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„dreizeit“ in Dortmund: Ehrenamtliche Senioren bilden mit Kindern ein Tandem für gemeinsame Aktivitäten

dreizeit soll Junioren und Senioren zusammenführen und sie die Umwelt neu entdecken lassen.

Von Peter Kozyra

Zusammen die Umwelt erforschen, Neues erleben und entdecken – Das Projekt „dreizeit“ bringt in Dortmund und Hagen jeweils zwei Kinder im Alter zwischen sieben und acht Jahren und einen Senior oder eine Seniorin ab 55 Jahren zu einem Tandem zusammen.

„Nicht jedes Kind hat die gleichen Chancen. Das wollen wir ändern“

Dabei geht es jedoch nicht um zweisitzige Fahrräder, sondern um eine Verbundenheit über ein Jahr, in dem regelmäßig gemeinsam Aktivitäten unternommen werden.

„Nicht jedes Kind hat die gleichen Chancen. Das wollen wir ein Stück weit ändern“, so dreizeit- Programmkoordinator Benedikt Stumpf. Sozial schwache Familien haben oft nicht die Möglichkeiten, ihre Kinder umfassend zu fördern und sie zu Aktivitäten zu begleiten.

Die Teilnehmenden bilden ein Dreiergespann – Ein Senior betreut dabei immer zwei Kinder

„Zusätzlich versuchen wir Kinder aus der digitalen Welt wieder nach draußen zu holen, wo sie Neues ausprobieren können, spielend lernen und vielleicht neue Fähigkeiten und Interessen an sich entdecken“, betont Benedikt Stumpf.

Das Projekt setzt auf Langfristigkeit – Tandem geht über ein Jahr

Da ein wirkliches Kennen- und Verstehenlernen im Tandem jedoch Zeit braucht, ist das es von vornherein auf ein Jahr ausgelegt. In diesem Zeitraum haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, von, mit und über einander zu lernen.

Gemeinsam sollen, über das Jahr verteilt, gemeinsame Projekte, Aktivitäten und Ausflüge in den Bereichen „Wald“, „Landwirtschaft“, „Ernährung“ und „Handwerk“ durchgeführt werden. Dabei werden die Senioren wie die Junioren von jeweiligen Fachkundigen beraten und betreut.

„Oft fehlt nur der Anreiz und die Möglichkeit, bevor Kinder neue Interessen und Fähigkeiten entwickeln, so Stumpf. „Beides möchten wir bieten.“

Ein ganz anderer Erfahrungshorizont für förderbedürftige Kinder

Durch diese Partnerschaft soll den Kindern aus schwierigen Lebensumständen ermöglicht werden, was ihnen in ihrem Umfeld oder durch ihre familiäre oder finanzielle Lage nicht möglich ist: die Umwelt spielerisch zu erkunden und dabei von der Erfahrung der Ehrenamtlichen zu profitieren.

„Egal ob einfach ein wenig Bewegung im Freien, neue Eindrücke oder Fertigkeiten – die Kinder nehmen auf jeden Fall viel mit“, sagt Stumpf.

Das Projekt möchte den Kindern einen ganz anderen Erfahrungshorizont bieten. So lernen die Kinder eine neue Seite der Umwelt und auch an sich kennen, wenn sie Dinge erleben, Fähigkeiten ausprobieren und ihrer Neugier Stoff geboten wird. „was im Schulalltag oft nicht passieren kann“, fügt Stumpf hinzu.

Die Senioren wiederum begleiten die Kinder durch die verschiedenen Aktivitäten, die ihnen Anreize zur einer umfassenderen Entwicklung bieten sollen. „Wir freuen uns über das große Interesse und die vielen Teilnehmer, aber wir haben noch Kapazitäten für mehr Teilnehmer“, sagt Stumpf.

Ehrenamtliche Senioren sowie interessierte Kinder für Tandems gesucht

Das dreizeit-Team sucht demnach weiterhin nach interessierten Teilnehmern beider Altersklassen. Die Teilnahme an dem Programm ist kostenlos und ehrenamtlich. Um eine Anmeldung bis zum Ende des Monats Mai wird gebeten, da ab Juni die erste Phase beginnen soll.

Weitere Informationen finden Sie auf der dreizeit-Homepage sowie in diesem Flyer.

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2 Gedanken über “„dreizeit“ in Dortmund: Ehrenamtliche Senioren bilden mit Kindern ein Tandem für gemeinsame Aktivitäten

  1. Dreizeit

    dreizeit-Schnupperangebot: Gemeinsam die Umgebung erkunden: Ehrenamtliche Begleiter für Flüchtlingskinder gesucht

    Seit gut einem Jahr gibt es in Dortmund das Programm „dreizeit – miteinander entdecken, voneinander lernen“. Bei „dreizeit“ engagieren sich ältere Menschen (50+) als ehrenamtliche Begleiter und Paten auf Zeit für Zweit- und Drittklässler (7-9 Jahre). Gesucht werden jetzt ältere Erwachsene, die sich für einen unverbindlichen halbtätigen „dreizeit“-Schnupperkurs interessieren, der insbesondere Flüchtlingskindern zugutekommt.

    Noch vor den Sommerferien können jeweils 10 Kinder und fünf ehrenamtliche Begleiter gemeinsam die Umgebung erkunden und sich mit dem Thema „Wald“ oder „Landwirtschaft“ beschäftigen. Das Angebot in dem jeweiligen Erlebnisraum wird von lokalen Partnern durchgeführt. Für die Kinder und die Erwachsenen ist die Teilnahme kostenlos.

    „Die Kinder und Erwachsenen erleben gemeinsam einen schönen Tag“, erklärt Programmkoordinator Benedikt Stumpf. „Darüber hinaus ermöglicht dieses Format aber auch ein ‚Testen‘: Die Erwachsenen erhalten einen Eindruck von den Themenfeldern und den Kindern, wir können die Kinder und Erwachsenen kennenlernen. Wir freuen uns auf Interessenten!“

    Die zwei halbtägigen Angebote finden statt am 12. und 18 Juni.

    Da bereits viele Anmeldungen von Flüchtlingskindern vorliegen, werden dringend insbesondere Erwachsenen für dieses unverbindliche Schnupperangebot gesucht.

    Die Organisation des „dreizeit“-Programms liegt bei der Dortmunder wert-voll gGmbH, anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW. Finanziert wird es von der Walter Blüchert Stiftung sowie von der Prof. Otto Beisheim Stiftung.

    Weiterführende Informationen zum Programm dreizeit bietet die Website http://www.dreizeit.org.
    Interessenten für das Schnupperangebot können sich melden bei:
    dreizeit / Silke Kuhlke, Tel. 0231/5869614-0
    E-Mail: info@dreizeit.org

  2. Dreizeit

    dreizeit-Info-Abend: Das Patenschaftsprogramm kennenlernen!

    Seit gut einem Jahr gibt es in Dortmund das Programm „dreizeit – miteinander entdecken, voneinander lernen“. Bei „dreizeit“ engagieren sich ältere Menschen (50+) als ehrenamtliche Begleiter und Paten auf Zeit für Zweit- und Drittklässler (7-9 Jahre). Als Tandem (ein Erwachsener und zwei Kinder) absolvieren sie über den Zeitraum eines Jahres Angebote in den vier Erlebnisräumen „Wald“, „Landwirtschaft“, „Ernährung“ und „Handwerk“. Die Angebote in den Erlebnisräumen werden durch lokale Partner bereitgestellt.

    Beide Zielgruppen profitieren von dem Programm: Die Ehrenamtlichen erfahren Wertschätzung und bleiben geistig sowie körperlich mobil, die Kinder entwickeln ein stärkeres Selbstbewusstsein und ein verändertes Sozialverhalten. – Genauere Informationen enthält die Website http://www.dreizeit.org

    Das Patenschaftsprogramm sucht dringend weitere ehrenamtliche BegleiterInnen, da sehr viele Kinder (darunter auch eine größere Anzahl Flüchtlinge) auf den Wartelisten stehen.

    Ein Info-Abend vermittelt InteressentInnen (50+) einen Einblick in die Inhalte und die Funktionsweise von dreizeit:

    Wann? – 03.08. (Mittwoch), 18:00 bis 19:00 Uhr
    Wo? – Hoher Wall 15 (Vortragsraum im Erdgeschoss von „Heimatdesign/Ständige Vertretung“)

    Benedikt Stumpf, der Koordinator des Programms, berichtet aus dreizeit und steht für Fragen zur Verfügung.

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