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Bilder treffen Buchstaben – Erster Dortmunder Comicstreit im Museum für Kunst- und Kulturgeschichte

Der erste Dortmunder Comicstreit im Museum für Kunst- und Kulturgeschichte. Fotos: Leonie Krzistetzko

Von Leonie Krzistetzko

Vier ComicliebhaberInnen diskutieren vor Publikum über ihre Lieblingswerke und Neuerscheinungen: Das ist das Prinzip des Dortmunder Comicstreits, der am Donnerstag im Café des Museums für Kunst- und Kulturgeschichte zum ersten Mal veranstaltet wurde.

Dortmunder Comicstreit thematisiert auch Mangas und Graphic Novels

Sophia Paplowski von der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund hat den Comicstreit initiiert.

„Angelehnt ist der Comicstreit an den Bücherstreit, den die Stadt- und Landesbibliothek zu den Buchmessen zweimal im Jahr veranstaltet“, sagt Initiatorin Sophia Paplowski von der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund. Seit März dieses Jahres ist sie dafür zuständig, den Bereich der Comics zu lektorieren, also auszusuchen, welche Comics neu angeschafft werden.

Der Comicstreit ist ein Projekt von ihr und Nassrin Sadeghi, Projektleiterin vom im April eröffneten Schauraum: Comic + Cartoon. Er ist der Rahmen des Comicstreits. „Der Schauraum wird sehr gut angenommen“, so Paplowski, „Die Museumsnacht war zum Beispiel wirklich überwältigend, wir hatten wahnsinnig viele Leute zu Besuch“.

Paplowski und Sadeghi sind nur zwei der vier ComicliebhaberInnen, die über die verschiedenen Werke diskutieren. Auch Alexander Braun, Kurator mehrerer Ausstellungen im Schauraum, sowie Stefan Mühlhofer, Leiter der Dortmunder Kulturbetriebe, sind Teil des Quartetts.

Zusammen diskutieren sie darüber, ob die einzelnen Zeichnungen der Comics zum Verweilen einladen oder ob die Schrift maschinell oder per Hand gesetzt wurde. Unter den besprochenen Werken finden sich klassische Comics, aber auch Graphic Novels und Mangas. Das Publikum kann derweil jederzeit Fragen stellen und sich die einzelnen Exemplare anschauen.

„Schauraum: Comic + Cartoon“: Comics als Quellen der Geschichte

Stefan Mühlhofer und Alexander Braun (von links) sind Teil des Dortmunder Comicstreits.

Paplowski ist selbst Comicliebhaberin: „Comics begleiten mich schon mein ganzes Leben. Ich denke, jeder hat mal mit ,Asterix‘ oder ,Tim und Struppi‘ angefangen und ich bin drangeblieben.“ Sie findet: „Durch Comics bekommt man einen ganz anderen Zugang zu den Inhalten, einfach dadurch, dass es dort Bild und Text gibt. Beim Buch muss man sich alles selbst vorstellen.“

Dass Comics zudem nicht nur unterhaltsam seien, sondern auch als historische Belege dienen, zeige sich in der aktuellen Ausstellung des Schauraums „Nimm das, Adolf! Zweiter Weltkrieg im Comic“, die noch bis zum 15. März 2020 läuft.

Der Zweite Weltkrieg wird auch das Thema des nächsten Comicstreits sein. Am 6. Februar 2020 geht es im Café des Museums für Kunst- und Kulturgeschichte um „Comics, die im dritten Reich spielen“. Der Eintritt ist frei.

Mehr zum Thema auf nordstadtblogger.de:

schauraum comic + cartoon: „Nimm das, Adolf!“ -wie Superman und Co. die Nazi-Schergen das Fürchten lernten 

 

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