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CORONA: Die Tafel schließt Filialen, doch alle Kund*innen werden nach Anruf in der Nordstadt zum Einkauf erwartet

14.000 Menschen werden in Dortmund mit Lebensmitteln von der Dortmunder Tafel versorgt. Archivfoto: Klaus Hartmann

Verkaufsstelle der Dortmunder Tafel an der Haydnstraße. Hier und an der Osterlandwehr werden weiter Lebensmittel ausgegeben. Die kleineren Filialen bleiben aufgrund der Corona-Krise vorerst geschlossen. Foto: Klaus Hartmann/Archiv

Von Susanne Schulte

Bei der Tafel geht der Verkauf von Lebensmitteln trotz der Schließung der kleinen Filialen für alle Kund*innen weiter. Wie der Vorsitzende des Vereins, Horst Röhr, den Nordstadtbloggern erklärte, müssen die Käufer*innen aus Scharnhorst und Hörde, Dorstfeld und Körne, Huckarde und Wickede vorher anrufen (Telefon 0231/4773240), dann bekommen sie eine Zeit genannt, in der sie zum Einkauf in der Haydnstraße oder der Osterlandwehr erwartet werden. Eine Namensliste aller Kund*innen der Kleinstfilialen, die vorliege, vereinfache die ganze Sache.

Neues und ehemaliges Verkaufspersonal hat sich zum Einsatz beim Verein gemeldet

Dr. Horst Röhr ist Vorsitzender der Dortmunder Tafel.

Dr. Horst Röhr ist Vorsitzender der Dortmunder Tafel. Foto: Alex Völkel/Archiv

Die Öffnungszeiten der beiden geöffneten Verkaufsstellen haben sich nicht geändert. Und auch das Warenangebot ist konstant. „Unsere Erfahrung bislang ist: Wir erhalten nicht weniger Lebensmittel, in Einzelfällen sogar mehr“, so Röhr. Beim Personal gebe es ebenfalls keinen Mangel. 

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Unter den mehr als 400 Ehrenamtlichen seien viele, die laut Definition der Fachleute einer Risikogruppe angehörten, und einige hätten ihren Dienst vorübergehend ausgesetzt, aber es käme viel Hilfe von Menschen, die zum ersten Mal bei der Tafel mithelfen wollten. 

So habe Patrick Arens, der bekannte und engagierte Dortmunder Schausteller, sich beim Beiratsmitglied Thomas Westphal erkundigt, ob und wie er mitarbeiten könne. „Auch viele ehemalige Bundesfreiwillige rufen an und wollen eingesetzt werden“, sagt der Vereinsvorsitzende. „Die Solidarität ist einzigartig und außerordentlich.“

Die Öffnungszeiten an der Haydnstraße und der Osterlandwehr sind die gleichen geblieben

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Die Öffnungszeiten der Tafel an der Oberlandwehr sind:

  • montags von 13.30 bis 15.20 Uhr
  • dienstags von 10.30 bis 12.30 Uhr
    und 13.15 bis 13.55 Uhr
  • mittwochs und donnerstags von 10.30 bis 12.30 Uhr und 13.15 bis 14.55 Uhr
  • freitags von 10.30 bis 12.30 Uhr
    und 13.15 bis 13.55 Uhr. 
  • Die Filiale an der Haydnstraße ist geöffnet von Mittwoch bis Freitag von 12.30 bis 13.50 Uhr und am Samstag von 10 bis 11.20 Uhr.

 

Diakonie setzt Beratung und medizinische Hilfe für Wohnungslose fort

Die Zentrale Beratungsstelle für Wohnungslose befindet sich im Haus der Diakonie in der Rolandstraße.

Die Zentrale Beratungsstelle für Wohnungslose befindet sich im Haus der Diakonie in der Rolandstraße.

Die Fortsetzung der Beratung und der medizinischen Hilfe meldet die Diakonie für die Wohnungslosenhilfe. In Absprache mit der Stadt Dortmund bleibe die Beratungsstelle für wohnungslose Menschen weiter geöffnet, heißt es dazu in der Pressemitteilung. 

Mit dem Gesundheitsamt wird die medizinische Versorgung organisiert und in der Einrichtung an der Rolandstraße 10 können die Frauen und Männer weiterhin duschen. Kleiderkammer und Tagesaufenthalt bleiben jedoch geschlossen.

Die Verpflegung bleibt auch gesichert. Bis auf donnerstags und sonntags erhalten die Gäste der Kana-Suppenküche an der Mallinckrodtstraße 114 jeden Tag um 12 Uhr ein Essen, das immer am selben Tag von den Teams der Kana- und der geschlossenen Wichern-Suppenküche zusammengestellt wird.

 

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Ein Gedanke zu “CORONA: Die Tafel schließt Filialen, doch alle Kund*innen werden nach Anruf in der Nordstadt zum Einkauf erwartet

  1. Dortmunder Tafel (Pressemitteilung)

    Dortmunder Tafel weitet Angebot wieder aus
    Großartige Unterstützung aus der Stadtgesellschaft

    In Zeiten der Corona-Krise musste die Dortmunder Tafel in der letzten Woche ihr Angebot deutlich einschränken, da viele der ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen wegen ihres Alters und Erkrankungen zur Risikogruppe gehören und die Tafel ihrer Fürsorgepflicht nachkommen muss.

    Gleichzeitig gibt es eine Vielzahl von Angeboten, die Tafel-Arbeit zu unterstützen, so dass die bedürftigen Menschen in Dortmund nicht zusätzlich durch die Krise benachteiligt werden.
    So konnten durch den Schaustellerverband und den Verein „Bewusst wie“ erste Kunden beliefert werden.

    In der Filiale Scharnhorst sind die räumlichen Voraussetzungen gegeben, den Verkauf auch unter den besonderen Vorschriften durchzuführen. Erfreulicherweise haben sich ausreichend Ehrenamtliche gemeldet, so dass ab dem 2. April der Verkauf für die Donnerstagskunden in Scharnhorst zu den üblichen Zeiten (13.55 – 15.55 Uhr) wieder starten kann.

    Die Tafel ist zuversichtlich, in Kürze auch den Montag in Scharnhorst wieder zu eröffnen.

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