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Verlässliche Spende macht Wohnungslosen-Weihnachtsfeier der Diakonie in Dortmund möglich

Bernd Hecker (r.) übergab erneut 2.000 Euro – eine wesentliche Hilfe für die Rainer Kein und Barbara Köster (Diakonisches Werk).

Von Susanne Schulte

Das erste Geld, das aus der Rewe-Stiftung gespendet wurde, ging an die Diakonie zur Ausrichtung der Weihnachtsfeier für erwachsene Wohnungslose. Seitdem, und das ist schon einige Jahre her, kann die Einrichtung der evangelischen Kirche auf den Scheck der Stiftung vertrauen.

REWE-Stiftung überreicht einen symbolischen Scheck

2000 Euro sind es auch dieses Mal, die Bernd Hecker, Vorstandsmitglied der Stiftung und Betriebsratsvorsitzender der Rewe Dortmund, mit einem symbolischen Scheck in der Geschäftsstelle des Diakonischen Werkes an der Rolandstraße vorbeibringt.

Mit dem Geld und dem anderer Spender ist es möglich, für 150 alleinstehende wohnungslose Männer und Frauen einen erinnerungswürdigen Abend auf die Beine zu stellen. „Viele machen sich richtig schick, kommen im Anzug“, erzählt Barbara Köster, die in der zentralen Beratungsstelle arbeitet und an Heiligabend auch im Reinoldinum im Einsatz ist.

Sie kontrolliert die vorher ausgegebenen Eintrittskarten, und das macht sie nicht gerne. Bislang, so sagt sie, habe man noch nie Menschen ohne Karte wegschicken müssen, da immer einige nicht kämen, die eine Karte hätten. Sie wünscht sich auch, dass am kommenden Mittwoch alle, die vor der Tür stehen, Platz finden.

Einladung wird seit 30 Jahren ausgesprochen

Die Feier richtet die Beratungsstelle seit mehr als 30 Jahren aus. Bei Kaffee und Kuchen hören die Gäste die Weihnachtsgeschichte, dann wird gemeinsam gesungen, dem Posaunenchor der Nicolaigemeinde und der Sängerin Stefanie Thomas sowie dem Ensemble Becoming Vocal zugehört. 30 Freiwillige servieren anschließend das Festtagsmenü mit Rinderbraten und Nachtisch.

Dies kocht seit Jahren das Team vom Menüservice Bracht, dessen Chef Andreas Bracht nicht nur ehrenamtlich an diesem Abend im Einsatz ist, sondern das Essen auch zum zweiten Mal spendiert. Auch das Ehepaar Schneider, von der Firma BSA Schneider aus Cappenberg füllt nicht nur die Weihnachtstüten für die Gäste, sondern hilft auch tatkräftig mit.
Bernd Hecker von der Rewe-Stiftung hilft in seinem Amt als Betriebsrat von Rewe Dortmund seinen Kollegen und Kolleginnen und hat dadurch eine besondere Verbundenheit zur Diakonie aufgebaut. Er weiß aus seinem Arbeitsalltag, wie schnell ein Mensch den Halt verlieren kann. Durch Scheidung, durch den Tod der Partnerin, durch unerwartete Geldforderungen sehen sich Menschen oft überfordert, kriegen ihre Routine nicht mehr geregelt.

Bernd Hecker – und seine Kollegen – vertrauen auf seine Kontakte zu Beratungsstellen und zur Personalabteilung. Er tut, was er kann, so hört man aus seinen Berichten über das ein und andere Schicksal, um die Ratsuchende und zeitweise Haltlosen wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Verlässliche Spende einer kleinen Stiftung

Die Rewe-Stiftung sei eine kleine Stiftung, so Hecker. Die Genossen der Rewe Dortmund Genossenschaft sind Einzelhändler zwischen Lippstadt und dem Bergischen Land. Sie spenden freiwillig, um das Stiftungskapital zu erhöhen. Die Zinsen aus diesem Kapital werden an vorwiegend soziale Vorhaben und Einrichtungen gespendet. 20000 bis 30000 Euro pro Jahr verteile die Stiftung. Da sind die 2000 Euro für die Weihnachtsfeier am 24. Dezember im Reinoldinum schon ein schönes Sümmchen.

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