Zum zehnten Geburtstag präsentiert sich das Museum Ostwall in neuem Outfit und mit der ersten Ausstellung „Body & Soul“

Dr. Nicole Grothe, Direktorin Regina Selter und Dr. Stefan Mühlhofer hoffen durch die Neugestaltung noch mehr Gäste anzulocken. Mit „Body and Soul“ startet am 8. Februar die erste Ausstellung nach der Umgestaltung.

Von Joachim vom Brocke

Neues Raumerlebnis im Museum am Ostwall im Dortmunder U. Die Ausstellungsetagen präsentieren sich in neuem Gewand. Zur Eröffnung der Sammlungspräsentation „Body & Soul“ und dem Untertitel Denken, Fühlen, Zähneputzen am morgigen Samstag, 8. Februar 2020, können sich die Besucher*innen selbst ein Bild machen. Zum zehnten Geburtstag stellt sich das Museum Ostwall im U in einem völlig neuen Outfit vor. Den Anstoß zur Neugestaltung hatte noch Museumsdirektor Edwin Jacobs gegeben, der inzwischen in seine holländische Heimat zurückgekehrt ist.

Besucher*innen-orientierte Neugestaltung mit mehr Aufenthaltsqualität

Mit zahlreichen Sitzmöglichkeiten und Ruheinseln werden die Gäste zum Verweilen eingeladen.

Mit der Neugestaltung hoffen die Museumsexpert*innen auf mehr interessierte Besucher*innen. Deshalb wurde Wert gelegt auf mehr Aufenthaltsqualität insgesamt durch etliche Ruhebänke, hellere und wärmere Farben, Teppiche, Kissen und Sitzsäcke. 

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Der Eingangsbereich wurde mit erneuert. Zum Beispiel entdecken Museumsfreund*innen am Eingang hinter einer Art Rezeption sofort eine Ansprechperson, die weiterhelfen kann oder einfach mal zum Rundgang einlädt. 

Denn der ist schließlich im Museum Ostwall im U – wie auch in allen anderen Dortmunder Museen – kostenlos; Eintritt wird künftig nur bei speziellen Sonderausstellungen verlangt. 

Ziel ist es, allen Gästen ein spannendes Kunsterlebnis zu bieten

Es wurde viel dafür getan, den Menschen die Orientierung in dem großen Gebäude zu erleichtern.

Das niederländische Designbüro Soda hat erheblich mit zur Neugestaltung beigetragen. Zwei Jahre hat das MO-Team mit den Designern Ronald Buïel (war für Forschung, Beratung, Design und Management zuständig) und Jorrit Noyons (für Bereiche Konzept, Gestaltung, Image) herauszufinden versucht, wofür das  Museum Ostwall heute steht. 

Klare Feststellung: Es ist das Zuhause von zahlreichen Meisterwerken der Klassischen Moderne, aber auch einer großen Fluxus-Sammlung. Es hat hochkarätige Kunst zu bieten, will aber nicht elitär sein, sondern allen ein spannendes Kunsterlebnis bieten. 

Die weiteren Neuerungen: größere Räume und niedrigere Wände sorgen für eine leichtere Orientierung. Weniger optische Störungen gibt es durch den nicht-reflektierenden Fußboden. Farbgestaltung, Beschriftung und großformatige Fotografien verbinden das Museum mit dem Treppenhaus und erleichtern die Orientierung im riesigen Gebäude. Alles in allem hat die Umgestaltung 422.000 Euro gekostet und damit deutlich unter dem Limit von 500.000 Euro geblieben. 

„Body & Soul“ -Ausstellungswerke sind in eine Erzählung eingebunden

Inzwischen hängt die neue Ausstellung „Body & Soul“, mit der das Museum im U nach mehrmonatiger Umbauphase wieder öffnet. Die Werke sind dafür in eine Erzählung eingebunden worden. 

„Body & Soul“ ist die erste Ausstellung nach der Umgestaltung der Räumlichkeiten.

Zwei Jahre (bis zum 27. Februar 2022) zeigt die von Sammlungsleiterin Dr. Nicole Grothe kuratierte Ausstellung „Body & Soul“ 137 Werke aus der Sammlung des Museums. Dazu gehört ein umfangreiches, kostenloses Begleitheft, das Informationen zu den Werken und Kapiteln der Ausstellung liefert. 

Vermittelt werden auf den neugestalteten Etagen neun Kapitel. Auf Ebene 5 geht es um den Körper: Nackt, „wie Gott uns schuf?“, Kleider machen Leute, Höher, schneller, weiter, Schlaf ist der Bruder des Todes, Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. 

Auf Ebene 4 geht es um die Seele: „Welche Farbe hat die Seele? Wovor hast Du Angst? Woran glaubst Du? All You need ist love“. So sind unter anderem Arbeiten der Worpsweder Künstler Paula Modersohn-Becker und Bernhard Hoetger zu sehen, Lithographien von Pablo Picasso, Karl Schmidt-Rottluff, Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann, Wolf Vostel und vielen anderen Künstler*innen. 

In Zukunft wird es mehr Platz für die Museumspädagogik geben

Noch mehr Angebote für Kunstinteressierte in Dortmund.

Mehr Platz hat MO-Museumspädagogik bekommen. So können Kinder ihre Arbeiten später in einem großen Fenster präsentieren. Mit der Eröffnung des Museums Ostwall im U gibt es einen KunstTrainingsPlan für Körper und Seele. 

Kostenlose Angebote wie öffentliche Führungen am Sonntagnachmittag und an jedem vierten Donnerstagabend, die Kunstpause am Mittag, jeden ersten Mittwoch im Monat oder der Familiensonntag stehen allen Interessierten offen. 

Für Gruppen können Workshops und Ausstellungsgespräche gebucht werden; Kinder können in Kunstkursen künstlerisch „richtig fit werden“ und bei Ferienworkshops die Sammlung erkunden und ihre Ideen kreativ umsetzen. „Kunst-Training“-Termine wie Yoga-Versuche oder Gebärdensprache-Aktionen zu Kunstwerken runden das Angebot ab.

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Weitere Informationen:

  •  Unabhängig von der Ausstellung erscheint anlässlich der Sammlungsneupräsentation der Katalog „Expressionismus und klassische Moderne“ aus der Sammlung des Museums Ostwall im U mit Texten von Natalie Calkozan, Nicole Grothe und Edwin Jacobs zu den Meisterwerken der Sammlung des Museum Ostwall mit ausführlichen Informationen.
  • Geöffnet ist das Museum Ostwall im U dienstags und mittwochs von 11 bis 18 Uhr, donnerstags und freitags von 11 bis 20 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr, an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr. Montags ist geschlossen.
  • Der Eintritt ist frei.
  • Infos zur Museumspädagogik (Informationen, Anmeldungen und Buchungen) sind unter mo.bildung@stadtdo.de möglich oder im Internet: mo.dortmund.de.
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Kommentare

  1. Stadt Dortmund (Pressemitteilung)

    Sonntagsführung durchs neue Museum Ostwall im Dortmunder U

    „Body & Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen“ heißt die Ausstellung, in der sich die Sammlung des Museums Ostwall im Dortmunder U derzeit präsentiert. Am Sonntag, 23. Februar, 15 Uhr, gibt es eine 90-minütige öffentliche Führung durch die Sammlung. Treffpunkt ist der Eingang auf Ebene 5. Der Eintritt und die Führung sind kostenfrei.
    http://www.mo.dortmund.de

  2. Sonntagsführung durch „Body & Soul“ im Museum Ostwall am Sonntag (PM)

    Sonntagsführung durch „Body & Soul“ im Museum Ostwall

    „Body & Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen“ heißt die Ausstellung, in der sich die Sammlung des Museums Ostwall im Dortmunder U derzeit präsentiert. Am Sonntag, 8. August, 15 Uhr gibt es eine 90-minütige öffentliche Führung durch die Sammlung. Treffpunkt ist der Eingang auf Ebene 5. Der Eintritt und die Führung sind frei, bitte vorab online ein Gratis-Ticket für den entsprechenden Zeitraum buchen unter dortmunder-museen.de/dortmunder-u.

    http://www.mo.dortmund.de

  3. „Body & Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen“: Sammlungspräsentation des Museum Ostwall geht in die Verlängerung (PM)

    Unter dem Titel „Body & Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen“ präsentiert das Museum Ostwall im Dortmunder U seit Anfang 2020 seine Sammlung. Die komplett neu gestalteten Räume mussten pandemiebedingt lange Zeit schließen. Seitdem die Corona-Situation es wieder zulässt, erfreut sich die Ausstellung zahlreicher Besucher:innen. Daher hat sich das Team des MO entschlossen, die aktuelle Schau bis zum 13. November 2022 zu verlängern.

    Auch für diejenigen, die die Präsentation schon gesehen haben, gibt es immer wieder Neues zu entdecken, denn aus konservatorischen Gründen werden sämtliche Arbeiten auf Papier regelmäßig ausgetauscht. Für jede Position in der Ausstellung wurden vier Werke ausgewählt, die sich in dreimonatigem Turnus abwechseln, so dass im Laufe eines Jahres immer wieder neue Werke zu entdecken sind, bevor der Zyklus von vorn beginnt.

    Die Ausleihe von Paula Modersohn-Beckers „Mutter mit Kind auf dem Arm – Halbakt“ in das Städelmuseum hat dem Museum Ostwall zudem im Tausch eine Leihgabe aus Frankfurt beschert: David Hockneys Fotografie „Roses for Mother“ (1995) ist noch bis zum 13. Februar 2022 zu sehen.

    Immer wieder wechselnde Arbeiten gibt es auch im „MO Schaufenster“, wo derzeit die Präsentation des MO Kunstpreisträgers 2021 LEE Mingwei zu sehen ist. Dessen Werk „Money for Art“ (2006/2020) wurde gemeinsam von den Freunden des Museums Ostwall und der Stadt Dortmund fürs MO erworben.

    Body & Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen

    Alle zwei bis drei Jahre präsentiert das MO in wechselnden Ausstellungen seinen Sammlungsbestand neu und schafft dabei Verbindungen zwischen Kunst und Alltagsleben. Die aktuelle Präsentation „Body & Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen“ zeigt Werke, die verschiedene Aspekte unseres Körpers, aber auch unseres Seelenlebens erforschen: Jede*r hat einen Körper, der essen und schlafen muss, einen Körper, dem wir Kleider anziehen und mit dem wir Sport treiben, einen Körper, der wächst und altert und irgendwann sterben wird. Jede*r hat aber auch Gedanken und Gefühle, die unser Verhältnis zur Welt und zu anderen Menschen prägen.

    In der Ausstellung treffen Werke der Klassischen Moderne auf zeitgenössische Arbeiten. So treten Bronzeskulpturen von Tänzerinnen des Künstlers Bernhard Hoetger mit Fotografien von HipHop-Tänzern des Künstlers Andreas Langfeld miteinander in Dialog. Zahlreiche Anknüpfungspunkte zu Alltagsthemen fordern dazu auf, das eigene Leben durch Auseinandersetzung mit der Kunst aus anderen Perspektiven zu betrachten.

    Die Besucher:innen sind eingeladen, die Ausstellung mit allen Sinnen zu erleben. Einige Kunstwerke sind benutzbar, so dass man den eigenen Körper einsetzen und selbst zum Teil des Kunstwerks werden kann. Ein kostenloses KörperKunstSet bietet zahlreiche Aktionen an, mit denen sich die Ausstellung interaktiv erkunden lässt. Im Flux Inn, das die Ebenen 4 und 5 verbindet, kann man eine Pause einlegen, in Büchern zur Ausstellung stöbern oder selbst kreativ werden.

    Weiter Infos unter: http://www.dortmund.de/mo

  4. Museum Ostwall am Donnerstag: Feierabend-Führung durch „Body & Soul“, Filmvorführung im „Flux inn“

    „Body & Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen“: Unter diesem Titel präsentiert sich derzeit die Sammlung des Museums Ostwall im Dortmunder U. Am Donnerstag, 25. November, 18 Uhr gibt es eine anderthalbstündige Feierabend-Führung durch die Ausstellung. Treffpunkt ist der Eingang auf Ebene 5. Der Eintritt und die Führung sind frei.

    Außerdem ist um 19 Uhr das Kunstkollektiv „Maternal Fantasies“ im „Flux Inn“ auf Ebene 4 zu Gast und zeigt die Kurzfasung seines Films „Suspended Time“ zum Thema Mutterschaft(en). Anmeldung unter kleinerfreitag@stadtdo.de. Der Eintritt ist frei.

    Es gilt die 2G-Regel.

  5. Feierabend-Führung durch „Body & Soul“ am Donnerstag (PM)

    Der „Kleine Freitag“ im Dortmunder U beschäftigt sich diesmal mit dem Thema Kunst und Krankheit: Am Donnerstag, 2. Dezember, 19 Uhr spricht der Mediziner Dr. Horst Luckhaupt in der Sammlungspräsentation „Body & Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen“ des Museum Ostwall über den Künstler Ernst Ludwig Kirchner.

    Der bedeutende Vertreter des deutschen Expressionismus schuf ein umfangreiches Werk, war einer der Gründer der Künstlergruppe „Brücke“, seine Arbeiten finden sich in den großen Museen Europas und Amerikas. Der Vortrag geht insbesondere auf die Krankheiten des Künstlers ein – immer in Bezug auf sein Leben und sein Werk. Gab es eine Beziehung zwischen Kirchners Kreativität und psychischen Störungen? Hat er wirklich „Kriegsangst“ gehabt, hat er Krankheiten vorgetäuscht? Was führte letztendlich zum Selbstmord?

    Der Eintritt ist frei, Anmeldung erforderlich unter kleinerfreitag@stadtdo.de. Der „Kleiner Freitag“ findet jeden Donnerstag ab 19 Uhr an unterschiedlichen Orten im und am Dortmunder U statt.

  6. Feierabend-Führung durch „Body & Soul“ am Donnerstag (PM)

    „Body & Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen“: Unter diesem Titel präsentiert sich derzeit die Sammlung des Museums Ostwall im Dortmunder U. Am Donnerstag, 23. Dezember, 18 Uhr gibt es eine anderthalbstündige Feierabend-Führung durch die Ausstellung. Treffpunkt ist der Eingang auf Ebene 5. Der Eintritt und die Führung sind frei.
    Es gilt die 2G-Regel.

    dortmund.de/mo

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