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Der Tod ist ein allgegenwärtiges Thema: In Dortmund eröffnet das Zentrum für Hospiz-, Palliativ- und Trauerbegleitung

    Eröffnung des Zentrums für Hospiz-, Palliativ- und Trauerbegleitung „gezeiten“. Foto: Diakonisches Werk Dortmund/Lünen

Die lange Namenssuche hat ein Ende. Gezeiten – so heißt das neue Zentrum für Hospiz-, Palliativ- und Trauerbegleitung in Dortmund, an dem die Diakonie, der Evangelische Kirchenkreis und Bethel.regional beteiligt sind. Eröffnet wurde es im Kaiserstraßenviertel.

Viele Wege und doch haben alle das gleiche Ende – der Tod kein Hintergrundthema mehr

Wie Ebbe und Flut ist auch das menschliche Leben von Gezeiten und Zeit bestimmt. Wir durchlaufen verschiedenste Stationen von der Geburt bis zum Tod – der eine mehr, der andere weniger. „Wie viele Stationen jeder durchläuft, entzieht sich unserem Einfluss“, sagt Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund Heike Proske.

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Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, Heike Proske. Fotos (2): Jennifer Pahlke

Uns allen ist aber eines gemeinsam – der Tod. „Der Abschied und auch das darüber hinwegkommen ist schwer“, so Proske. Und genau dabei brauche es Unterstützung und Begleitung, dass niemand sich nicht beschützt, nicht gestärkt und vor allem alleingelassen und nicht begleitet fühle.

Der Tod ist kein Hintergrundthema, sondern beschäftige die Menschen schon seit Anbeginn der Zeit. Jeder wünscht sich, wenn er sich denn mit dem Thema auseinandersetzt, einen guten und schmerzfreien Tod, meist in den eigenen vier Wänden. In der Realität sterben die meisten Menschen jedoch in Krankenhäusern.

Deswegen bietet „gezeiten“ verschiedene Dienste in unterschiedlichen Feldern rund um Hospiz- und Trauerarbeit an. Diese richten sich an schwerkranke, sterbende Menschen und auch ihre Angehörigen und Familien, die ebenfalls unterstützt werden sollen.

Aufteilung der Arbeit unter den vier Partnern und doch eine übergreifende Zusammenarbeit

Die Bereiche gliedern sich in den Ambulanten Hospizdienst, den Palliativ-Pflegedienst, das Hospiz am Ostpark und den Evangelischen Kirchenkreis. Jeder der vier Partner, die schon seit 15 Jahren zusammenarbeiten, hat seinen Schwerpunkt; Sie alle arbeiten jedoch übergreifend und zusammen, um die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.

Ulf Schlüter, Theologischer Vizepräsident der Evangelischen Landeskirche

So kümmern sich die Mitarbeiter des Ambulanten Hospizdienstes der Diakonie darum, dass schwerkranke Menschen und ihre Angehörigen in ihrem Alltag und Umfeld unterstützt werden. Eine weitere Aufgabe ist, dass er engagierte Bürger zu ehrenamtlichen Helfern durch Weiterbildungen und Schulungen qualifiziert.

Der Palliativ-Pflegedienst fokussiert auf die Pflege schwerkranker und sterbender Menschen. Zusätzlich berät Fachpersonal der Diakonie und Bethel.regional zu allen Fragen rund um die letzte Lebenszeit und notwendige und optionale Schritte, wie z.B. die Möglichkeit einer stationären Aufnahme im Hospiz am Ostpark.

Der Evangelische Kirchenkreis Dortmund bietet besonders qualifizierte Trauerbegleitung und Seelsorge an. Das Ziel ist, den Menschen so viele Bürden wie möglich abzunehmen und sie durch das Hilfesystem zu lotsen und individuelle und vor allem geeignete Unterstützungsmöglichkeiten für jeden zu finden.

Viele Fragen und die einzige greifbare Antwort ist Unterstützung

Insgesamt hat es drei Jahre gedauert, bis das Zentrum in der Arndtstraße eröffnet werden konnte. Der Theologische Vizepräsident der Evangelischen Landeskirchen Ulf Schlüter beschreibt: „ Es gibt viele Fragen zum Thema Tod, nicht alle können wir beantworten und das steht uns auch nicht zu“. Aber was wir machen können, sei, die Menschen so gut es gehe, auf ihrem Weg zu unterstützen.

 

 

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