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„Tag des offenen Denkmals“ in Dortmund folgt am Sonntag den Spuren des gemeinsamen kulturellen Erbes in Europa

Auch ein Baudenkmal: Blick in den Eingangsbereich der ehemaligen West-LB (heute DOC). Foto: Karsten Wickern

Bereits zum 25. Mal nimmt Dortmund am kommenden Sonntag, den 9. September, am bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ teil. In diesem Jahr steht das gemeinsame kulturelle Erbe Europas im Vordergrund. An 48 Standorten vermitteln die zumeist ehrenamtlich Engagierten „ihr“ Denkmal unter dem Tagesmotto „Entdecken, was uns verbindet“. Der Eintritt ist überall frei. Das Thema wird aus historischer, kultureller und geografischer Sicht beleuchtet werden. Es wird Führungen, Vorträge, Lesungen und Podiumsdiskussionen geben, die das Erbe der jeweiligen Denkmäler in Dortmund in Bezug zur kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklung Europas beleuchten.

DOC-Gebäude wird am 9. September als „Big Beautiful Building“ ausgezeichnet

Die VeranstalterInnen bei der Präsentation des Programmes auf der Dachterrasse des DOC. Foto: Karsten Wickern

„Vom Dach des DOC-Gebäudes aus haben wir ja schon einige Dortmunder Denkmäler im Blick“, freut sich Ludger Wilde bei der Präsentation des Programms in der ehemaligen Niederlassung der West LB in der Kampstraße. Das Bauwerk wird im Rahmen der Veranstaltung am 9. September selbst als Big Beautiful Building ausgezeichnet werden. Der „Tag des offenen Denkmals“ sei eine dezentrale Veranstaltung von zentraler Bedeutung für Dortmund. Immerhin nehmen jährlich rund 10.000 BesucherInnen an ihm teil. 

„Unsere Denkmäler vereinen Altes und Neues und lassen Geschichte lebendig werden“ so der Dortmunder Planungsdezernent weiter. „Nur durch das Engagement der Ehrenamtlichen ist der Erhalt und die nachhaltige Nutzung der Denkmäler machbar.“ Und gerade diese nachhaltige Nutzung sei die beste Gewähr für den Erhalt.

Auch wenn alle Veranstaltungen kostenfrei sind, wird um kleine Spenden für die ehrenamtlichen Veranstalterinnen gebeten. Außerdem bedankte sich Wilde beim Hauptsponsor des Events, der Dortmunder Sparkasse.

Dank und Respekt für das ehrenamtliche Engagement in der Denkmalpflege 

Dr. Henriette Brink-Kloke ist die Leiterin der Denkmalbehörde. Foto: Klaus Hartmann

Auch die Leiterin der Denkmalbehörde in Dortmund, die Ludger Wilde als eine Institution auf dem Gebiet der Denkmalpflege betitelte, sieht im ehrenamtlichen Engagement die Basis für den Erhalt der Dortmunder Denkmäler. 

Seit Bestehen der Veranstaltung seien europaweit 7.500 Objekte in rund 2.500 Gemeinden sowohl auf dem Land als auch in den Städten präsentiert worden.

„Während jede Stadt im Durchschnitt mit drei bis fünf Denkmälern Teil des Programmes ist, kommen wir in Dortmund auf über 40 Objekte“, freut sich Dr. Henriette Brink-Kloke. „Wir arbeiten in Dortmund partnerschaftlich auf Augenhöhe zusammen. Am 9. September wollen wir gemeinsam in Dortmund Europa entdecken.“

Und dafür haben die Verantwortlichen wieder ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Um den Überblick zu behalten, gibt es wieder ein Programmheft, das auf über 100 Seiten neben ausführlichen Beschreibungen aller Programmpunkte eine Übersichtskarte aller Spielorte enthält. 

Umfassendes Programmheft für den besseren Überblick mit zahlreichen Informationen

Zusätzlich informieren sechs Expertenartikel über verschiedene Themen wie zum Beispiel das Leben und Wirken des Dortmunder Bildhauers Benno Elkan oder die europäischen Verbindungen der ehemaligen Hoesch AG. Toll ist auch, dass das Programmheft mittels kleiner Piktogramme Aufschluss darüber gibt, welche Veranstaltungen barrierefrei zugänglich oder auch für Kinder geeignet sind.

Das Programmheft gibt es als pdf-download am Ende des Artikels. Wer jedoch lieber etwas Handfestes haben möchte, kann das Heft an den ebenfalls im Anhang des Artikels aufgelisteten Stellen in Dortmund bekommen.

Das Programm wurde vom Koordinatorenteam des Denkmaltags, bestehend aus Susanne Abeck und Stefan Nies, zusammengestellt. Sie schicken die BesucherInnen am 9. September auf eine Erkundungstour durch Dortmund und folgen den Spuren, die die Denkmäler als Erben ihrer jeweiligen Epoche in unsere Zeit transportieren.

Denkmäler sind Zeitzeugen der jeweiligen Epochen

Ein gutes Beispiel hierfür ist die St.Reinoldi-Kirche in der Innenstadt. An ihrer Architektur und ihrem Interieur lassen sich sowohl regionale als auch europäische Einflüsse ablesen.

Die St. Reinoldi-Kirche in der Innenstadt.

So ist beispielsweise das Altarretabel der Reinoldi-Kirche früher aus den Niederlanden importiert worden und das Taufbecken gilt als eindrucksvolles Zeugnis Dortmunder Glockengießerkunst.

Die Kirche ist am Sonntag ab 13 Uhr geöffnet und um 14 Uhr wird es hier eine Führung zum Thema „Reinoldi in der Welt – Die Welt in Reinoldi“ geben. Der Kulturvermittler der St.Reinoldi-Kirche Uwe Schrader wird mit viel Hintergrundwissen über die Geschichte der Stadtkirche informieren.

Eine andere spannende Perspektive in Bezug auf die Verknüpfungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Dortmund und Europa, Denkmal und Kultur, erlaubt der Besuch der evangelischen St. Marienkirche. Denn auf den mittelalterlichen Altarwerken der Kirche haben die weitreichenden Handelsbeziehungen der damaligen Dortmunder Kaufleute ihre Spuren hinterlassen.

St. Marien ist die älteste der mittelalterlichen Kirchen in Dortmund und ihre Architektur weist Spuren aller großen Epochen europäischer Kulturgeschichte auf. Am 9. September sind die Gäste um 10 Uhr zum Gottesdienst mit Orgelmusik eingeladen. Anschließend wird es einen Vortrag und eine Führung mit der Kunsthistorikerin Silvia Schmidt-Bauer geben. Ab 13 Uhr kann die Kirche von den BesucherInnen selbstständig erkundet werden.

Die Geschichte der Handelswege wird am Tag des offenen Denkmals thematisiert 

Nicht nur wirtschaftliche Güter, auch kulturelle und ideologische Werte wurden über die Handelswege transportiert.

Für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Dortmund war der Hellweg besonders im Mittelalter als Handelsweg unerlässlich. Die Lage am Hellweg bescherte Dortmund Wohlstand und Macht. Der Hellweg war die zentrale Verkehrsachse in Dortmund, an der auch die beiden erwähnten Kirchen errichtet wurden. Über ihn wurden nicht nur materielle Werte aus Dortmund nach Europa exportiert und umgekehrt, sondern auch kulturelle und ideologische.

Ein kulturhistorisch-archäologischer Spaziergang mit der Archäologin Christiane Althoff wird die BesucherInnen in die Geschichte des Hellwegs einweihen. Der rund zweistündige Rundgang wird am Ostenhellweg 62 um 12.30 Uhr beginnen und an der Reinoldikirche enden.

Und auch die Geschichte der Emschertalstraße in Sölde wird im Rahmen des „Tages des offenen Denkmals“ aufgearbeitet. Im späten 18. Jahrhundert entstanden, erinnert sie sich noch an den Durchmarsch der napoleonischen Armeen und das Einrollen der amerikanischen Panzer am Ende des Zweiten Weltkrieges.

Eröffnung durch Oberbürgermeister Ullrich Sierau im Fritz-Henßler-Berufskolleg

Im Fritz-Henßler-Berufskolleg findet die Eröffnungsveranstaltung statt.

Am 9. September wird es hier in der Zeit von 11 Uhr bis 16 Uhr Führungen entlang eines Teilabschnittes der Emschertalstraße geben. Mitglieder der Stiftung „Natur in Kultur für Sölde“, werden die Gäste über die Baugeschichte und die Bebauung der Straße in den jeweiligen Epochen aufklären und an konkreten Beispielen die verbindende Funktion erläutern.

Neben den erwähnten Spielorten werden weitere Kirchen, die Technische Universität, die Kokerei Hansa, das Hafenamt, die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, verschiedene Zechen, die Waschkaue in Dorstfeld und unzählige weitere Denkmäler ihre Pforten öffnen und ihr kulturelles europäisches Erbgut präsentieren.

Der „Tag des offenen Denkmals“ wird am Sonntag, den 9. September 2018, um 11 Uhr durch Oberbürgermeister Ullrich Sierau im frisch sanierten Fritz-Henßler-Berufskolleg eröffnet. Anschließend werden angehende Bautechnische AssistentInnen die Ergebnisse ihrer Projekttage zur Bestandsaufnahme und Bestandsuntersuchung an historischen Gebäudeteilen präsentieren und über die Baugeschichte des Hauses informieren.

Abschließende Podiumsdiskussion mit Experten aus der Baubranche, Architektur, Stadtplanung und Städtebau

Der Abschluss des „Tages des offenen Denkmals“ findet in Kooperation mit dem Projekt „Big Beautiful Buildings“ ab 17 Uhr in dem Gebäude statt, in dem früher die West LB ihren Sitz hatte und in dem sich heute das Dortmunder Centrum für Medizin und Gesundheit (DOC) befindet (Kampstraße 45/47). 

Tim Rieniets, Geschäftsführer von StadtBauKultur NRW, wird zu Beginn die Auszeichnung „Big Beautiful Buildings“ für das von Harald Deilmann, einem der bekanntesten deutschen Architekten des 20. Jahrhunderts, entworfene Gebäude überreichen. Im Anschluss ist eine Podiumsdiskussion zum Thema „Nachkriegsmoderne im Europäischen Kulturerbejahr“ geplant. 

Hier soll unter Einbeziehung des Publikums über die Dortmunder Nachkriegsarchitektur, den älteren Baubestand der Stadt sowie über europäische Bezüge der Dortmunder Architektur der 50er bis 70er Jahre diskutiert werden.

DSW21 liefert wieder kostenloses Tagesticket an alle Dortmunder Haushalte

Am Sonntag können Bus und Bahn wieder kostenlos genutzt werden. Foto: Klaus Hartmann

Der Dank der Veranstalter gilt auch wieder den Dortmunder Stadtwerken, die bereits zum dritten Mal das sogenannte Öffel-Tagesticket an alle Dortmunder Haushalte ausliefern werden. Das Ticket gilt am 9. September für bis zu zwei Erwachsene mit beliebig vielen eigenen Kindern unter 15 Jahren für alle Stadtbahn- und Buslinien der DSW21. 

Wer per Post kein Ticket erhalten hat, kann dieses zwischen dem 6. und 8. September an einer der 45 externen DSW21-Vertriebsstellen abholen, solange der Vorrat reicht. Die Tickets sind dann auch in den KundenCentern Petrikirche und Hörde sowie dem Haltepunkt Kampstraße erhältlich.

Touren von Denkmal zu Denkmal können mit dem Fahrtenplaner auf www.fahrtenplaner.de/TagdesoffenenDenkmals ganz einfach mit Bus und Bahn geplant werden.

Weitere Informationen:

  • Folgende Änderung bzw. Ergänzungen gelten ergänzend zum gedruckten Programmheft des Denkmaltages 2018: Innenstadt-Nord/ Programmpunkt Nr. 27: Borsigplatz und Umgebung: Durch die Veranstaltung Still-Leben Borsigplatz ist die Zugänglichkeit am 09.09. zum Borsigplatz nur fußläufig möglich, der gesamte Bereich ist für PKW und den ÖPNV gesperrt. Die Bahn U44 endet an diesem Tag an der Haltestelle Geschwister-Scholl-Straße.
  • Ergänzender Programmpunkt: Alte Kirche Wellinghofen: An der Kirche 1, 44265 Dortmund, Ortsteil: Wellinghofen Haltestelle: Do-Wellinghofen (Bus 442, 447), Fußweg ca. 2 min Die Evangelische Kirchengemeinde Wellinghofen öffnet die Alte Kirche von 11 bis 18 Uhr. Zu jeder vollen Stunde bieten Mitglieder des Arbeitskreises „Offene Alte Kirche“ eine historische Führung an (Dauer: ca. 30 Minuten). Die Führung erzählt die bewegte Geschichte der Alten Kirche, die bis ins 9. Jahrhundert zurückreicht.
  • Wichtige Informationen zum DSW-Tagesticket: Für S-Bahnen, RE- und RB-Linien sowie auf dem Stadtgebiet von Lünen oder Schwerte gilt das Ticket nicht.
  • Das Programmheft bekommen Sie hier: Rathaus, Tourist-Information in der Kampstraße, in den Bezirksverwaltungsstellen, in den DSW21-Kundencentern, in Bibliotheken, im Stadtarchiv, im Museum für Kunst und Kulturgeschichte sowie bei der Denkmalbehördevim Stadtplanung- und Bauordnungsamt am Burgwall.
  • Das Programmheft als download gibt es hier: Programmheft_Denkmaltag_2018 oder unter www.denkmalbehoerde.dortmund.de
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3 Gedanken über “„Tag des offenen Denkmals“ in Dortmund folgt am Sonntag den Spuren des gemeinsamen kulturellen Erbes in Europa

  1. Kokerei Hansa

    Tag des offenen Denkmals: Führungen und Tanzworkshops auf der Kokerei Hansa

    Tanzen, wo einst hart geschuftet wurde: In der Kompressorenhalle laden am Sonntag (9. September), am Tag des offenen Denkmals, zwischen 13 bis 16 Uhr zwei Tanzworkshops mit HipHop-Tänzen unter Anleitung von Tänzern des bodylanguage dancecenter Dortmund zum Mittanzen ein. Entstanden ist dieses bewegte Angebot im Rahmen der langjährigen Kooperation zwischen der Kokerei Hansa und der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Huckarde, die damit neue Wege geht. Unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ kann jeder Interessierte zum Industriedenkmal kommen und einfach mit den Jungen und Mädchen mittanzen.

    Alle interessierten Besucher haben freien Eintritt und können zudem das Areal des Industriedenkmals erkunden. Mitarbeiter der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur informieren bei kostenlosen Kurzführungen über die Geschichte und Bedeutung der Kokerei Hansa sowie über ihre jüngsten Herausforderungen auf Hansa im Rahmen der Denkmalpflege.

    Außerdem finden an diesem Tag kostenlose Kurzführungen durch den Regionalverband Ruhr (RVR) zur Industrienatur statt. Denn Industrie und Natur – das funktioniert auf der Kokerei Hansa bereits seit Jahren. Besucher blicken in die exotische Welt der Pflanzen und Tiere, die im Laufe der Zeit auf Hansa entstanden ist. Und sie erfahren, wie die Exoten nach Huckarde gekommen sind. Zwischen Rohren, Türmen und Gleisen warten eine Menge Überraschungen. Der Imkerverein Dortmund West e.V. ist ebenfalls vor Ort und ermöglicht Einblicke in die Imkerei.

    Zudem wird zum Tag des offenen Denkmals die Kokerei Hansa in Miniatur-Ausgabe präsentiert. Hans-Martin Ehlers aus Ahrensbök in Schleswig-Holstein und sein Team haben drei Jahre Arbeit in den Bau eines Modells des Dortmunder Industriedenkmals investiert. Am Sonntag wird es im Maßstab 1:87 (Modellbahnmaßstab HO) im Bauhof der Kokerei zu sehen sein. Auf Einladung der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur werden die Modellbauer anwesend sein. Fragen und Gespräche vor Ort sind ausdrücklich erwünscht.

    Die Kokerei Hansa entstand in den Jahren 1927/28 und galt in ihrer Zeit als äußerst modern und leistungsfähig. Sie war Mittelpunkt und wichtiger Bestandteil in der Verbundwirtschaft der Dortmunder Montanindustrie. Sie erhielt Kohle von den umliegenden Zechen, verarbeitete sie zu Koks, der dann an das Dortmunder Hüttenwerk geliefert wurde. In Spitzenzeiten verließen 5000 Tonnen Koks am Tag das Werksgelände. Auf der Kokerei Hansa hatten einmal bis zu 1000 Menschen gearbeitet.

    Am bundesweiten Tag des offenen Denkmals, initiiert von der Deutsche Stiftung Denkmalschutz und ihren Partnern, öffnen historische Bauten und Stätten ihre Türen und Tore, die ansonsten nicht oder nur teilweise der Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Öffentlichkeit soll für die Bedeutung des kulturellen Erbes sensibilisiert und das Interesse für die Belange der Denkmalpflege geweckt werden. Der Tag des offenen Denkmals ist dank des Engagements von Städten, Gemeinden, Kreisen, Verbänden und Vereinen sowie Bürgerinitiativen möglich.

    Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur bietet am diesjährigen Tag des offenen Denkmals an elf ihrer insgesamt 14 Standorte die Möglichkeit, in vergangene Zeiten einzutauchen. Sie lädt zusammen mit den Partnern vor Ort, ehrenamtlichen Mitstreitern in Fördervereinen und Initiativen, zu Kurzführungen ein. Dabei geht es nicht nur um die Geschichte der Monumente, sondern auch um ihre Rolle in der Gegenwart und Zukunft.

    Die Tore öffnen sich auf der Kokerei Hansa in Dortmund-Huckarde, auf der Zeche Radbod in Hamm Bockum-Hövel, auf der Zeche Prosper II in Bottrop, der Zeche Sterkrade in Oberhausen, auf der Zeche Consolidation in Gelsenkirchen, der Zeche Fürst Leopold in Dorsten, auf der Zeche Gneisenau in Dortmund-Derne, der Zeche Monopol in Kamen, auf der Zeche Sophia-Jacoba in Hückelhoven, auf der Zeche Schlägel & Eisen in Herten und am Ahe-Hammer in Herscheid.

    Tag des offenen Denkmals 2018 auf der Kokerei Hansa

    12 – 16 Uhr zu jeder vollen Stunde Kurzführungen durch Mitarbeiter der Industriedenkmalstiftung zur Industriegeschichte
    12 – 16 Uhr zu jeder halben Stunde Kurzführungen zur Industrienatur vom RVR RUHR Grün
    11 – 17 Uhr Imkerverein Dortmund-West e.V. gibt Einblicke in die Imkerei
    13 – 16 Uhr Tanzworkshops und Kooperation der Gustav-Heinemann-Gesamtschule, Dortmund-Huckarde, und dem bodylanguage dancecenter Dortmund
    Kokerei Hansa als Modell in Miniatur-Ausgabe

    Ort: Kokerei Hansa, Emscherallee 11, 44369 Dortmund-Huckarde
    Termin: 09. September 2018
    Öffnungszeiten: 10.00 bis 18.00 Uhr
    Der Eintritt ist frei!

  2. Hoesch-Museum

    Tag des offenen Denkmals: Freier Eintritt und Führungen im Hoesch-Museum

    Zum „Tag des Offenen Denkmals“ am Sonntag, 9. September lädt das Hoesch-Museum alle Interessierten herzlich ein – der Eintritt ist an diesem Tag frei. Das Museum befindet sich im denkmalgeschützten Portierhaus von 1913/14 der Westfalenhütte (Eberhardstr. 12). Auch die Markentafeln im Eingangsbereich stehen unter Denkmalschutz, sie erinnern an die ursprüngliche Funktion des Gebäudes als Zugang zum Werksgelände. Diese und weitere Details werden in den Kurzführungen um 11.30 Uhr und 14.30 Uhr vorgestellt.

    Das Hoesch-Museum zeigt 160 Jahre Unternehmens- und Sozialgeschichte anhand historischer Exponate und moderner Medienstationen.

    Achtung: Am Sonntag findet auch das „Still-Leben Borsigplatz“ statt. Daher fährt die Stadtbahn 44 nur bis zur Haltestelle Geschwister-Scholl-Straße und nicht zur Endhaltestelle Westfalenhütte. Zudem ist der Borsigplatz auch für den Individualverkehr gesperrt und daher eine Zufahrt über die Osterholzstraße mit dem Auto nicht möglich. Alternativ kommt man über die Flur- und die Hirtenstraße zum Hoesch-Museum.

  3. IG Dorstfelder Vereine

    Tag des Offenen Denkmals 2018: Waschkaue Dorstfeld zeigt Bürgerhaus im laufenden Betrieb

    Sonntag, den 9. September 2018 von 11 bis 17 Uhr
    Vogelpothsweg 3, 44149 Dorstfeld (gegenüber der Autowaschanlage)

    Die Interessengemeinschaft Dorstfelder Vereine, IDV mit dem Heinz-Werner-Meyer Kinder- und Jugendtreff, HWMT und der Interessengemeinschaft (IG) Zechensiedlung Oberdorstfeld laden ein.
    Vorstellung des geplanten Betriebs des Bürgerhauses nach Fertigstellung 2020 am Beispiel des Formats „Comedy und Currywust“ mit Vereinskneipe und Cafe und Betrieb des Kinder- und Jugendtreffs bei viel Musik und Spaß auf dem Freigelände mit den „Country Boys“ und Dart-Fußball.

    Ausstellung „Glückauf in Deutschland“ zur Migrationsgeschichte im Bergbau des Ruhrgebiets. Architektonische Führungen zur Werkssiedlung Oberdorstfeld. Erstmalig besteht die Möglichkeit, Anrechtsscheine an der Betreiber-Genossenschaft Bürgerhaus Dorstfeld zu zeichnen.

    Am Sonntag, den 8.9.2018 von 11 bis 17 Uhr wird in der denkmalgeschützten Waschkaue von Schacht 2/3 der Zeche Dorstfeld das geplante Bürgerhaus Dorstfeld simuliert, so wie sie im späteren Betrieb funktionieren soll. Am 9. September von 11 bis 17 Uhr kann man die Vereinskneipe, den Veranstaltungssaal im Betrieb, Ausstellungen zur Migrationsgeschichte im Bergbau und der Geschichte der Zeche Dorstfeld, der Planung zum Umbau des Hauses zum Bürgerhaus, den Kinder- und Jugendbereich des Heinz-Werner-Meyer-Treffs und ein buntes Begleitprogramm auf dem Außengelände erleben.

    In geführten Rundgängen durch die späteren Räume wird mit einer Lichtshow das geplante Angebot simuliert. Dazu gehört der Veranstaltungs-, der Jugendbereich und die ehemalige Waschkaue als interessanten Ausstellungsraum.

    Neben Hochzeiten, Partys und Konzerten werden eigene Angebote der Betreiber-Genossenschaft neue Attraktionen für Dorstfeld schaffen. „Comedy und Currywurst“ wird ein Format sein, das an diesem Tag vorgestellt wird. Daneben werden die Vereine in der Interessengemeinschaft Dorstfelder Vereine für alle Bürger eine Kneipe und Cafe betreiben, die an mehreren Tagen geöffnet sein wird. Am 9. September wird ebenfalls erstmalig der Getränkeausschank angeboten. Vom kühlen Bier bis zur dazugehörenden Currywurst vom Grill ist die passende Küche zu genießen.

    Begleitet wird das Programm vom musikalischen Auftritt der „Country Boys“, die den Besuch in der Waschkaue abrunden. An diesem Tag bietet der Heinz-Werner-Meyer-Treff ein buntes Programm für Kinder und Jugendliche in der zukünftigen Halle. Vor dem Haus wird Fußball-Dart zum Mitmachen angeboten.

    In einer besonderen deutschlandweit gezeigten Wander-Ausstellung „Glückauf in Deutschland“ zeigt die Interessengemeinschaft Zechensiedlung die Geschichte von 9 Jugendlichen, die 1964 als erste Migranten aus der Türkei im Bergbau gelernt und gearbeitet haben. 11 – 16 Uhr.

    Die IG Zechensiedlung bietet an diesem Tag außerdem um 11:30, 13:30 und 15:00 Uhr ca. 60-minütige architektonische Führungen durch die Werkssiedlung Oberdorstfeld an. Festes Schuhwerk wird empfohlen.
    Erstmalig bietet die IDV an diesem Tag Anrechtsscheine für die Mitgliedschaft in der zukünftigen Betreiber-Genossenschaft zum Zeichnen an. Diese berechtigen und verpflichten zum Kauf von einem oder mehreren Anteilen an der Genossenschaft.

    Denn die Gründung der gemeinnützigen Betreiber-Genossenschaft steht jetzt unmittelbar bevor. Die Anteile an dieser Genossenschaft bieten allen demokratischen Bürgern die Möglichkeit, diesen kulturellen und gesellschaftlichen Mittelpunkt von Dorstfeld zu fördern. Die breite Streuung der Anteile trägt zur Finanzierung des erforderlichen Eigenanteils bei.

    Für 250 Euro je Anteil kann damit jeder Verein, jede Institution, jedes Unternehmen, aber auch jede Bürgerin und jeder Bürger die besonderen Rechte der Mitgliedschaft erwerben. Der zukünftige Vorstand entscheidet über die Mitgliedschaft. Unabhängig von der Zahl der Anteile erhält jedes Mitglied nur eine Stimme in der Genossenschaft. Mitglieder haben besondere Konditionen bei der Nutzung der Räume. Sie reden aber auch mit bei der Entwicklung des Bürgerhauses und seiner demokratischen Ziele.

    Informationen für Besucher:
    Noch gibt es keine eigenen Parkplätze auf dem Gelände. Bitte parken Sie an der Wittener Straße oder im Vogelpothsweg. Sie erreichen uns mit dem kostenlosen Öffel-Ticket der DSW21 für den Denkmaltag über die Buslinien 447 Oberbank und 465 + 466 Bummelberg, S-Bahn S1, Dorstfeld-Süd Ausstieg Richtung Oberbank.

    Die letzten 100 Meter laufen Sie über unebenes, aber gesichertes Gelände. Eine rollstuhlgerechter Zugang ist deshalb leider noch nicht möglich. Die Besichtigung der Waschkaue ist nur in Gruppen von 20 Personen möglich. Der Besuch der Ausstellung über die Geschichte der Zeche und des Bürgerhauses sowie der gemütliche Aufenthalt auf der Freifläche bei Musik, Getränken und Currywurst sind durchgehend möglich.

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