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Holocaust-Schicksale: Die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache zeigt die bewegende Ausstellung „Heimatsucher“

Die Ausstellung schafft für Erwachsene wie Kinder gleichermaßen einen empathischen Zugang zum Thema.

Zur Ausstellung „Heimatsucher“ gibt es viele didaktische Angebote ab der vierten Klasse. Fotos: Verein

Vom 3. Februar bis zum 10. April präsentiert die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache die Ausstellung „Heimatsucher“ zusammen mit dem gleichnamigen Verein sowie dem BVB. Die Ausstellung zeigt unterschiedliche Porträts von Holocaustüberlebenden aus Deutschland und Israel, die von ihrem Leben vor, während und nach der Schoah erzählen.

Persönlicher und sehr emotionaler Zugang zum Thema Holocaust für junge Menschen und Erwachsene

Bildporträts, Interviewhefte sowie Audiomitschnitte von Interviews ermöglichen den Besucherinnen und Besuchern ein Kennenlernen verschiedener Menschen und ihrer Geschichten, die sowohl vom Grauen des Holocausts als auch den die Überlebenden bis heute verfolgenden psychischen und biographischen Problemen erzählen.

Durch diesen persönlichen und sehr emotionalen Zugang sowie die deutlich werdenden, bis heute reichenden Folgen des Holocausts wird für Erwachsene wie Kinder gleichermaßen ein empathischer Zugang zum Thema geschaffen. Gerade in Anbetracht der immer weniger werdenden Zeitzeugen und des weiterhin existierenden Antisemitismus ein wichtiges Ziel historischer Bildung.

Zahlreiche didaktische Angebote für Jugendgruppen und Schulen ab der vierten Klasse

Die Ausstellung schafft für Erwachsene wie Kinder gleichermaßen einen empathischen Zugang zum Thema.

Die Ausstellung schafft für Erwachsene wie Kinder gleichermaßen einen empathischen Zugang zum Thema.

Neben der Ausstellung selbst wird es vor allem didaktische Angebote für Schulklassen und Jugendgruppen geben. Ziel ist es dabei, Schülerinnen und Schüler ab der 4. Klasse zu ermutigen, als Zeugen persönlicher Überlebensgeschichten selbst aktiv zu werden.

Die Ausstellung bietet die Grundlage, Geschichte kennen und fühlen zu lernen. So finden vor allem, aber nicht nur, Kinder und Jugendliche – egal welcher Herkunft und ungeachtet ihres Bildungsniveaus – einen Zugang zum Thema Holocaust und werden befähigt, dessen Bedeutung trotz zeitlicher Distanz zu begreifen.

Offizielle Eröffnung mit Zeitzeugen-Gespräch

Am Donnerstag, 5. Februar, 19 Uhr, wird zudem im Rahmen der offiziellen Eröffnungsveranstaltung der Holocaustüberlebende Siegmund Pluznik seine Geschichte erzählen und Fragen beantworten. Darüber hinaus wird es Fachvorträge und einen Workshop für Lehrerinnen und Lehrer zum Thema „Erinnern in der Migrationsgesellschaft“ geben.

Die Ausstellung sowie die sie begleitenden Angebote und Veranstaltungen sind Teile des städtischen Programms zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus.

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2 Gedanken über “Holocaust-Schicksale: Die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache zeigt die bewegende Ausstellung „Heimatsucher“

  1. Steinwache Beitrags Autor

    Zeitzeugengespräch mit Sigmund Pluznik in der Steinwache

    Ab dem 3. Februar ist die HEIMATSUCHER-Ausstellung zu Gast in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Dortmund. Die Fortführung der Kooperation mit dem Verein Borussia Dortmund und der Steinwache ermöglicht es nicht nur gute zwei Monate an einem geschichtsträchtigen Ort präsent zu sein, sondern bietet die Bühne für ein neues Porträt: Sigmund Pluznik, ein jüdischer Widerstandskämpfer.

    Dieses Porträt wird am Donnerstag, 5. Februar, zusammen mit ihm eingeweiht. Ab 19 Uhr wird Sigmund Pluznik Fragen zu seinem Leben beantworten. Zugleich wird seine eigene Ausstellung über seine Widerstandsgruppe in Fotos und Dokumenten gezeigt.

  2. Nordstadtblogger-Redaktion Beitrags Autor

    Verlängerung der Ausstellung „Heimatsucher“ bis zum 26. Juni

    Wer bis jetzt noch nicht Möglichkeit hatte, von den bewegenden Lebensgeschichten der Zeitzeugen zu hören oder zu lesen, ist herzlich eingeladen, die Ausstellung „Heimatsucher“ in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Steinstraße 50, zu besuchen. Die Ausstellung wurde bis zum 26. Juni verlängert.

    Die Ausstellung zeigt unterschiedliche Portraits von Holocaustüberlebenden aus Deutschland und Israel, die von ihrem Leben vor, während und nach der Schoah erzählen. Sie bietet die Grundlage, Geschichte kennen zu und fühlen zu lernen. So finden vor allem, aber nicht nur, Kinder und Jugendliche einen Zugang zum Holocaust.

    Private Gruppen, BvB-Fangruppen und Schulklassen ab der vierten Jahrgangsstufe können Führungen anmelden. Die 1 ½ -stündige Führung kostet 45 Euro. Für Dortmunder Schulklassen ist das Angebot kostenlos.

    Öffentliche Führungen finden am
    25. April, 11 Uhr, Der Holocaust und die Liebe
    9. Mai, 11 Uhr, Heimat – Trauma – Hoffnung
    21. Juni, 11 Uhr, Begegnungen schaffen – das künstlerische und didaktische Konzept hinter den Bildern

    Zum Ende der Ausstellung ist ein Zeitzeugengespräch mit der Überlebenden Erna de Vries geplant. Der Termin wird in Kürze unter http://www.heimatsucher.de bekannt gegeben.
    Kooperationspartner der Ausstellung sind Borussia Dortmund, die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache und HEIMATSUCHER e.V.

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