5200 Schüler:innen wechseln nächste Woche auf weiterführende Schulen:

Gymnasien auf Platz 1 und Gesamtschulen auf Platz 2 – aber hier gibt es nicht genügend Plätze

Die Bauarbeiten an der Anne-Frank-Gesamtschule gehen gut voran.
Wohl dem, der hier einen Platz bekommt. 87 Schüler:innen haben keinen Platz an einer Gesamtschule bekommen. Foto: Alexander Völkel für Nordstadtblogger.de

In der kommenden Woche wechseln rund 5.200 Schüler:innen von den Grundschulen zu weiterführenden Schulen in Dortmund. Wie auch in den Vorjahren haben die Eltern verstärkt Schulformen gewählt, die zum höchstmöglichen Abschluss, der allgemeinen Hochschulreife (Abitur) führen.

Gymnasium und Gesamtschule sind die beliebtesten Schulformen

Dabei stehen Gymnasien eindeutig an erster Stelle: Sie wurden mit einer Anmeldequote von 37,6 Prozent gewählt, was einen spürbaren Anstieg von vier Prozent bedeutet. Daher mussten zusätzliche Eingangsklassen gebildet werden.

Aus der dreizügigen Reinoldi-Sekundarschule in Westerfild wurde eine vierzügige Gesamtschule. Foto: Roland Gorecki für die Dortmund Agentur

An zweiter Stelle stehen mit einer Anmeldequote von 30,5 Prozent die Gesamtschulen. Dies entspricht einen leichten Rückgang um 1,7 Prozent. Allerdings ist ist Gesamtschule auch die Schulform, wo nicht alle Kinder einen Platz bekommen können. In diesem Schuljahr mussten 87 Dortmunder Schüler:innen auf andere Schulformen ausweichen, obwohl die Gesamtschule ihre erste Wahl war.

Die neue Reinoldi-Gesamtschule im Stadtbezirk Mengede wurde von den Eltern gut angenommen; es gab 106 Anmeldungen. Der Rat der Stadt hatte im Dezember 2020 die Umwandlung der dreizügigen Reinoldi-Sekundarschule in eine vierzügige Gesamtschule beschlossen, die zum Schuljahresbeginn 2021/22 ihren Betrieb aufnahm.

Weniger Anmeldungen an Realschulen, geringfügig mehr an Hauptschulen

Eine gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangene Nachfrage verzeichneten mit einer Anmeldequote von 21 Prozent die Realschulen. Die Anmeldequote an den Hauptschulen stellt sich mit 4,2 Prozent relativ niedrig dar, bedeutet allerdings gegenüber dem Vorjahr ein kleines Plus von 0,7 Prozent.

Die Johann Gutenberg Realschule in Dortmund-Hörde soll in eine vierzügige Gesamtschule umgewandelt werden. Der Betriebsbeginn könnte hier voraussichtlich zum Schuljahr 2023/24 starten.
Die Johann Gutenberg Realschule in Hörde soll in eine vierzügige Gesamtschule umgewandelt werden. Der Betriebsbeginn könnte hier voraussichtlich zum Schuljahr 2023/24 starten. Foto: Johann Gutenberg Realschule

Erfreulicherweise sind die Anmeldezahlen so hoch, dass an allen Schulen Eingangsklassen gebildet werden können. Die Nachfrage nach Hauptschulplätzen steigt erfahrungsgemäß zum Wechsel von Jahrgang 7 in den Jahrgang 8 noch einmal deutlich an.

4,9 Prozent aller Übergangskinder wurden an Schulen in Nachbargemeinden angemeldet. Für eine Schule in der NachbarKommune entscheiden sich vor allem Eltern aus stadtgrenznahen Ortsteilen wie Holzen, Lichtendorf, Kirchhörde, Somborn, Mengede, Brechten, Derne oder Wickede. Ein wichtiges Argument ist hier in der Regel der günstigere Schulweg.

Allerdings gibt es auch Einpendeln:innen: 32 Schüler:innen kommen aus Nachbarkommunen. Elf davon, um eine Gesamtschule zu besuchen und 14, um auf ein Gymnasium in Dortmund zugehen. Sechs besuchen ab der kommenden Woche eine Realschule und eine Person die Hauptschule in Dortmund. Die meisten Einpendler:innen kommen aus Castrop-Rauxel (elf Schüler:innen), Platz 2 belegt Bochum zehn Schüler:innen)

Der Besuch an der „Wunschschule“ ist nicht immer möglich

Der Abriss des ehemaligen Brüderkrankenhauses (Altbau der Anne-Frank-Gesamtschule) ist abgeschlossen. Foto: Alex Völkel
Der Abriss des Altbaus der Anne-Frank-Gesamtschule ist abgeschlossen. Hier entsteht Platz für eine neue Schule. Foto: Alexander Völkel für Nordstadtblogger.de

Der Besuch der „Wunschschule“ lässt sich an Hauptschulen zu 100 Prozent, in Realschulen und Gymnasien überwiegend realisieren. Lediglich an den Gesamtschulen reicht das vorhandene Platzangebot nicht aus, um alle Anmeldewünsche zu erfüllen.

Für Kinder, die an ihrer „Wunschschule“ nicht angenommen werden können, haben Schulleitungen, Schulaufsicht und der Fachbereich Schule in partnerschaftlicher Kooperation alternative Platzangebote in Realschulen und Gymnasien an anderen gut erreichbaren Schulstandorten organisiert.

Die Stadt Dortmund als Schulträger schreibt aktuell den Schulentwicklungsplan fort. Dabei ist das Elternwahlverhalten ein wichtiger Faktor. Der Schulentwicklungsplan wird den Bedarf an Schulraum über alle Schulformen ausweisen und dabei den Fokus besonders auf Gesamtschulen und Gymnasien legen.

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