am Donnerstag angekündigte Fahrplanänderung entstanden sind, entschuldigt sich DSW21. Zudem bittet Pehlke um Verständnis für den Fall von Verspätungen oder einzelnen Ausfällen. Diese können in personellen Engpässen begründet sein.

    Grundsätzlich, betont der Vorstandsvorsitzende, sei DSW21 in der Krisensituation sehr gut aufgestellt. Das gelte genauso für andere Unternehmen der Gruppe, die zur Aufrechterhaltung der Versorgung unverzichtbar sind: so etwa DEW21 als Strom-, Gas- und Wasserversorger und die DOKOM21 mit der Infrastruktur für die Kommunikation.

    „Wir stimmen uns, zeitlich versetzt mit dem Krisenstab der Stadt, alle zwei Tage ab und sind jederzeit voll handlungsfähig“, so Guntram Pehlke. „Für die verschiedenen Szenarien, die in den nächsten Wochen eintreten könnten, haben wir kurzfristig umsetzbare Pläne. Die Dortmunder sind bei uns in guten und sicheren Händen.“

    Bei allem, was DSW21 derzeit entscheidet, stehen zwei Dinge im Vordergrund. Zum einen der Schutz und die Gesundheit der Mitarbeiter*innen und der Fahrgäste. Zum anderen die Aufrechterhaltung des Betriebs mit einem breiten Leistungsangebot.

    Kontakt und Fragen

    Die KundenCenter an der Petrikirche, am Bahnhof Hörde und in Castrop-Rauxel sowie der HaltePunkt in der Kampstraße sind bis auf Weiteres geschlossen.

    Bitte nutzen Sie folgende Kontaktmöglichkeiten:
    • Fragen und Hinweise zum Angebot: 0231.955-3385, kundenresonanz@dsw21.de
    • Servicenummer („Schlaue Nummer“): 0180 6 504030 (0,20 €/Anruf aus dem dt. Festnetz, Mobil max. 0,60 €/Anruf)
    • Abonnenten: 0231.955-2555, abo@dsw21.de
    • Weitere Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier: https://www.bus-und-bahn.de/31043.html
    • Aktuelle Infos: http://www.bus-und-bahn.de (bub.mobi) oder DSW21App

  2. Stadt Dortmund (Pressemitteilung)

    Diagnostikstellen Gesundheitsamt und Klinikum Nord

    In Bezug auf die Testungen wird es eine Änderung geben:

    Die Diagnostikstelle des Gesundheitsamtes schließt am morgigen Donnerstagmittag und stellt ihren Dienst ein. Alle Termine für die Testungen am Vormittag sind bereits vergeben, neue werden nicht mehr vereinbart.

    Somit steht ab diesem Zeitpunkt ausschließlich die zentrale Diagnostikstelle Klinikum Nord für alle Corona-Testungen zur Verfügung. Eine vorherige telefonische Anmeldung dafür ist nicht vorgesehen. Die Diagnostikstelle hat wochentags von 8 bis 20 Uhr und am Wochenende 10 bis 16 Uhr geöffnet.

    Getestet werden wie bisher Personen, die engen Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall hatten oder aus einem Risikogebiet kommen, und die selbst erkrankt sind. Darüber hinaus werden ab jetzt auch Personen getestet, die ausschließlich mit einer entsprechenden Symptomatik dort vorsprechen.

    Die Veränderung in den Voraussetzungen für eine Testung bedeutet den Übergang in eine neue Phase der Corona-Testung. Ziel ist es herauszufinden, ob es bereits Menschen ohne konkretes Ansteckungsrisiko gibt, die dennoch eine Infektion mit dem Coronavirus haben. Nur so können in Dortmund auch weiterhin Übertragungsfälle früh erkannt und Infektionsketten schnell unterbrochen werden.

    Symptome: Typische Anzeichen einer Corona-Erkrankung sind in allererster Linie Fieber und trockener Husten. Darüber hinaus können noch weitere Begleitsymptome auftreten wie Kurzatmigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Magen-Darm-Probleme, Halsschmerzen.

    Die Diagnostikstelle am Klinikum Nord sollte über die Beethovenstraße angefahren werden; genügend Parkplätze sind dort vorhanden. Wer zur Testung dorthin kommt, benötigt seine Krankenversicherten-Karte. Auf etwas Wartezeit muss man sich einstellen; dort werden Wartemarken verteilt.

    Kinder- und Jugendärztinnen/Kinder- und Jugendärzte

    Dortmunds Kinder- und Jugendärztinnen und –ärzten ist es ein Anliegen, dass ihre jungen Patientinnen und Patienten auch und gerade in der aktuellen Situation bestmöglich untersucht werden können und geschützt sind. Termine für Impfungen und Früherkennungsuntersuchungen sollen auch zu Zeiten von Corona weiterhin möglichst zeitgerecht in den Praxen (und ggf. Kliniken) durchgeführt werden, damit die Kinder vor gefährlichen Infektionskrankheiten geschützt werden können.

    Wichtig ist, sich vorher telefonisch anzumelden.

    Nur dann, wenn Kinder akut erkrankt sind, sollten Impfungen und Früherkennungsuntersuchungen in Absprache mit der behandelnden Praxis verschoben werden. Zu beachten ist, dass auch die Begleitperson des Kindes kein Fieber oder Symptome einer akuten Atemwegs- oder Magen-Darminfektion hat.

    Selbstverständlich treffen die Praxen alle notwendigen Vorkehrungen, damit sich in den Räumen niemand mit dem Coronavirus anstecken kann.

  3. DSW21 (Pressemitteilung)

    Zusätzliche Fahrten für die Kliniken und Logistikzentren

    DSW21 weitet in der Coronakrise das Angebot passgenau aus. Um die Ausbreitung des Virus‘ zu verlangsamen und die Fahrgäste besser zu schützen, bietet das Verkehrsunternehmen seit dem Wochenende im Bereich der Kliniken sowie der Logistikzentren Westfalenhütte und Ellinghausen zusätzliche Fahrten und Fahrzeuge an. Durch diese Maßnahmen sollen sich die Fahrgäste in Bussen und Bahnen besser verteilen und größeren Abstand zueinander wahren können. Darüber hinaus deckt DSW21 über den so genannten »Ferienfahrplan« auch weiterhin nahezu das komplette Leistungsangebot ab.

    Zusammenfassung
    Im Bereich der Kliniken und der Innenstadt setzt DSW21 mittags zusätzlich zum gewohnten 10-Minuten-Takt der Stadtbahn auf den Linien U41 und U42 zusätzliche Bahnen mit insgesamt 18 weiteren Fahrten ein. Im Bereich Logistikpark Westfalenhütte (u.a. Amazon, Linien 416, 417) und Logistikzentrum Ellinghausen (IKEA, Linie 475) werden die Buskapazitäten zu den Schichtwechselzeiten deutlich erhöht.
    Mit dieser Ausweitung trägt DSW21 der hohen Fahrgastnachfrage in diesem Bereich Rechnung und schafft mehr Platz für Fahrgäste. Die beteiligten Institutionen und Firmen sind über die Ausweitung informiert. DSW21 bleibt mit diesen in Abstimmungsgesprächen und wird, falls nötig, nachsteuern.

    Städtische Kliniken und Johanneshospital
    Bereits seit Freitag (27.3.) bietet DSW21 in der Mittagszeit rund um den Schichtwechsel der Kliniken insgesamt 18 Fahrten zusätzlich an: Vier Fahrten pro Richtung als Linie U45 zusätzlich zwischen »Fredenbaum« und »Stadthaus«, fünf Fahrten verstärken die U42 pro Richtung zwischen »Brügmannplatz« und »Städtische Kliniken«.

    Logistikpark Westfalenhütte
    Seit dem 27. bzw. 28.3. verstärkt DSW21 sein Angebot im Bereich des Logistikparks Westfalenhütte (u.a. Amazon, Decathlon) deutlich, um für die Mitarbeitenden zu den Schichtwechselzeiten mehr Platz in den Bussen zu schaffen und den Anschluss Richtung Borsigplatz und Hbf zu verbessern.

    Linie 416 (Hbf – Borsigplatz – Logistikpark Westfalenhütte)
    · Um 15.13 Uhr, 22.26 Uhr und 23.56 Uhr Richtung Hbf werden zwei Gelenkbusse statt eines Busses eingesetzt.
    · Außerdem bestehen Fahrtmöglichkeiten – auch hier mit Gelenkbussen – zum Schichtwechsel um 23.59 Uhr (Richtung Borsigplatz), 0.04 Uhr (anstatt 0.29 Uhr) und 0.14 Uhr (jeweils Richtung Hbf).
    · Auf der Linie 455 (Hbf – Borsigplatz), die um 5.36 Uhr ab Hbf bis Borsigplatz und von dort weiter als Linie 416 Richtung Westfalenhütte fährt, wird zudem ein Gelenkbus statt eines Standardbusses eingesetzt.

    Linie 417 (Logistikpark Westfalenhütte – Kirchderne)
    · Um 22.08 Uhr und 0.04 Uhr werden bei den Fahrten ab Logistikpark zwei Gelenkbusse statt eines Busses eingesetzt.

    Logistikzentrum Ellinghausen
    Die Linie 475 (Mengede – Hbf) wird zum Schichtwechsel von IKEA um einen zusätzlichen Bus verstärkt, um 14.17 Uhr fahren dann zwei Busse statt bisher einer. Hinzu kommt weiterhin die Fahrt um 14.19 Uhr.

    Hintergrund
    DSW21 fährt seit der Schließung von Schulen und Kitas auf allen Linien den so genannten Ferienplan, d.h. Busse und Bahnen fahren im gewohnten Takt. Lediglich die zusätzlichen Einsatzwagen (E-Wagen) zum Abfedern der Spitzen im Schülerverkehr sowie die NachtExpress-Fahrten zwischen 1 und 4 Uhr nachts entfallen. Aktuelle Informationen und Fahrpläne gibt es unter http://www.bus-und-bahn.de (bub.mobi) und in der DSW21-App. Fragen und Hinweise können an die Kundenresonanz (0231.955-3385, kundenresonanz@dsw21.de) gerichtet werden.

  4. DSW21 (Pressemitteilung)

    Corona-Bonus für Beschäftigte im Fahrdienst – DSW21 honoriert „vorbildlichen Einsatz“ mit bis zu 500 Euro

    Die Bus- und Bahnfahrer*innen von DSW21 – Dortmunder Stadtwerke gehören zu den zahlreichen Berufsgruppen, die aufgrund der Corona-Pandemie unter schwierigen Rahmenbedingungen unverzichtbare Aufgaben übernehmen und aktuell eher mehr als weniger arbeiten. Der Vorstand der Dortmunder Stadtwerke hat daher nach Gesprächen mit dem Betriebsrat eine Bonuszahlung in Höhe von bis zu 500 Euro pro Mitarbeiter beschlossen.

    „Unsere Mannschaft zeigt hohen Einsatz, vorbildliches Engagement und eine außerordentliche Flexibilität. Die Prämie ist ein kleines Dankeschön“, sagt DSW21-Arbeitsdirektor Harald Kraus. „Die Mitarbeiter*innen gehen besonnen und verantwortungsvoll mit der Situation um. Sie stellen für alle, die auf Bus und Bahn angewiesen sind, die Mobilität sicher und präsentieren DSW21 als verlässlichen Partner der Bürgerinnen und Bürger.“

    Seit zum 16. März die Schulen und Kitas geschlossen wurden, fährt DSW21 nach dem sogenannten „Ferienplan“. Das bedeutet: nahezu volles Programm! Mit Ausnahme der zusätzlichen Einsatzwagen zum Abfedern der Spitzen im Schülerverkehr und der NachtExpress-Busse samstags zwischen 1 Uhr und 4 Uhr wird der ganz normale Fahrplan bedient. Zusätzlich bietet DSW21 zu den Kliniken in der Stadtmitte und im Norden sowie zu den großen Logistikzentren in Ellinghausen und auf der Westfalenhütte mehr Fahrzeuge und Fahrten an, damit sich die Fahrgäste zu Schichtwechselzeiten besser verteilen und Abstand halten können.

    „Viele Kolleginnen und Kollegen arbeiten schon seit Wochen besonders hart, aber am stärksten gefordert sind sicherlich die Fahrerinnen und Fahrer in Bussen und Stadtbahnen“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Michael Schneider. „Die Belastung in dieser Zeit großer Verunsicherung ist sicherlich vergleichbar mit der von Beschäftigten im Lebensmittel-Einzelhandel.“ Schneider und Betriebsrat Martin Mürmann suchten das Gespräch mit dem Vorstand – und liefen offene Türen ein.

    Vorstand und Arbeitnehmervertreter verständigten sich auf einen Bonus in Höhe von 20 Euro pro gefahrenem Dienst und maximal 500 Euro. Die Regelung bei DSW21 bezieht sich zunächst auf den Zeitraum vom 16. März bis Ende April. Ausgezahlt werden soll der Betrag, nachdem die Politik die Steuerbefreiung für solche Prämien beschlossen hat. „Je nachdem, wie sich die Lage zu Corona weiterentwickelt, werden wir für die Zeit ab Mai noch einmal miteinander sprechen“, kündigt Arbeitsdirektor Harald Kraus an.
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    Hintergrund:
    Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hat DSW21 frühzeitig und konsequent Maßnahmen zum Schutz der Fahrer*innen umgesetzt: Bereits Mitte März wurde der Vordereinstieg bei den Bussen gesperrt, der Ticketverkauf eingestellt und eine Absperrung der ersten Sitzreihe hinter dem Fahrerplatz eingerichtet. Außerdem können abgelöste Fahrer*innen im abgesperrten Bereich in den Bussen bzw. in den Führerständen der Stadtbahnwagen mitfahren. Alle Maßnahmen haben das Ziel, den unmittelbaren Kontakt zu den Fahrgästen zu vermeiden. Sie haben sich als äußerst effektiv erwiesen: Bislang gibt es keinen einzigen Corona-Fall im Fahrdienst. Der Krankenstand liegt nicht höher als im Vergleichszeitraum 2019.

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