Das sind die Spielpläne 2024/2025 für Oper, Ballett und Philharmoniker:

Musiksparten bieten Mischung aus Abschied, Erinnerung und künstlerischem Feuerwerk

Die Oper, das Ballett und die Philharmoniker präsentieren eine Spielzeit, die von drei großen Abschieden geprägt ist. Foto: Alex Völkel für Nordstadtblogger.de

Nach dem Schauspiel und und dem Kinder- und Jugendtheater stellen wir nun auch das Programm der Musiktheatersparten des Theater Dortmund für die Saison 2024/2025 vor. Die Oper, das Ballett und die Dortmunder Philharmoniker präsentieren eine Spielzeit, die von drei großen Abschieden geprägt ist. Die Spielzeit 2024/2025 verspricht eine Mischung aus Abschied, Erinnerung und künstlerischem Feuerwerk, das weitüber die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus strahlen soll.

La Traviata, Fledermaus, Sweeney Todd und Götterdämmerung in der Oper Dortmund

Die Oper Dortmund eröffnet die Saison mit Giuseppe Verdis „La Traviata“ in der Inszenierung von Vincent Boussard. Ilaria Lanzino, Gewinnerin der International Opera Awards 2023, inszeniert Wolfgang Amadeus Mozarts „“. Hinrich Horstkotte bringt Johann Strauss‘ „Die Fledermaus“ vor Silvester auf die Bühne. Gil Mehmert inszeniert das Musical „Sweeney Todd“.

Ein Höhepunkt der Saison ist die Premiere von Richard Wagners „Götterdämmerung“ in der Regie von Peter Konwitschny. Damit wird der Dortmunder „Ring des Nibelungen“ vollendet. Im Mai 2025 findet die erste zyklische Aufführung des „Dortmunder Rings“ im Rahmen des Festivals „Wagner-Kosmos“ statt. Das Festival wird auch nach Abschluss des Ring-Zyklus fortgeführt.

Die Ära von Ballettintendant Xin Peng Wang geht zu Ende

Dortmunder Ballettchef Xin Peng Wang diskutiert am Tag der Menschenrechte
Dortmunder Ballettchef Xin Peng Wang Archivfoto: Klaus Hartmann für Nordstadtblogger.de

Die Spielzeit 2024/2025 markiert das Ende der Ära von Ballettintendant Xin Peng Wang nach 21 Jahren. Wang eröffnetdie Saison mit seiner Choreographie von „La Bayadère“, die er ins Hollywood der 1920er Jahre verlegt.

Der israelische Choreograph Nadav Zelner präsentiert die Neuproduktion „Dips“, ein Ballettmenü zum zehnjährigen Jubiläum des NRW-Juniorballetts. Wiederaufnahmen von „Schwanensee“, „Ein Sommernachtstraum“ und die „Internationalen Ballettgalas“ runden das Programm ab. Im August 2024 tritt das Ballett Dortmund mit „Ein Sommernachtstraum“ bei den Salzburger Festspielen auf.

Die Philharmoniker nehmen Abschied von Generalmusikdirektor Gabriel Feltz

Auch bei den Dortmunder Philharmonikern endet eine Ära. Generalmusikdirektor Gabriel Feltz verabschiedet sich nachzwölf Jahren. Feltz dirigierte in Dortmund über 150 Philharmonische Konzerte und 27 Premieren.

Dortmunds Generalmusikdirektor Gabriel Feltz

Für seine letzte Spielzeit plant er Aufführungen von Ottorino Respighis sinfonischen Dichtungen, Benjamin Brittens „Sinfonia daRequiem“ und Dimitri Schostakowitschs 4. Sinfonie. Der Zyklus der großen mittleren Sinfonien von Gustav Mahler endetmit der 7. Sinfonie.

Ein besonderes Projekt ist die Zusammenarbeit mit der Beogradska Filharmonija, die nach dem Erfolgdes Beethoven Marathons 2022 zurückkehrt. Ein ganzer Tag wird Sergej Rachmaninow gewidmet, mit dreiKlavierkonzerten und drei Sinfonien innerhalb von 12 Stunden. Pianisten Beatrice Berrut, Olga Scheps und BerndGlemser begleiten die Aufführungen.

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  1. Dortmunder Philharmoniker eröffnen die neue Konzertsaison 2024/2025 1. Philharmonisches Konzert DEM HIMMEL ENTGEGEN (PM)

    Zum Auftakt der Konzertsaison präsentieren die Dortmunder Philharmoniker Werke von Johannes Brahms und Robert Schuhmann. Unter dem Motto DEM HIMMEL ENTGEGEN stehen im 1. Philharmonischen Konzert das 2. Klavierkonzert von Johannes Brahms in B-Dur und Robert Schumann „Rheinische“ Sinfonie Nr. 3 in Es-Dur auf dem Programm. Unter dem Dirigat von Hossein Pishkar spielen die Dortmunder Philharmoniker mit Pianistin Anna Tsybuleva jeweils am Dienstag, 17. September 2024, und Mittwoch, 28. September 2024, um 19.30 Uhr im Konzerthaus Dortmund.

    Brahms‘ 2. Klavierkonzert ist der Koloss unter den Solokonzerten und wurde wegen seines musikalischen Gehalts und der Erweiterung um einen vierten Satz von den ersten Aufführungen an in die Nähe der Sinfonie gerückt. Geradezu als Inkarnation der Romantik kann sein magischer, ins Weite weisender Beginn gelten. Vorwärtstreibende Energie prägt die Klangwelt dieses Konzerts nicht weniger als erfüllte Kantabilität und sonnige Heiterkeit.

    Im Falle von Robert Schumanns „Rheinischer“ Sinfonie können wir das Himmelsstrebende mit einem bestimmten Ereignis verknüpfen: Der Komposition gingen zwei Reisen nach Köln unmittelbar voran, auf denen Schumann vom „Anblick des grandiosen Doms“ tief beeindruckt war. Als ausgemacht gilt, dass dieses Dom-Erlebnis einen Niederschlag im feierlichen vierten Satz der Sinfonie gefunden hat, in dem Schumann die kirchlich-religiöse Sphäre aufruft.

    Der junge iranische Dirigent Hossein Pishkar wurde bekannt durch zahlreiche Auszeichnungen, wie 2017 dem Deutschen Dirigentenpreis oder dem Ernst-von-Schuch Preis. Pishkar dirigierte bereits Orchester wie das Orchestre Philharmonique de Strasbourg, Orchestre de Chambre de Lausanne, Orquesta Ciudad de Granada, das Qatar Philharmonic Orchestra, Slovenian Philharmonic Orchestra, Staatsorchester Stuttgart und das WDR-Sinfonieorchester.

    Anna Tsybuleva erlangte als junge russische Pianistin mit dem Gewinn der Leeds International Piano Competition im Jahr 2015 Bekanntheit. Seit ihrem Studium am Moscow Conservatoire hat Tsybuleva international mit vielen Orchestern, wie dem Luzerner Sinfonieorchester, dem Orquesta Extremadura oder dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra konzertiert und mit verschiedenen namenhaften Dirigenten, wie Alain Altinoglu, Sir Mark Elder und Jonathon Heyward zusammengearbeitet.

    Karten sind an der Theaterkasse im Kundencenter, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder auf http://www.theaterdo.de erhältlich.

  2. Spielzeiteröffnung im Opernhaus Dortmund mit Guiseppe Verdis „LA TRAVIATA“ – Premiere am Sonntag, 15. September 2024 um 18 Uhr (PM)

    Mit einer der meistgespielten und erfolgreichsten Opern eröffnet die Oper Dortmund die Spielzeit 2024/2025. Giuseppe Verdis Oper LA TRAVIATA erzählt die tragische Liebesgeschichte von Violetta Valéry und Alfredo Germont. Die Edelkurtisane führt in Paris ein Leben zwischen Glanz und Elend. Alles ist nur Spiel und Schein, auch die Liebe, bis Alfredo Germont in ihr wahre Gefühle erweckt. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer. Violetta, die an Schwindsucht leidet, wird erst gedemütigt und kann ihrem Schicksal nicht entrinnen. In der Premiere am Sonntag, 15. September 2024, um 18 Uhr werden Anna Sohn als Violetta Valéry und Andrea Carè als Alfredo Germont zu sehen sein. Die musikalische Leitung hat Will Humburg. Erstmalig inszeniert an der Oper Dortmund Vincent Boussard.

    „LA TRAVIATA“ erzählt die Geschichte von Violetta Valéry, einer berühmten Kurtisane, und ihrer Liebe zu Alfredo Germont. Bei einem festlichen Empfang in Violettas Haus lernen sich die beiden kennen und verlieben sich. Violetta gibt ihr bisheriges Leben auf und zieht mit Alfredo aufs Land. Doch Alfredos Vater, Giorgio Germont, sieht den Ruf seiner Familie in Gefahr und überzeugt Violetta, sich von Alfredo zu trennen. Schweren Herzens verlässt sie ihn und kehrt nach Paris zurück. Alfredo, der den wahren Grund ihrer Trennung nicht kennt, ist am Boden zerstört. Es kommt zu einer dramatischen Auseinandersetzung bei einem Ball, wo Alfredo Violetta öffentlich demütigt. Am Ende, von Krankheit gezeichnet und dem Tode nahe, vergibt Violetta Alfredo. Die beiden finden für kurze Zeit zueinander, bevor sie schließlich stirbt.

    Giuseppe Verdi (1813-1901) zählt zu den bedeutendsten Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts. Mit Werken wie „RIGOLETTO“, „AIDA“ und „OTELLO“ prägte er die italienische Oper und hinterließ ein unvergleichliches musikalisches Erbe. Verdi verstand es meisterhaft, tiefe menschliche Gefühle und dramatische Situationen in Musik zu fassen.

    Nur ein einziges Mal hat Giuseppe Verdi ein zeitgenössisches Sujet in eine Oper verwandelt: In seiner als Roman und Theaterstück bekannt gewordenen Kameliendame hat der Pariser Autor Alexandre Dumas d. J. eine auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte literarisch verarbeitet. Doch erst durch Verdis Musik gelangte der Stoff zu wahrer Unsterblichkeit: Große Musik zu großen Gefühlen und eine mitreißende Handlung über Liebe, Eifersucht und Tod.

    Karten sind an der Theaterkasse im Kundencenter, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder auf http://www.theaterdo.de erhältlich.

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