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Nach dem Verlagsumzug: „grafit“ -Schätzchen bei „bodo“ – Liebhaberstücke und Klassiker im Buchladen in Dortmund

Suzanne Präkelt, Leiterin des bodo-Buchladens. Foto: Sebastian Sellhorst/ bodo

Suzanne Präkelt ist Leiterin des bodo-Buchladens in Dortmund. Foto: Sebastian Sellhorst/ bodo

Der Dortmunder Verlag „grafit“ hat seine Koffer gepackt. Seit dem 1. Januar gehört grafit, bekannt vor allem für seine Regionalkrimis, zum Kölner Emons Verlag. Einen Teil der Restbestände hat die ehemalige Verlagschefin Ulrike Rodi aber als Spende in Dortmund gelassen: Im „bodo“-Buchladen ist jetzt eine große Auswahl an grafit-Krimis ‑ vor allem seltene, vergriffene und Sammlerexemplare ‑ erhältlich.

Bücher von Jacques Berndorf, Gabriella Wollenhaupt oder Jürgen Kehrer

Die Bücher aus dem Dortmunder Verlag haben 30 Jahre lang spannende Geschichten erzählt: In Münster, in der Eifel, am Niederrhein oder im Ruhrgebiet haben AutorInnen wie Jacques Berndorf, Gabriella Wollenhaupt oder Jürgen Kehrer ihre Protagonisten Verbrecher jagen lassen. „Wir haben etwas in Bewegung gesetzt in Sachen deutscher Kriminalliteratur und sind dabei immer klein und familiär geblieben“, blickt Ulrike Rodi zurück. 27 der 30 Jahre des Verlags hat sie mitgestaltet. Ende 2018 ist sie ausgestiegen.

Vor allem, erklärt Ulrike Rodi, weil sich die Bedingungen für kleine Publikumsverlage sehr erschwert haben: „Der Buchhandel hat sich konzentriert, aber auch Leseverhalten und Mediennutzung der Menschen haben sich verändert. Deshalb bin ich an Emons mit der Frage herangetreten, ob sie grafit unter ihr Dach nehmen wollen.“

Der Kölner Verlag ist ebenfalls Experte im Krimi-Genre, ist aber zudem mit Bildbänden und Ratgebern sehr viel breiter aufgestellt als grafit. „Ich bin über die Lösung jetzt sehr glücklich. Emons wird die Marke grafit erhalten und das Programm weiterführen. Auch alle Autorinnen und Autoren sind an Bord geblieben.“

Große Auswahl an Grafit-Klassikern bei „Bücher schaffen Stellen“

„Gerade als Buchhändlerin finde ich es natürlich schade, dass grafit Dortmund verlassen hat“, sagt Suzanne Präkelt, Leiterin des modernen Antiquariats und des „bodo“-Projekts „Bücher schaffen Stellen“. „Dafür freuen wir uns aber über die tolle Spende, die Ulrike Rodi uns überlassen hat.“

Denn eine große Auswahl an Klassikern ‑ von „Grappa“ (Gabriella Wollenhaupt) über „Wilsberg“ (Jürgen Kehrer) bis „Lila“ (Lucie Flebbe) ‑ sind nun im Bestand des Buchladens zu finden. Dazu gehören auch viele seltene und vergriffene Titel: „Es sind schon einige Schätzchen dabei. Ich hoffe, dass sie in Liebhaberhände fallen“, wünscht sich Ulrike Rodi.

bodos modernes Antiquariat ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Wer online stöbern will: Der Webshop ist auf www.bodoev.de (unter Bücher schaffen Stellen) zu finden.

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