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„LEBEDO“: Neue Dortmunder Lesbenberatungsstelle des KCR in der Nordstadt offiziell eingeweiht

LEBEDO - die Lesbenberatungsstelle Dortmund - ist in der Goethestraße 66 in der Nordstadt zu Hause. Foto: Alex Völkel

LEBEDO – die Lesbenberatungsstelle Dortmund – ist in der Goethestraße 66 in der Nordstadt zu Hause. Foto: Alex Völkel

Von Joachim vom Brocke

Seit Mai gibt es schon die Beratungsstelle „LEBEDO“ für lesbische, bisexuelle und transidenten Frauen und Angehörige im Edward-Clement-Haus an der Goethestraße 66. Doch erst jetzt, zum Internationalen Coming Out Tag, knallten die Sektkorken für die offiziellen Einweihung.

Richtig festlich ging es in den Räumen des Trägervereins, des KCR (Kommunikations Centrum Ruhr) im Langen August an der Braunschweiger Straße, zu. Mit einigen Grußworten und dem Streichquartett „Vagabond“.

„Schibsel“ war gestern – „LEBEDO“ hat hat die Aufgaben und die Räumlichkeiten  übernommen

LEBEDO - die Lesbenberatungsstelle Dortmund - ist in der Goethestraße 66 in der Nordstadt zu Hause. Foto: Alex Völkel

Die Beraterinnen Ursula Brokemper und Katharina Sonnet (Foto) stehen Frauen persönlich und telefonisch zur Seite.

Die Beraterinnen Ursula Brokemper und Katharina Sonnet (Foto) stehen Frauen persönlich und telefonisch zur Seite.LEBEDO hat Aufgaben und Räume der ehemaligen Lesbenberatung „Schibsel“ in neuer Trägerschaft übernommen.

Die Einrichtung ist eine von insgesamt fünf vom Land geförderte Beratungsstelle in Nordrhein-Westfalen. Im Namen LEBEDO stecken die Abkürzungen von „Lesben, Beratung und Dortmund“. Träger der Beratungsstelle ist das bundesweit älteste Schwulen- und Lesbenzentrum KCR, das es bereits seit 42 Jahren gibt.

Die Beraterinnen Ursula Brokemper (Diplom-Pädagogin) und Katharina Sonnet (Diplom-Sozialpädagogin) stehen Frauen in Coming Out Situationen zur Seite, ebenso Regenbogenfamilien, geben zudem Paarberatungen und bieten Interessierten Gruppenangebote an. Darüber hinaus gibt es Gesprächsangebote bei Unsicherheiten zur sexuellen Identität und/oder Orientierung.

Hilfe wird angeboten für diejenigen, die sich isoliert und vereinsamt fühlen, weil zum Beispiel nach einer Trennung oder dem Coming out Kontakte verloren gegangen sind. Ebenso, wenn es in der Partnerschaft mächtig kriselt, es eventuell sogar zu Gewalt gekommen sein sollte. Fragen zur Erziehung in einer Regenbogenfamilie gehören – neben anderen individuellen Problemen – zum vielseitigen Angebot von LEBEDO.

Ziel: lesbische Frauen sollen ohne Diskrimierung leben können

Ziel sei es, konkretisierte Susanne Kraus vom KCR-Vorstand, Aufklärungsarbeit zu leisten, damit „lesbische Frauen ohne Diskrimierung leben können“. Referatsleiterin Eva-Marie Frings vom NRW-Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, würdigte vor dem Hintergrund des immer größer werdenden Beratungsbedarfs das „vorgelegte überzeugende Konzept“.

Information und Aufklärung seien ganz wichtige Punkte. Bürgermeisterin Birgit Jörder freute sich darüber, dass „Lebedo die Lücke von Schibsel“ gefüllt habe und bescheinigte den Mitarbeiterinnen, „einen emanzipatorischen Beitrag für unsere Gesellschaft“ zu leisten.

In Kürze:
  • LEBEDO an der Goethestraße 66 ist zur persönlichen Beratung von Montag bis Mittwoch von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 19 Uhr geöffnet.
  • Telefonberatung gibt es freitags von 9 bis 13 Uhr (Rufnummer: 0231 – 98 22 14 40).
  • Eine offene Sprechstimme gibt es am Donnerstag von 16 bis 19 Uhr.
  • Verschiedene Gruppen befinden sich im Aufbau bzw. sind in der Planung.
  • eMail-Adresse: info@lebedo.de
  • Internet: www.lebedo.de
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Ein Gedanke zu “„LEBEDO“: Neue Dortmunder Lesbenberatungsstelle des KCR in der Nordstadt offiziell eingeweiht

  1. LeBeDo

    Veranstaltungseinladung: Lesbisches Leben in Dortmund

    Ulla Brokemper und Katharina Sonnet hauptamtliche Mitarbeiterinnen von Lebedo berichten über ihre Arbeit.
    Lebedo ist eine Beratungsstelle für lesbische und bisexuelle Frauen sowie transidente Menschen und deren Angehörige und natürlich auch für alle Frauen, die sich ihrer sexuellen Identität und Orientierung noch unsicher sind.

    Darüber hinaus wollen wir uns den Stand der Umsetzung des Forderungskatalogs zum Thema Lesben und Regenbogenfamilien anschauen und weiter entwickeln.

    Termin: 17. Mai 2016
    Ort: Cafe plus, Gnadenort 3-5 in Dortmund
    Beginn: 19 Uhr
    Ende: 21 Uhr

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