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Niemanden alleine lassen: Malteser Hospizdienste möchten den Menschen auch in der Krise beistehen

Das Leben nimmt auch in der Krise seinen gewohnten Lauf. Daher ist es wichtig, dass Angebote wie die Hospizdienste weitergeführt werden, um schwerkranken und sterbenden Menschen beizustehen. Foto: Lisa Beller/Malteser

Unabhängig von Corona benötigen viele schwerkranke oder sterbende Menschen, lebensverkürzt erkrankte Kinder und Jugendliche sowie ihre jeweiligen Angehörigen Hilfe bei der Bewältigung des Alltags. Ambulante Hospizbegleiterinnen und -begleiter haben diese Menschen wegen der Kontaktbeschränkungen nicht mehr persönlich besuchen können. Wenn es möglich war, telefonierten und chatteten die Begleiter und Hilfesuchenden miteinander. Mit der Lockerung der Kontaktbeschränkungen werden jetzt aber wieder persönliche Begleitungen unter Auflagen möglich. 

In Dortmund sind 99 Ehrenamtler*innen im Malteser-Hospizdienst aktiv

Monika Jost ist die Leiterin der Malteser Hospizdienste St. Christophorus in Dortmund. Foto: Benjamin Eckert

„Wir haben es insbesondere bei Sterbenden mit einer Risikogruppe zu tun. Wir prüfen deshalb, ob ein persönlicher Besuch möglich ist oder ob zum Beispiel eine intensive telefonische Begleitung der bessere Weg ist“, sagt Monika Jost Leiterin der Malteser Hospizdienste St. Christophorus Dortmund. ___STEADY_PAYWALL___

Die besonderen Hygiene- und Schutzvorkehrungen, die die Ehren- und Hauptamtlichen vornehmen, sollen den Betroffenen und Angehörigen Mut machen, Begleitung in Anspruch zu nehmen. Nach wie vor gibt es Ängste und Sorgen. „Wir gehen sehr verantwortungsvoll mit Anfragen um. Wir wollen auch unter den erschwerten Gegebenheiten die Nähe geben, die möglich ist, und im Sterben sowie bei akuter Trauer niemanden allein lassen“, erläutert Monika Jost.

In Dortmund sind in der Malteser Hospizgruppe 99 ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter unter der Leitung von Monika Jost aktiv. Weil einige selbst zu Risikogruppen zählen, sind es derzeit weniger. Deutschlandweit engagieren sich 4.000 ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und -begleiter in den Hospizdiensten der Malteser. Im vergangenen Jahr besuchten sie 10.000 schwerkranke Menschen und rund 21.000 Angehörige und trauernde Menschen.

 

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