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100 Jahre Dada: Die anarchistische Kunstrichtung wird in Dortmund an 100 Tagen gefeiert

100 Tage Dada

Organisatoren und Akteure des Jubiläumsjahr des Dadaismus freuen sich. Fotos: Klaus Hartmann

Dortmunds Dada-Gemeinde scharrt vor Ungeduld schon mit den Füßen. Bald geht es los! Die Veranstaltungsreihe 100 Tage Dada zum 100-jährigen Jubiläum der anarchischen Kunstrichtung, 1916 im legendären Cabaret Voltaire in Zürich ins Leben gerufen, steht kurz bevor.

Aus der geplanten kleinen Dada-Reminiszenz ist eine große Reihe geworden

100 Jahre Dadaismus. Veranstaltungsreihe DADADO100. Sie sind ganz schön DADA: Das Projektteam DADADO 100 mit Richard Ortmann, Dieter Gawol und Anette Göke

Das Projektteam mit Richard Ortmann, Dieter Gawol und Anette Göke.

Mitorganisator Dieter Gawol reibt sich rückblickend die Augen. „Ich bin von der Komplexität, die diese Veranstaltung angenommen hat, erschlagen“, so der Künstler, der zusammen mit Anette Göke und Richard Ortmann federführend für den Veranstalter Kulturmeile Nordstadt, das Spektakel organisiert.

Immer mehr Akteure meldeten sich, um an dem Jubiläum mit eigenem Programm teil zunehmen. 25 Veranstaltungen stehen aktuell im Programm von DADADO100 plus eine Nachlese und drei Terminen „vorwech“. Die meisten sind bei freiem Eintritt zu sehen und zu erleben.

Im Mittelpunkt steht Dortmunds Dada-Pionier Richard Huelsenbeck

Dadainen, Foto: Stephan Schulz

Die Dadainen dadairren. Foto: Stephan Schulz

Am Montag, den 11. April wird das Grab von Dortmunds Dada-Pionier Richard Huelsenbeck um 15 Uhr auf dem Südwestfriedhof „auf Vordermann gebracht“.

Richard Huelsenbeck, flüchtete 1916 vor dem Kriegsdienst nach Zürich. Im legendären Cabaret Voltaire gründete der Pazifist Huelsenbeck, zusammen mit Gleichgesinnten, die Kunstrichtung Dadaismus.

Seine Jugend verbracht der Ur-DADA und bedeutende Chronist der Bewegung in Dortmund.Schon am Mittwoch den 13. April gibt es um 19Uhr im Stadtarchiv an der Märkischen Straße 14, ein „Anwärmbraining“ für Dada mit einer Lesung von Martin Mittermeier unter dem Motto: Nerven am Rande des Weltzusammenbruchs.

Letzten Freitag haben schon die Dadainnen beim Straßenmagazin Bodo dadairrt. Wer es verpaßt hat kann die skurrilen Damen noch mehrfach während der Hundert Tage sehen.

Vom Südwestfriedhof zieht ein „Lustmarsch der Trauer“ zur Pauluskirche

100 Tage Dada

Ein Sarg für den Ur-Dada von SargArt.

Am 21. April ist dann soweit. Der Start der Veranstaltungsreihe ist im Evinger Schloss am Nollendorfplatz 2 um 19:16 Uhr.

Es gibt Lesung, Texte und Improvisationen zum Thema „Motive des Dadaismus – Aktualität heute!“

Am Samstag, dem 23. April ist die Stadt schon ab 15 Uhr „ganz dada“. Dann trifft man sich auf dem Südwestfriedhof zum 125. Geburtstag Richard Huelsenbecks.

Die Trauer-Lust-Gemeinde defiliert am Grab von Jürgen „Kalle“ Wiersch vorbei um anschließend das Huelsenherz zu reanimieren. Nach Trauerrede, Grußworten und Dichtung inszenieren die Dadaisten einen „Lustmarsch der Trauer“ vom Südwestfriedhof quer durch die Stadt zur Pauluskirche in die Nordstadt, begleitet von der Bläserformation Schwarz-Rot Atemgold 09.

Auf ihren Schultern werden sie dann den von SargArt eigens kreierten Sarg für Huelsenbeck tragen. Ab 18 Uhr beginnt dann in der Pauluskirche die Eröffnungsveranstaltung für DADADO100. Bis 24 Uhr wird zum Preis von 19,16 Euro plus 0,84 € Spende für die Mitternachtsmission jede Menge Programm geboten.

Mehr Infos zu DADADO100 auf: www.dadado100.de

Mehr Infos auf nordstadtblogger.de:

„Laut, schrill, pompös und einfach dada“: Veranstaltungsreihe feiert den 100. Geburtstag der Kunstbewegung Dadaismus

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