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„Muster“: 18 Mitglieder der Dortmunder Gruppe zeigen ab Sonntag ihre Arbeiten im Torhaus Rombergpark

„Muster“ ist Titel einer Gemeinschaftsausstellung der Dortmunder Gruppe im Torhaus Rombergpark, die am Sonntag eröffnet wird. Unser Foto zeigt einen Teil der teilnehmenden KünstlerInnen. Fotos: Joachim vom Brocke

Von Joachim vom Brocke

„Muster“ ist die Gemeinschaftsausstellung der Dortmunder Gruppe im Torhaus Rombergpark überschrieben. Eröffnung ist am Sonntag (5. Mai) um 11 Uhr. Eine Einführung zu den gezeigten Arbeiten gibt der Schauspieler Carsten Bülow. Insgesamt 18 KünstlerInnen präsentieren bis zum 26. Mai in dem kleinen, aber feinen Ausstellungsraum ihre Arbeiten.

Plastische Arbeiten, Skulpturen, Bilder: von Verhaltensmustern und Zwängen der Gesellschaft

Zu sehen sind Bilder ebenso wie plastische Arbeiten und Skulpturen, etwa aus Holz und Pappe.

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Neben floralen Ornamenten werden auch menschliche Verhaltensmuster aufgezeigt, die genormten Zwänge der Gesellschaft vorgeführt. „Fehlgeleitete Aufmerksamkeit, Umwelt und Realitätsverlust, Machtstreben und die Schnelllebigkeit sind Themen, mit denen sich die 18 teilnehmenden KünstlerInnen auseinandersetzen“, sagt Sprecherin Gudrun Kattke.

Marlies Blauth, Pia Bohr, Jan Bohrmann, Maria Teresa Crawford Cabral, Mariana Gonzáles Alberti, Sabine Held, Gudrun Kattke, Erwin Löhr, Silvia Liebig, Dina Nur, Brian Parker, Monika Pfeiffer, Alexander Pohl, Christian Psyk, Erika A. Schäfer, Roul Schneider, Claudia Terlunen, Wolfgang Schmidt sind die 18 KünstlerInnen, die bei „Muster“ dabei sind.

Mobile aus alten Landkarten schwebt im Fenster: alles fließt – nichts bleibt, wie es ist

Aus ganz unterschiedlichen Materialien sind die Arbeiten. „Ausgemustert“ nennt Claudia Terlunen ihr Mobile aus alten Landkarten, die im Fenster des Torhauses sanft schweben. Die Künstlerin will damit unter anderem „die kurzlebige Aktualität von Landkarten durch den stetigen Wandel von Strukturen“ aufzeigen.

Monika Pfeiffer präsentiert „Musterhäuser“ – Häuser aus Pappe. Passend für die unterschiedlichen BewohnerInnen, doch nur in Form der bedruckten Oberfläche. „Ansonsten“, erklärt Monika Pfeiffer, „sind alle Häuser genormt, wie so vieles in unserer Umwelt“.

Mariana Gonzáles Alberti präsentiert einen gedeckten Tisch mit „sieben umnützlichen Schalen“. „Vielleicht auch Musterschalen für die Ewigkeit“, sagt sie. Die Schalen sind handgetöpfert und mit Rauch gefärbt.

Wolfgang Schmidt ist mit mehreren Arbeiten vertreten. Er nutzt alltägliches Material, um seinen Figuren eine außergewöhnliche Veränderung zukommen zu lassen.

Digitale Welt trifft auf analoge Welt: Platinen und Zedernholzspäne in einem Zusammenhang

Col-Foto-Montagen im Rahmen stammen von Erika A. Schäfer. In vielfacher Reihenfolge bzw. Montagen fügt sich in ihren Arbeiten ein gewolltes Muster zu einem Ganzen zusammen.

Die digitale Welt trifft sich bei Jan Bohrmann mit der analogen Welt. In seinem „Digiloges“ sind Platinen und Schnitzspäne von einer Zeder verarbeitet. Bei den Spänen handelt es sich um die Arbeitsspuren eines Bildhauers.

Ebenfalls dabei ist Roul Schneider, der nur einen Tag vorher, am Samstag, 4. Mai, um 14 Uhr eine weitere Ausstellung im Kunstraum Dortmund des Langen August an der Braunschweiger Straße 22 eröffnet. „wERDEn“ ist der Titel. Seine vielfach schwergewichtigen Arbeiten sind aus Ton und anderen Naturstoffen.

„Unterwegs in Wolkenkuckucksburg – Go, get it!“ ist Titel einer fünfteiligen Wandinstallation aus bedruckten Papierbahnen von Sabine Held.

Hinter ihrer Arbeit steckt die Frage, ob das gesellschaftliche Credo (Streben nach Erfolg, höher-schneller-weiter, ständiges Wachstum) tatsächlich Zufriedenheit bringt oder letztlich nur ein Luftschloss ist – oder ein Verhaltensmuster, das von vielen nicht mehr hinterfragt wird.

Weitere Informationen:

  • „Muster“ wird am Sonntag, 5. Mai, 11 Uhr, eröffnet und dauert bis 26. Mai.
  • Die Öffnungszeiten: dienstags bis samstags von 14 bis 18 Uhr, sonntags von 10 bis 18 Uhr.
  • Der Eintritt ist frei.

 

 

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