Nordstadtblogger

Ein Überblick über die Allgegenwart der Kleinstlebewesen: Die TU Dortmund präsentiert die Ausstellung „Überall Bakterien“

In einer Petrischale züchten Wissenschaftler*innen der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen Bakterien für Forschungszwecke. Bild: Dr. Armin Quentmeier/ TU Dortmund

In einer Petrischale züchten Wissenschaftler*innen der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen Bakterien für Forschungszwecke. Bild: Dr. Armin Quentmeier/ TU Dortmund

Alle reden vom Coronavirus, die Uni hingegen über Bakterien. Und sie reden nicht nur, sie zeigen sie:  Noch bis zum 20. März präsentiert die TU Dortmund im Foyer der Universitätsbibliothek die Ausstellung „Überall Bakterien“ – an rekordverdächtigen 122 Stunden pro Woche. Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Bibliothek montags bis freitags von sieben Uhr bis ein Uhr in der Nacht, an Wochenenden von neun bis ein Uhr in der Nacht besucht werden.

Die Botschaft: „Bakterien sind überall – und die meisten sind unsere Freunde!“

„Überall Bakterien!“ gibt einen Überblick über die Allgegenwart von Bakterien: In der Luft, in Wasser und Boden, aber auch auf und in jedem Menschen sind sie vorhanden und leicht nachweisbar. „Bakterien sind überall – und die meisten sind unsere Freunde“, betonen die Ausstellungsmacher*innen.  Die Schau räumt mit gängigen Vorurteilen auf, nach denen Bakterien bei vielen Menschen nicht den allerbesten Ruf haben: Bakterien sind überall da, wo es schmutzig ist, sie machen krank.

Diesen Ruf haben Bakterien seit über 150 Jahren, seit sie als mikroskopisch kleine eigenständige Lebewesen erkannt worden sind. Viele tödliche Infektionskrankheiten, die die Menschen seit Urzeiten plagen, werden in der Tat von Bakterien hervorgerufen. Zwischen 1876 und 1883 wies Robert Koch nach, dass Milzbrand, Tuberkulose und Cholera durch bestimmte Bakterien verursacht werden.

Wer jemals unter einer eiternden Wunde gelitten hatte, war mit dem Bakterium „Staphylococcus aureus“ in Kontakt gekommen. Gelangt dieses in die Blutbahn, entsteht eine „Blutvergiftung“ (Sepsis), die in der Vor-Antibiotika-Zeit einem Todesurteil gleichkam.

Die zumeist mikroskopisch kleine Pilze gehören zu den größten Nützlingen im Dienste der Menschen

Auf der anderen Seite zählen Bakterien und andere Mikroorganismen, zumeist mikroskopisch kleine Pilze, zu den größten Nützlingen im Dienste der Menschen. Unbewusst wurden sie seit Beginn der sesshaften Lebensweise vor etwa 10.000 Jahren in vielfältiger Weise genutzt. Im Vordergrund steht hier die Hefe, ein winziger Pilz, als Produzent von Wein und Bier.

Die Ausstellung informiert, dass jeder Mensch von einer unglaublich großen Zahl von Bakterien besiedelt ist – und dass diese für das Wohlergehen unerlässlich sind. Jeder cm² Haut ist mit Bakterien bedeckt; die Schleimhäute und ganz besonders der Darm sind ein Paradies für Bakterien. Letztlich bestehen Menschen aus mehr Bakterienzellen als menschlichen Zellen: 30 Billionen menschlichen Zellen stehen ca. 38 Billionen Bakterienzellen gegenüber – bei jedem Menschen!

Weitere Informationen: www.ub.tu-dortmund.de/ubblog/ueberall-bakterien-ausstellung

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Infos

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen