Buch zur Kirchengeschichte: Wege der katholischen Kirche in Dortmund nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil

Stellten im Katholischen Centrum ihr Buch „Neue Wege der katholischen Kirche in Dortmund nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil“ vor (v.l.): Georg Borgschulte, Dieter Höltershinken, Pfarrer i.R. Norbert Neu und Pfarrer i.R. Wolfgang Dembski. Foto: pdp
Stellten ihr Buch vor: Georg Borgschulte, Dieter Höltershinken, Norbert Neu und Wolfgang Dembski. Foto: pdp

Vor fünfzig Jahren, am 8. Dezember 1965, wurde das Zweite Vatikanische Konzil beendet. Es hat die katholische Kirche auch in Dortmund verändert. Die katholischen Pfarrer i.R. Wolfgang Dembski und Norbert Neu sowie Dieter Höltershinken von der Dokumentationsstelle für Dortmunder Kirchengeschichte haben engagierte Katholiken aus Dortmund gebeten, aus der Rückschau zu schildern, wie sie das Konzil und dessen Folgen erlebt haben.

Dortmunder Dokumentation mit 18 Berichten ist  entstanden

Entstanden ist dabei eine Dokumentation mit 18 Berichten mit ganz unterschiedlichen, persönlichen, positiven und auch negativen Erfahrungen. „Neue Wege der katholischen Kirche in Dortmund nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil“ heißt der Titel des im Projektverlag erschienenen Buches.

In einem ersten Kapitel über Gemeindeleben und Stadtkirche geht es unter anderem um die Gemeinden als „Geschlossene Gesellschaft oder Offene Orte“, um ein „Lebendiges Evangelium“, neue Formen der Messfeier, die „Familienkreise“, das „Ständige Diakonat“, eine veränderte „Gemeindekatechese“, Seelsorge und Bildungsarbeit sowie um das Ringen um neue Formen im „Synodalen Forum“.

Im zweiten Kapitel „Öffnung nach außen“ wird über den „Christlich-jüdischen Dialog“, die „Ökumene in Dortmund“, das „Dortmunder Interreligiöse Gespräch“ und das „Katholische Forum“ berichtet.

Im dritten Kapitel werden Initiativen, wie „Das Gasthaus in Dortmund“, die Hospizseelsorge, die Seniorenarbeit und die Hilfsaktion „Solidarität von Gemeinde zu Gemeinde – Partnerschaften mit Breslau und die St. Hedwig Stiftung“ dargestellt.

Buchvorstellung am 14. Januar in der Bonifatius-Buchhandlung

So ist eine Dokumentation entstanden, die auch heute Anregungen geben kann für die Gestaltung des kirchlichen Lebens. „Es ist kein theologisches Buch, sondern eine Sammlung von Zeitzeugenberichten und praktischen Beispielen“, erläutert Wolfgang Dembski.

Die Autorinnen und Autoren haben an vielen Stellen das katholische Leben in Dortmund maßgeblich mitgestaltet. Neben den Herausgebern stammen die Aufsätze von Heinrich Schreckenberg, Carl Drepper, Josef Eickhoff, Bernward Hallermann, Alfons Wiegel, Bernhard Blumenberg, Claus-Dieter Klais, Jutta Hanmann, Herbert Schnier, Klaus Fisching, Georg Borschulte, August Wilhelm Heckt, Ludger Rickert, Reinhard Ellbracht, Werenfried Wessel OFM und Therese Genz.

Am 14. Januar 2016 um 19.30 Uhr werden die Herausgeber und einige der Autoren das Buch in der Bonifatius-Buchhandlung, Propsteihof 6, vorstellen. Dort wird die Veröffentlichung auch in den nächsten Tagen erhältlich sein.

Bibliografische Angaben zum Buch: 

  • Wolfgang Dembski, Dieter Höltershinken, Norbert Neu (Hg.)
  • Neue Wege der katholischen Kirche in Dortmund nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil
  • 2015,  182 Seiten
  • ISBN 978-3-89733-381-9
  • Verkaufspreis: 14,90 Euro
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  1. Geschichtsverein

    “Für Gott und Vaterland” – Dortmunder katholische Gemeinden im Ersten Weltkrieg

    Vor hundert Jahren herrschte Krieg in Europa. Der Erste Weltkrieg. Nicht nur an den Fronten herrschten Tod und Elend, auch in der Heimat veränderte sich das Leben schon bald nach Ausbruch des Krieges. Wie die Katholischen Gemeinden in Dortmund diese Herausforderungen zu meistern versuchten, zeigt eine Ausstellung in der Grabeskirche Liebfrauen (bis 31.1.2016).

    An der Vorbereitung und Ausgestaltung dieser Ausstellung war Herbert Schnier, Mitarbeiter in der Dokumentationsstelle für Dortmunder Kirchengeschichte im Katholischen Centrum, beteiligt. Er wird in einem Vortrag beim Evinger Geschichtsverein einige der Ergebnisse vorstellen, uns in diese Zeit mit ihrem Elend und den harten Belastungen versetzen.

    Ort und Zeit: Evinger Geschichtswerkstatt im “Schloss von Eving”, Erster Stock, dem ehemaligen Wohlfahrtsgebäude am Nollendorfplatz 2, am Montag, den 11.1.2016 um 18:30 Uhr.
    Interessierte Gäste sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

  2. Geschichtsverein

    Ausstellung verlängert: „Für Gott und Vaterland – Dortmunder Katholische Kirchengemeinden im Ersten Weltkrieg“

    Aufgrund erhöhter Nachfrage hat sich die Dokumentationsstelle für Dortmunder Kirchengeschichte entschlossen, die Ausstellung „Für Gott und Vaterland – Dortmunder Katholische Kirchengemeinden im Ersten Weltkrieg“ bis zum 31. August 2016 zu verlängern. Zu sehen ist die Ausstellung in der Grabeskirche Liebfrauen, Amalienstraße.

    Besondere Aufmerksamkeit verdienen dabei originale Urkunden, Feldpostkarten und weitere Gegenstände aus dieser Zeit, die durch die Ausstellung erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnten. Mitarbeiter der Dokumentationsstelle bieten auf Anfrage gerne einen Vortrag zum Ausstellungsthema an.

    Interessenten können sich dazu an den Leiter der Dokumentationsstelle für Dortmunder Kirchengeschichte, Prof. Dr. Dieter Höltershinken, Tel. (0231) 18 48 324 wenden.
    Internet: http://www.doku-kirchengeschichte-do.de

  3. Katholische Kirche

    Neuer Vorsitzender der Dokumentationsstelle für Dortmunder Kirchengeschichte

    Herbert Schnier, ist neuer Vorsitzender der ehrenamtlichen Dokumentationsstelle für Dortmunder Kirchengeschichte. Auf der Jahreshauptversammlung im Katholischen Centrum wurde ein neuer Vorstand gewählt.

    Herbert Schnier ist bereits langjähriger Mitarbeiter der Dokumentationsstelle und übernimmt jetzt die Aufgaben von Prof. Dr. Dieter Höltershinken, der als 2. Vorsitzender weiterhin im Vorstand mitarbeiten wird. Er gehört dem Vorstand seit 2008 an.

    Der „Initiativkreis Kultur, Politik, Geschichte e.V.“ gründete 1995 die ehrenamtliche Dokumentationsstelle für Dortmunder Kirchengeschichte die zahlreiche Ausstellungen und Publikationen erarbeitete, wie den 2006 erschienenen umfangreichen Gesamtüberblick zur Geschichte der Katholischen Kirche in Dortmund oder zuletzt das in diesem Jahr erschienene Buch „Neue Wege der katholischen Kirche in Dortmund nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil“.

  4. Katholische Kirche

    „Unterdrückte Traditionen der Kirchengeschichte“:
    Prof. Hubert Wolf hält am 19. April Vortrag im Katholischen Centrum

    Der Münsteraner Kirchenhistoriker Hubert Wolf stellt in seinem 2015 erschienenen Buch „Krypta“ unterdrückte oder vergessene Traditionen der Kirchengeschichte vor, die im aktuellen Reformprozess wieder aktuell seien können. Am 19. April wird er um 19 Uhr im Katholischen Centrum, Propsteihof 10, in einer Veranstaltung des Katholischen Bildungswerks über diese Erkenntnisse referieren.

    Professor Hubert Wolf mische sich mit seinem Buch „Krypta“ in ausgesprochen anregender Weise in die Diskussionen um den Weg der Kirche in die Zukunft ein, meint ein Rezensent. Mit zehn Schlaglichtern hat er einen Reigen entworfen, aus dem die Kirche in der Gegenwart für die Zukunft lernen könne. Viele verschiedene Themen werden von ihm behandelt, wie die kollegiale Leitung von Diözesen und der Weltkirche, die katholische Pluralität im Licht des Konzils von Trient oder die Anfrage des Franz von Assisi an die strukturierte Kirche.

    Der Blick hinter die Kulissen der Kirchengeschichte zeigt, dass viele Themen bereits in verschiedenen Zeiten diskutiert wurden, die heute als Fragen der Gegenwart bezeichnet werden. In einer Buchbesprechung von Deutschland Radio Kultur heißt es dazu: „Dabei ist es schon seltsam, dass sich viele progressive Momente für eine Kirchenreform in den vergessenen Dokumenten der Kirchengeschichte finden. Es ist Hubert Wolfs großes Verdienst, dass er uns daran erinnert.“

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