Erstes Theaterlabor Deutschlands: Neubau der Akademie für Theater und Digitalität am Hafen soll 8,9 Millionen Euro kosten

An der Speicherstraße wird Platz für die neue Akademie geschaffen. Archivbild: Alex Völkel
An der Speicherstraße wird Platz für die neue Akademie geschaffen. Archivbild: Alex Völkel

Mit der „Akademie für Theater und Digitalität“ hat in Dortmund im vergangenen Jahr das erste Theaterlabor Deutschlands eröffnet. Nun soll die Akademie als sechste Sparte des Theaters Dortmund ein eigenes Gebäude erhalten. Der Verwaltungsvorstand hat eine entsprechende Vorlage zur Beschlussfassung in die politischen Gremien zu geben. 

Rund 8,9 Millionen Euro soll am Hafen in das Akademie-Gebäude investiert werden

Mit einem Investitionsvolumen von 8,9 Millionen Euro soll an der Speicherstraße am Hafen ein knapp 2.200 Quadratmeter großes Gebäude für Kunstschaffende der Akademie für Theater und Digitalität entstehen.

Der Baubeginn ist für Anfang 2021 geplant, die Fertigstellung für Sommer 2022. Der Standort ist nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt. An der Speicherstraße bildet die Akademie einen der ersten Bausteine des neuen Digital- und Innovationscampus. 

Realisiert wird der Neubau durch das städtische Sondervermögen Grundstücks- und Vermögensverwaltungsfonds in Zusammenarbeit mit der DOLOG GmbH, einem Unternehmen aus dem Unternehmensverbund der EDG Entsorgung Dortmund GmbH. 

Als Planungspartner wurden nach einem öffentlichen Vergabeverfahren u.a. die Dortmunder Architekten vom Büro Architekten.dlx und das Ingenieurbüro Planungsgruppe M+P gewonnen. 

Akademie als Ort für Forschung, Aus- und Weiterbildung sowie inhaltliche Debatten

Eröffnung der Konferenz für Digitalität und Theater „Enjoy Complexity“ im Februar 2018 / Auftakt zur Akademiegründung (Foto: Edi Szekely
Die Akademie für Digitalität und Theater soll im Sommer 2022 in den Hafen umziehen. Foto: Edi Szekely

Die Akademie für Theater und Digitalität bietet Raum für anwendungsbezogene und künstlerische Forschung, berufliche Aus- und Weiterbildung sowie inhaltliche Debatten. Sie erforscht die Möglichkeiten der Darstellenden Künste in der digitalen Moderne und entwickelt neue Technologien, neue Arbeitsstrukturen und neue Erzählweisen. 

Dabei versteht sich die Akademie als einen Ort der Innovation, der Inspiration, des Diskurses, des Austauschs – ein Ort mit Mut zu Neuem, und auch zum Scheitern. Für Reflexion, Netzwerkbildung, Impulsgebung und Kommunikation – ein Ort der Kunst. 

Die Akademie für Theater und Digitalität ist ein Modellprojekt des Theater Dortmund für digitale Innovation, künstlerische Forschung und technikorientierte Aus- und Weiterbildung. Sie wird gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen, der Kulturstiftung des Bundes sowie der WILO-Foundation und erhält Mittel aus dem EFRE-Fonds der Europäischen Union. Sie kooperiert mit der DTHG, dem Deutschen Bühnenverein und perspektivisch mit weiteren kommunalen und regionalen Partnern. 

Mehr Informationen zur Finanzierung:

Der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes hat die Akademie als „bundesweit herausragende Initiative“ bewertet und eine Förderung von 1 Million Euro Personalkosten für Forschungsstipendien sowie internationale Partnerschaften, künstlerische Austauschprogramme und die Fachkonferenz Enjoy Complexity. (Förderzusage für 2019-21) bewilligt. 

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW hat die Übernahme der Personalkosten von 1,3 Millionen Euro (Förderzusage für 2019-21) zugesagt. 

Aus Mitteln der Wirtschaftsförderung der Europäischen Union (EFRE) läuft ein Bewilligungsverfahren für eine Investitionsförderung der technischen Infrastruktur in Höhe von 1,5 Millionen Euro. 

 

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  1. Kunst trifft Wissenschaft: Erste Ausschreibung eines gemeinsamen Forschungsstipendiums der Akademie für Theater und Digitalität und der Helmholtz Information & Data Science Academy (PM)

    Kunst trifft Wissenschaft: Erste Ausschreibung eines gemeinsamen Forschungsstipendiums der Akademie für Theater und Digitalität und der Helmholtz Information & Data Science Academy

    Kunst trifft Wissenschaft: Die Helmholtz Information & Data Science Academy (HIDA) und die Akademie für Theater und Digitalität Dortmund schreiben gemeinsam ein Forschungsstipendium für Künstler*innen, Techniker*innen und Wissenschaftler*innen aus, die an der Schnittstelle zwischen digitaler Kunst und digitaler Spitzenforschung arbeiten wollen.
    Mit dem gemeinsamen Projekt wollen HIDA und die Akademie für Theater und Digitalität die Entwicklung von Formaten fördern, die das Thema Data Science künstlerisch für die Öffentlichkeit erschließen und Spitzenforschung, die mit künstlicher Intelligenz arbeitet, dem Theater und Kulturbetrieb von morgen zugänglich machen. Angestrebt wird, dass die Stipendiat*innen mit neuen Methoden experimentieren, digitale Ökosysteme erforschen, den Transfer von Fragestellungen, Erkenntnissen und Technologien zwischen Kunst und Information & Data Science befördern und der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen.

    Das fünfmonatige Residenzstipendium wird an der Dortmunder Akademie für Theater und Digitalität sowie an einem der 18 Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft absolviert. Die Stipendien sind dazu bestimmt, Wissenschaftler*innen und Theaterschaffenden zu ermöglichen, Forschungsprojekte zu beginnen, Entwürfe zu realisieren und begonnene Arbeiten fortzusetzen bzw. zu vollenden. Dazu vergeben HIDA und die Akademie zwei fünfmonatige Stipendien (inklusive Kostenübernahme von Reisen, Wohnung, Mentoren*innen-Budget etc.) und gewähren einen Arbeitsplatz und Zugang zu Netzwerken sowie Hard- und Software der beteiligten Institutionen.

    Die Ausschreibung richtet sich an Künstler*innen, Techniker*innen und Wissenschaftler*innen, die an der Erforschung von künstlerischen, technischen und wissenschaftlichen Fragenstellungen im Kontext digitaler Narrationen in theatralen Zusammenhängen sowie deren praktischer Umsetzung interessiert sind.

    Der Förderzeitraum ist möglich vom 1. September 2021 bis 30. Juni 2022. Bewerbungen können bis zum 28. März 2021 eingesendet werden an fellowship-application@theater.digital.

    Zu den beteiligten Institutionen

    Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Information, Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Helmholtz ist mit mehr als 41.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 5 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

    Wesentliche Herausforderungen für Wissenschaft und Forschung sind der Einsatz modernster Methoden aus dem Feld der Informations- und Datenwissenschaften sowie die Nutzbarmachung der Digitalisierung für den gesellschaftlichen Erkenntnisgewinn. Um diese Herausforderungen zu meistern, hat die Helmholtz-Gemeinschaft unter anderem die Helmholtz Information & Data Science Academy (HIDA) gegründet, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Digitalforscher*innen der Zukunft auszubilden sowie agile, deutschlandweite und internationale Netzwerke und Stipendienprogramme zu etablieren.

    http://www.helmholtz-hida.de
    http://www.helmholtz.de

    Die Akademie für Theater und Digitalität (ATD) ist ein Modellprojekt am Theater Dortmund für digitale Innovation, künstlerische Forschung und technikorientierte Aus- und Weiterbildung. Sie wird gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen, der Kulturstiftung des Bundes, dem EFRE-Fonds der Europäischen Union und der WILO-Foundation, die auch den Dortmunder Anteil der o.g. Stipendien zur Verfügung stellt. Sie kooperiert mit der DTHG, dem Deutschen Bühnenverein und mit zahlreichen regionalen und internationalen Partnern. Die Akademie versteht sich als ein Ort der Innovation, der Inspiration, des Diskurses, des Austauschs; ein Ort mit Mut zum Neuen und auch zum Scheitern, für Reflexion und Kommunikation – ein Ort der Kunst!

    Nähere Informationen unter:
    https://www.helmholtz-hida.de/kunst-trifft-wissenschaft-austauschprogramm
    https://theater.digital

  2. Dramaturgische Gesellschaft: Zweite Etappe der Jahreskonferenz online (PM)

    Dramaturgische Gesellschaft: Zweite Etappe der Jahreskonferenz online

    Die zweite Etappe der Jahreskonferenz der Dramaturgischen Gesellschaft DiG IT ALL/LET’S PLAY startet am Freitagabend, 26. März. Im Fokus der diesjährigen Konferenz stehen Digitalität und Performing Arts. Wie schon bei der ersten Tagungsetappe im Januar, bei der die Plattform Mozilla Hubs erfolgreich als neues Begegnungs- und Austauschformat genutzt wurde, wird mit twitch.tv ein neues Konferenz-Format erkundet.

    Vom 26.-28.3. wird live auf twitch.tv/dgtagung die mehrtägige Multiplayer Spielesession LET’S PLAY mit Wissenschaftler*innen, Expert*innen und Theaterschaffenden gestreamt. Sie beschäftigt sich mit Fragen der Gestaltung gemeinsamen Erlebens: Welche Narrative, Erzählstrategien, Ästhetiken oder auch Kommunikationsformen können Theatermacher*innen in ihrer Arbeit inspirieren? In insgesamt zwölf Stunden Gaming- und Diskurs-Show spielen:

    Judith Ackermann (Forschungsprofessorin FH Potsdam),
    Rodolfo Acosta Castro (Studierende MA Spiel und Objekt)
    Irina Bârcă (FFT Düsseldorf)
    Hannah Biedermann (pulk fiktion)
    Hans Block (Gruppe Laokoon)
    Lena Böckmann (Studierende MA Spiel und Objekt)
    David Czesienski (Prinzip Gonzo)
    Max Czollek (Autor)
    Katja Grawinkel-Claassen (FFT Düsseldorf)
    Ulla Heinrich (Missy Magazine),
    Tabea Hörnlein (tjg Dresden)
    Mahret Ifeoma Kupka (Autorin, Kuratorin)
    Konstantin Küspert (Dramatiker)
    Tina Lorenz (Staatstheater Augsburg)
    Linda Mattern (Studierende MA Spiel und Objekt)
    Holle Münster (Prinzip Gonzo))
    Christian Rakow (nachtkritik.de)
    Christopher Rüping (Regisseur)
    Mithu Sanyal (Autorin)
    Mario Simon (Akademie für Theater und Digitalität/Theater Dortmund)
    Christopher Weymann (FUNDUS Theater)
    Julia Wissert (Theater Dortmund, Schauspielintendantin)

    Konzipiert und moderiert werden die drei Tage von Sarah Fartuun Heinze (Theaterpädagogin, Kulturvermittlerin), Christiane Schwinge (Initiative Creative Gaming, PLAY Festival Hamburg) und Friedrich Kirschner (Studiengang Spiel && Objekt). Außerdem wirken Student*innen der Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch”/Studiengang Spiel && Objekt mit. Für die technische Durchführung und Ablaufregie zeichnen Linda Mattern, Julian Jungel und Friedrich Kirschner verantwortlich. Der Regisseur, Künstler und Social VR-Experte Arne Vogelgesang wird als Konferenzbeobachter tätig. Der Fotograf Ali Ghandtschi begleitet die Konferenz.

    Das Theaterberichterstattungs-Portal nachtkritik.de wird ebenfalls live streamen. Das gesamte Programm ist auf der Website konferenz-2021.dramaturgische-gesellschaft.de/zu finden. Die zweite Etappe der Konferenz ist öffentlich, im Internet frei zugänglich und kostenlos. Für User*innen, die sich auf twitch.tv anmelden, besteht die Möglichkeit, mit den Gamer*innen sowie dem Vorstand und Team der Dramaturgischen Gesellschaft zu chatten.

    Neben der einladenden Akademie für Theater und Digitalität/Theater Dortmund wird die Konferenz durch Eigenmittel der Dramaturgischen Gesellschaft und Zuschüssen vom Ministerium für Ministerium für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen und den Landesbühnen im Deutschen Bühnenverein finanziert.
    Die Jahreskonferenz 2021 der Dramaturgischen Gesellschaft „DiG IT ALL“ findet auf Einladung der Akademie für Theater und Digitalität/Theater Dortmund statt. #2 LET’S PLAY wird in Kooperation mit der Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch”/Studiengang Spiel && Objekt durchgeführt.

  3. Ein Neubau für die Zukunft des Theaters: Akademie für Theater und Digitalität entsteht am Dortmunder Hafen (PM)

    Ein Neubau für die Zukunft des Theaters: Akademie für Theater und Digitalität entsteht am Dortmunder Hafen

    Ein neues Domizil für die Zukunft des Theaters: Pünktlich zum „Welttag des Theaters“ am 27. März beginnen die Stadt Dortmund und das Theater Dortmund mit dem Neubau für die „Akademie für Theater und Digitalität“. Auf dem „Digital Campus“ im Dortmunder Hafen entsteht eine europaweit einzigartige Einrichtung. Voraussichtlich im Sommer 2022 wird sie den Betrieb aufnehmen können. Anlässlich des Baustarts hat die „Akademie“ einen etwa vierminütigen Film produziert, der ab 0.00 Uhr unter theater.digital/neues zu finden ist.

    Der Film bietet nicht nur pandemiebedingt eine digitale Variante des traditionell-symbolischen „ersten Spatenstichs“: Zu Wort kommen in dem Film Oberbürgermeister Thomas Westphal, Kulturdezernent Jörg Stüdemann, Akademie-Direktor Marcus Lobbes und Hafen-Chef Uwe Büscher, außerdem sind Arbeiten ehemaliger Stipendiat*innen der Akademie zu sehen.

    Die Akademie für Theater und Digitalität wurde Anfang 2019 gegründet und ist die sechste Sparte am Theater Dortmund. Ihren künstlerisch-technischen Forschungsbetrieb nahm sie zunächst in der ehemaligen Schreinerei des Theaters auf, einem rund 800 Quadratmeter großen Workspace.

    Mit dem rund 1800 Quadratmeter großen Neubau an der Speicherstraße bekennen sich Stadt und Theater Dortmund zur Zukunft und Weiterentwicklung der Darstellenden Künste: Es entsteht neuer Raum für internationale und anwendungsbezogene Forschung an digitalen Technologien für unterschiedliche Kontexte der Darstellenden Künste. Auch berufliche Weiterbildung und die Profilierung universitärer Ausbildung zur Digitalität in den Szenischen Künsten stehen auf dem Programm, ebenso wie vielfältige Beratung von Festivals, Stadt- und Staatstheatern und vielen anderen Institutionen aus dem In- und Ausland.

    Mit dem Baustart der Akademie für Theater und Digitalität nimmt nach dem “Leuchtturm” und dem “Heimathafen Nordstadt” nunmehr das dritte Projekt in der südlichen Speicherstraße konkrete Formen an. Als Ort für Kreativität und Digitalität ist die Akademie ein wichtiger Baustein in der Entwicklung des Hafenquartiers Speicherstraße zu einem urbanen und lebendigen Viertel. Hier wird nicht nur das Theater der Zukunft vorgedacht, mit gemeinsamen Projekten können auch neue wegweisende Netzwerke und Partnerschaften zwischen Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft entstehen, in denen man gemeinsam Grenzen und Möglichkeiten von digitalen Techniken ausreizt. Und die Quartiersentwicklung geht weiter: Mit der Neugestaltung des öffentlichen Raums sowie dem Umbau der Speicherstraße 2/2a zum Lensing Media Port wird noch in diesem Jahr begonnen.

    Die Akademie wird gefördert aus Mitteln des NRW-Ministeriums für Kunst und Wissenschaft, der Kulturstiftung des Bundes, des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie der Stadt Dortmund und der Wilo-Foundation.

    https://theater.digital/neues

  4. 15 Theater gründen ein neues Netzwerk für Digitalität (PM)

    15 Theater gründen ein neues Netzwerk für Digitalität

    15 Theater im deutschsprachigen Raum gründen das theaternetzwerk.digital. Ziel des Netzwerkes ist es, Wissen und Erfahrungen im Bereich Digitaltheater und Theaterdigitalisierung auszutauschen. Die Dortmunder Akademie für Theater und Digitalität und das Staatstheater Augsburg sind die Initiatoren des neuen Netzwerkes.

    „Bereits vor der Pandemie hat sich nicht nur die Wirtschaft, sondern die ganze Welt in einem gewaltigen Transformationsprozess befunden. Auch innerhalb von Kunst und Kultur entscheidet eine erfolgreiche Digitalisierung letztendlich über Sein oder Nichtsein. Dabei geht es sowohl um künstlerische Prozesse, als auch um Arbeits- und Produktionsabläufe. Es ist unser gemeinsames Anliegen, diesen Prozess selbstständig und produktiv zu gestalten. Und es ist unser gemeinsames Ziel, dabei so viele Theater wie möglich an dem gewonnenen Wissen und den Erfahrungen teilhaben zu lassen.“ (Tobias Ehinger, Geschäftsführender Direktor Theater Dortmund)

    Derzeit sind insgesamt fünfzehn Theater beteiligt, darunter Stadt- oder Staatstheater, aber auch private und freie Theater aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (gesamte Liste: https://theaternetzwerk.digital/).
    Die zeichnenden Häuser planen, an einer gesamt-theatral verstandenen digitalen Strategie zu arbeiten und sehen den digitalen Kulturwandel und die damit verbundenen Transformationsprozesse als Bereicherung ihrer Arbeit. Sie wollen die künstlerisch sinnvollen technologischen Möglichkeiten im physischen Kopräsenzraum erforschen und die digitalen und virtuellen Räume mit den Mitteln der Kunst aktiv und selbstbestimmt gestalten.

    „Es ist jetzt wichtig, Partner*innen zu identifizieren, vernetzt und dezentral zu denken, sich gegenseitig verpflichtet zu fühlen sowie sich Erfahrungen mit digitalen Techniken wechselseitig zur Verfügung zu stellen, denn: Sharing is Caring!“ (Marcus Lobbes, Direktor der Akademie für Theater und Digitalität)

  5. Kunst trifft Wissenschaft: Helmholtz-Gemeinschaft und Akademie für Theater und Digitalität suchen den Dialog und den Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Kunst (PM)

    Kunst trifft Wissenschaft: Helmholtz-Gemeinschaft und Akademie für Theater und Digitalität suchen den Dialog und den Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Kunst. Ein gemeinsames Stipendium fördert zwei Projekte, die Datenwissenschaften durch Kunst erlebbar machen.

    Mit einem gemeinsamen Austauschprogramm wollen die Helmholtz Information & Data Science Academy (HIDA) und die Akademie für Theater und Digitalität Formate fördern, die das Thema Data Science künstlerisch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen. Gleichzeitig soll Spitzenforschung über künstliche Intelligenz Ideengeberin für das Theater und den Kulturbetrieb von morgen sein. Das Stipendium richtet sich an Künstler:innen, Techniker:innen und Wissenschaftler:innen, die an der Schnittstelle zwischen digitaler Kunst und digitaler Spitzenforschung arbeiten wollen. Im Rahmen der ersten Ausschreibung wurden zwei Projekte zur Förderung ausgewählt. Das Stipendium ermöglicht die Zusammenarbeit von Künstler:innen und Wissenschaftler:innen über einen Zeitraum von 5 Monaten (zwischen September 2021 bis Juni 2022), 2 Monate an der Akademie in Dortmund und 3 Monate an einem Helmholtz-Zentrum.

    Diese zwei Projekte gewannen im ersten Auswahlverfahren:

    Bnaya Halperin-Kaddari und Kerstin Ergenzinger: Common Ground: Sounding out arctic warming

    Das Thema der Klimakrise ist so umfangreich und komplex, dass die Dringlichkeit oft schwer zu erfassen ist. Die Arktis erwärmt sich derzeit in einem noch nie dagewesenen Ausmaß und die terrestrischen arktischen Landschaften verändern sich dementsprechend schnell. In dem Projekt „Common Ground“ sollen Forschungsdaten aus der Arktis mit Techniken der Sonifikationen hörbar und im Rahmen einer Performance erlebbar gemacht werden. Die sonifizierten Daten sollen durch eigens geschaffene Klangkörper und Instrumente in einer begehbaren Rauminstallation zu hören sein und sich durch Interferenz mit den in den Klangraum eintauchenden Zuschauenden manipulieren lassen. Das Projekt wird gemeinsam mit Julia Boike vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) realisiert.

    Martin Hennecke: The (Un)Answered Question – Eine musikalische Data Science Versuchsanordnung

    Für eine erneute, überarbeitete Einreichung qualifiziert ist zudem das Forschungsprojekt „The (Un)Answered Question“. Auf der Basis der Komposition „The Unanswered Question“ des Komponisten Charles Ives soll eine Prototyp-Aufführung entwickelt werden, in der über Mensch-Maschine-Interfaces aufgenommene Bio-Daten der Zuschauer:innen und Beteiligten in Videoprojektionen und Live-Orchesterremix verarbeitet werden. So versucht das Projekt mit Mitteln und Techniken aus dem Bereich Data Science ein immersives Live-Erlebnis zu schaffen. Dabei sollen die Projektionen und Kompositionen über künstliche Intelligenz mit den Zuschauerdaten und jenen der Performer:innen gekoppelt werden, sodass jede Aufführung zu einem einmaligen Ereignis wird. In diesem Projekt arbeiten zwei Arbeitsgruppen unterschiedlicher Helmholtz-Zentren zusammen, Thoralf Niendorf vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) und Andres Schreiber vom Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Durch eine Kooperation mit dem Saarländischen Staatstheatersoll das Projekt anschließend realisiert werden.
    Zu den beteiligten Institutionen
    Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Information, Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Helmholtz ist mit mehr als 41.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 5 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands.
    Wesentliche Herausforderungen für Wissenschaft und Forschung sind der Einsatz modernster Methoden aus dem Feld der Informations- und Datenwissenschaften sowie die Nutzbarmachung der Digitalisierung für den gesellschaftlichen Erkenntnisgewinn. Um diese Herausforderungen zu meistern, hat die Helmholtz-Gemeinschaft unter anderem die Helmholtz Information & Data Science Academy (HIDA) gegründet, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Digitalforscher*innen der Zukunft auszubilden sowie agile, deutschlandweite und internationale Netzwerk und Stipendienprogramme zu etablieren.
    http://www.helmholtz-hida.de
    http://www.helmholtz.de

    Die Akademie für Theater und Digitalität (ATD) ist ein Modellprojekt am Theater Dortmund für digitale Innovation, künstlerische Forschung und technikorientierte Aus- und Weiterbildung. Sie wird gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen, der Kulturstiftung des Bundes, dem EFRE-Fonds der Europäischen Union und der Wilo-Foundation, die auch den Dortmunder Anteil der o.g. Stipendien zur Verfügung stellt. Sie kooperiert mit der DTHG, dem Deutschen Bühnenverein und mit zahlreichen regionalen und internationalen Partnern. Die Akademie versteht sich als ein Ort der Innovation, der Inspiration, des Diskurses, des Austauschs; ein Ort mit Mut zum Neuen und auch zum Scheitern, für Reflexion und Kommunikation – ein Ort der Kunst!
    https://theater.digital

    Nähere Informationen unter:
    https://www.helmholtz-hida.de/kunst-trifft-wissenschaft-austauschprogramm
    https://theater.digital

  6. Abschluss der Spielzeit und Ausblick auf 2021 / 2022 in der Akademie für Theater und Digitalität (PM)

    Abschluss der Spielzeit und Ausblick auf 2021 / 2022 in der Akademie für Theater und Digitalität

    Abschlusspräsentation #04 an der Akademie

    Das vierte Forschungssemester an der Akademie für Theater und Digitalität geht nach fünf Monaten zu Ende. Seit Februar haben die neun Stipendiat*innen erforscht, welche digitalen Technologien sich besonders und auf welche Weise für den Einsatz im Theater oder im Konzertwesen eignen. Die fünf Forschungs-Projekte waren vor über einem Jahr von einer unabhängigen zwölfköpfigen Jury ausgewählt worden. Mit ihren anwendungsbezogenen Forschungsansätzen entwickelten Sarah Buser, Benjamin Burger, Joel de Giovanni, Nico Parisius, Caspar Bankert, Edwin Steenbergen, Jiayun Zhuang, Christoph Wirth, Markus Wagner ihre prototypischen Projekte zwischen Augmented Reality, Objektdesign und -animation, Motion Tracking, Binauralem Sounddesign u.v.m. weiter und forschten u.a. an der bidirektionalen Vernetzung von Theaterräumen. Aufgrund der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie ist die Präsentation der Prozesse und Ergebnisse am kommenden Freitag, 25. Juni – hoffentlich letztmalig – einem kleinen Kreis von Besucher*innen vorbehalten.
    Die Forschung der Stipendiat*innen wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes und der Dortmunder Wilo-Foundation, der Betrieb der Akademie durch das NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft, durch den EFRE-Fonds der Europäischen Union und die Stadt Dortmund.

    SPIELZEIT 2021 / 2022

    PlayOn! Konferenz: 16.-19. September 2021
    Das europaweite Netzwerk PlayOn!, bestehend aus 9 Theatern, kommt in Dortmund in den Räumlichkeiten der Akademie zusammen und konferiert zur Zukunft des Theaters im Kontext der Digitalisierung. Mehr Infos: https://play-on.eu/

    Start Fellowship 2021_09: 2. September 2021
    Das nächste Fellowship der Akademie für Theater und Digitalität beginnt! Die neuen Stipendiat*innen des Programmes nehmen ihre Arbeit vor Ort auf.

    OpenLab – Abschlusspräsentation: 21. Januar 2022
    Die Fellows des fünften Semesters (Samuel Chan Kwan Chi, Yvonne Dicketmüller, Luise Ehrenwerth, Katie Hawthorne, Kiran Kumar, Peter Lorenz, Johannes Payr, Elena Tilli, Kai Tuchmann) präsentieren die (vorläufigen) Ergebnisse ihrer Arbeit an der Akademie für Theater und Digitalität.

    Was ist die Akademie?

    Die Akademie für Theater und Digitalität ist ein europaweit einmaliges Modellprojekt für digitale Innovation, prototypische künstlerische Forschung und technikorientierte Aus- und Weiterbildung. 2019 unter der Leitung von Direktor Marcus Lobbes gegründet geht ihre Entwicklung auf die Zeit der Schauspielintendanz von Kay Voges und seines Teams zurück (2010 – 2020) – dieser hatte mit einer Vielzahl von Inszenierungen seit 2013 den Impuls für eine mehrjährige konzeptionelle Vorbereitung gegeben. Als sechste Sparte des Theater Dortmund widmet sich die Akademie der Aufgabe, die Strukturbedingungen des künstlerischen und technischen Handelns auf den Bühnen zu erforschen, die maßgeblich durch die Digitalisierung geprägt sind. Mit künstlerisch-technischen Mitteln wird im rund 800 Quadratmeter großen Labor geforscht, wie digitale Technologien für die Darstellenden Künste sinnvoll und sinnlich angewandt werden können – internationale Fellows werden dazu von Mitarbeiter*innen der Akademie und externen Mentor*innen unterstützt. Hier wird untersucht, wie sich die Darstellenden Künste durch Sensorik, Robotik und Aktorik, Virtual und Augmented Reality, Künstliche Intelligenz u.v.a. wandeln und wie digitale Technologien die vielfältigen Arbeitsbereiche vor, auf und hinter der Bühne erweitern können. Die Akademie ist in ihrer Arbeit eingewoben in ein europaweites Netz aus den Bereichen künstlerische Produktion, Wissenschaft, Wirtschaft: Stadt- und Staatstheater, freie Theater und Festivals, Initiativen und Verbände, start ups, Universitäten und Fachhochschulen. In den zurückliegenden Monaten der Pandemie ist dieses Netz um ein Vielfaches dichter geworden – geknüpft durch steten Austausch, den die Akademie gesucht hat, und Anfragen, welche die Akademie erreicht haben: aus Dänemark, Polen, Finnland, Russland, Österreich, Kasachstan, Süd-Korea, China, Kirgisistan, Georgien, den Niederlanden, Ungarn, der Ukraine, Kanada, Chile, Brasilien, Jordanien, der Schweiz, Spanien, Portugal, Italien, Belgien, die USA u.v.a. Nahezu alle Bereiche der Darstellenden Künste – von der Ausbildung, über die Förderung und Bezahlsysteme, bis hin zu Produktion und Präsentation; von den Theaterschaffenden auf und hinter der Bühne bis hin zu den Zuschauenden: Alles dies ist Gegenstand eines umfänglichen und tiefgreifenden Diskurses geworden: Was ist das Theater in und nach diesen Zeiten der Pandemie? So ist beispielsweise auch ein im April 2021 vom Staatstheater Augsburg und von der Akademie initiiertes Netzwerk digital affiner Theater Teil dieses Netzes geworden. Es ist zugleich Ausdruck dieses weitreichenden Wandlungsprozesses, in dem sich die Institution Theater und die Darstellenden Künste generell befinden; Corona hat die Entwicklung und das Nachdenken über das Digitale in der Kunst und über Theater in virtuellen und hybriden Räumen maximal beschleunigt und in seiner Relevanz nachhaltig unterstrichen. Die Erkenntnis, dass das Digitale in den Darstellenden Künsten keine Bedrohung des „alten“ analogen Theaters, sondern vielmehr eine Bereicherung und Erweiterung an Kompetenzen, Räumen, Professionen, vor allem aber an Spiel- und Erzählmöglichkeiten darstellt, hat die vorsichtige Neugier des ersten Lockdowns vom Frühjahr 2020 abgelöst: Das Digitale wird bleiben – und wir als Theaterschaffende und als Zuschauer*innen sind aufgerufen, es zu gestalten. In diesem profunden Wandlungsprozess widmet sich die Akademie für Theater und Digitalität in ihrem Interimsquartier in der alten Schreinerei im Theater Dortmund ihren drei bisherigen Arbeitsschwerpunkten:

    1. künstlerisch-technische Forschung;
    2. berufliche Weiterbildung;
    3. universitäre Ausbildung.

    Und gewinnt mit dem in Planung befindlichen Digitalen (Ko)Produktionszentrum
    noch einen vierten Arbeitsbereich hinzu.

    1. Forschung:
    Die künstlerisch-technische Forschung stellt das Herzstück der Akademie dar. Dafür bietet die Akademie halbjährlich 4 –10 Forschungsplätze an für (internationale) Fellows künstlerischer oder technischer Provenienz. Von einer unabhängigen
    12köpfigen Jury ausgewählt forschen sie an einem Projekt ihrer Wahl mit einem je eigenen künstlerischen oder technischen Schwerpunkt. Der Projektansatz soll eine prototypische Forschung erkennen lassen, das gewonnene Ergebnisse im besten Falle auf andere Gattungen übertragbar sein, so dass die Ergebnisse – von der Akademie öffentlich gemacht – auch von anderen Theater(schaffende)n genutzt werden können: Sharing is caring. Die Fellows erhalten Raum und Zeit, Kompetenz und Wissen, so dass im besten Falle der Forschungsprozess vor dem Produkt stehen kann: Umwege und selbst das Scheitern sind erlaubt. Mit Beginn der Spielzeit 2021/22 wird nicht nur das 5. Fellowship-Semester aufgenommen – vielmehr erfährt die künstlerische Forschungsarbeit noch eine Erweiterung: Gemeinsam mit der Helmholtz Information & Data Science Academy (HIDA) der Helmholtz-Gemeinschaft lobt die Akademie erstmals zwei Stipendien im Rahmen eines Pilotprojektes aus, das Forschung, digitale Technologien und Darstellende Künste miteinander verbinden will. Die HIDA-Fellows verbringen zwei Monate an der Akademie und drei Monate an einem der Institute der Helmholtz-Gemeinschaft, wie dem Karlsruher Institut für Technologie, dem Zentrum für Luft- und Raumfahrt oder dem Zentrum für Ozeanforschung. Sie erhalten in ihrer fünfmonatigen Recherche-Zeit die einzigartige Möglichkeit, auf Informationstechnologien und Datensätze der Institute zuzugreifen
    und diese künstlerisch zu bearbeiten.

    2. Weiterbildung:
    Die praktisch orientierte, berufliche Weiterbildung verlagert sich angesichts von pandemischen Hygienevorschriften zunehmend ins Digitale. Gerichtet an die verschiedenen Vertreter*innen von künstlerischen, technischen und künstlerischtechnischen Berufen wollen die verschiedenen Formate der Weiterbildung vor allem Theater in der Pandemie ermöglichen: Wie lässt sich ein Live-Stream aufsetzen? Wie im virtuellen Kontext ein ansprechender, bespielbarer, leicht zugänglicher und benutzbarer Raum kreieren, der neben szenischer Präsentation eben auch die Sehnsucht des Publikums nach Begegnung, Gespräch und Austausch befriedigen kann: Wie also geht Theater auf Social VR-Plattformen? Der notwendige Weiterbildungsbedarf für diverse Hardware und Software-Komponenten bleibt ebenso bestehen: relevante Programmier-Sprachen für Sound and Video-Engineneering, von game engines, aber auch die Funktionsweisen und den Bau von Arduinos und Raspberry Pis u.v.m.

    3. Ausbildung:
    Bis zum Bezug des neuen Akademie-Gebäudes am künftigen Digital Campus in der Speicherstraße im Dortmunder Hafen soll ein Masterstudiengang akkreditiert sein: Absolvent*innen des Masters „Digitalität in den Szenischen Künsten“, so der bisherige Arbeitstitel, haben künstlerische wie technische Zusammenhänge digitaler Technologien und Prozesse für die Darstellenden Künste anwendungsbezogen studiert – und werden als eine der ersten Studierenden u. a. dafür professionell ausgebildet sein, Schnittstellen-Funktionen zwischen Kunst und digitaler Technologie in Theatern, Festivals, Produktionshäusern und freien Gruppen zu übernehmen: Die Berufsbezeichnung für diese „Digital-Expert*innen“ gilt es noch zu finden.

    4. Digitales:
    (Ko)Produktionszentrum: In der Konzeption befindet sich derzeit noch ein vierter Arbeitsbereich, der sich insbesondere an den Bedarfen von Theatern orientiert, die mit digitalen Technologien experimentieren und auf der Bühne verwenden wollen. Gemeinsam mit dem StoryLab der Fachhochschule Dortmund – dem kiU – und dem Dortmunder U baut die Akademie einen praxisbezogenen Koproduktionsbereich auf, an dem Künstler*innen und Techniker*innen der Darstellenden und Bildenden Künste (Stadt- und Staatstheater, Festivals, freie Gruppen und Einzelkünstler*innen) Funktionsweisen von technischen set ups ausprobieren, verbessern und ausbauen können: Anforschung, Erprobung, Umsetzung – und nicht zuletzt Vermittlung und Weitergabe von Wissen im Umgang mit digitalen Technologien.

  7. „Next Level“-Festival: Akademie für Theater und Digitalität stellt neue Plattform „ToGather“ vor (PM)

    Im Rahmen des Festivals „Next Level – Festival for Games“ vom 26. bis 28. November 2021 in Essen stellt die Akademie für Theater und Digitalität die Kooperation für die innovative Plattform „ToGather“ mit dem NRW KULTURsekretariat und dem Department Digitale Künste am Theater Dortmund vor. Beim Forum am Samstag, 27. November, ab 15 Uhr sprechen Dr. Christian Esch (NRW KULTURsekretariat), Michael Eickhoff (Akademie für Theater und Digitalität), Eva Lenhardt (NRW KULTURsekretariat/Internationales Besucherprogramm), Roman Senkl (Berliner Festspiele/Theater Dortmund) sowie Alumni des Internationalen Besucherprogramms (online zugeschaltet) über die Arbeit an der neuen Begegnungsplattform, die basiert ist auf einer MozillaHubs-Umgebung und eine internationale und interdisziplinäre Vernetzung langfristig ermöglichen soll. „Next Level“ ist das Festival für die Kunst und Kultur digitaler Spiele in Deutschland und wird veranstaltet vom NRW KULTURsekretariat, gemeinsam mit der Stadt Essen und in Kooperation mit der Stiftung Zollverein. Weitere Infos und Tagestickets für 10,- Euro (5,- Euro ermäßigt) sowie Festivalpässe für 25,- Euro (12,- Euro ermäßigt) gibt es unter http://www.next-level.org

  8. Künstliche Intelligenz und Theater: Dortmunder Akademie bei Symposium dabei (PM)

    Was haben Künstliche Intelligenz und Theater miteinander zu tun? Welche Chancen liegen für das Theater in der Beschäftigung mit Künstlicher Intelligenz und welche Auswirkungen hat sie auf die künstlerische Arbeit? Das digitale Symposium „Künstliche Intelligenz und Theater“ am Düsseldorfer Schauspielhaus am kommenden Samstag, 27. November, beschäftigt sich mit diesen Fragen. Marcus Lobbes, Direktor der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund, ist um 10.15 Uhr mit einem Impulsvortrag sowie nachmittags im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit dabei. Das Symposium findet von 10 bis 18 Uhr digital über zoom statt. Interessierte können sich unter symposium@dhaus.de anmelden. Das gesamte Programm steht unter http://www.dhaus.de online

    Symposium — Künstliche Intelligenz und Theater am 27. November 2021 von 10 bis 18 Uhr — digital per Zoom

    Das Symposium bildet den Abschluss des durch die Kulturstiftung des Bundes geförderten Modellprojektes »Digitale Bürgerbühne für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene« des Düsseldorfer Schauspielhauses, in dessen Rahmen auch die Produktionen »Regie: KI« sowie »Regie: KI – der Film« entstanden sind.

    Thesen und Fragestellungen
    10 bis 10:15 Uhr — 3 Thesen zu Künstlicher Intelligenz und Theater — Begrüßung Martin Grünheit, Regisseur und Dr. Michael Straeubig, Dramaturg

    10:15 bis 10:30 Uhr — Warum ist KI für das Theater interessant? — Marcus Lobbes, Direktor der Akademie für Theater und Digitalität, Theater Dortmund

    10:30 bis 10:45 Uhr — Was interessiert die Technologie am Theater? — Dr. Martina Leeker, Medienkünstlerin und Dozentin, Universität zu Köln

    10:45 bis 11 Uhr — anschließende Diskussion

    11 bis 11:10 Uhr — Pause

    Praxis und Projekte
    11:10 bis 12:10 Uhr — Projektvorstellungen, Teil 1

    11:10 bis 11:20 Uhr — Dr. Diana Serbanescu, »The Shape of Things to Come« (auf Englisch)
    11:20 bis 11:30 Uhr — Björn Lengers, CyberRäuber, »Der Mensch ist ein Anderer«
    11:30 bis 11:40 Uhr — Marie-Christin Rissinger, »Blind Date Collaboration: Union of Global Artificial Intelligence (U.G.A.I)«
    11:40 bis 11:50 Uhr — Wanja van Suntum, cobratheater cobra, »The German Horror Story – Antifa KI«

    11:50 bis 12:10 Uhr — Fragen und Diskussion zu den Projekten

    12:10 bis 12:20 Uhr — Pause

    12:20 bis 13:30 Uhr — Projektvorstellungen, Teil 2

    12:20 bis 12:30 Uhr — Andrea Familari, Fronte Vacuo, »Exhale« (auf Englisch)
    12:30 bis 12:40 Uhr — Martin Grünheit, »Regie: KI«
    12:40 bis 12:50 Uhr — Ilja Mirsky, »Mythen der Zweckmäßigkeit«
    12:50 bis 13:00 Uhr — Till Müller-Klug, Interrobang, »DEEP GODOT«

    13:00 bis 13:30 Uhr — Fragen und Diskussion zu den Projekten

    13:30 bis 14:15 Uhr — Mittagspause

    Begegnung und Gespräche
    14:15 bis 15 Uhr — Parallele Break-out Sessions (Die Break-out Sessions finden parallel und je nach Präferenz der Teilnehmenden auf Deutsch oder Englisch statt.)

    Bias auf der Bühne? Was können wir tun gegen Vorurteile in Datensätzen und Algorithmen?
    Posthumane Kreativität: Mensch oder Maschine? Kann Künstliche Intelligenz Kunst?
    (How) do we share lessons learned and knowledge in artistic AI projects? (Including »Regie: KI« Source presented by Meredith Thomas)

    15 bis 15:30 Uhr — Berichte aus den Break-out Sessions

    15:30 bis 16 Uhr — Pause

    Diskussion und Reflexion
    16 bis 16:45 Uhr — Diskussion: Das algorithmische Theater — Robert Koall, Chefdramaturg am Düsseldorfer Schauspielhaus, und Dr. Michael Straeubig, (freier) Dramaturg

    16:45 bis 17 Uhr — Pause

    17 bis 18 Uhr — Podiumsdiskussion: Mit Kunst KI verstehen – Inwieweit können künstlerische Projekte zum Verständnis von KI und der Gesellschaft beitragen? — Dr. Martina Leeker, Medienkünstlerin und Dozentin, Universität zu Köln, Martin Grünheit, freier Regisseur, Prof. Friedrich Kirschner, Professor für digitale Medien, Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Marcus Lobbes, Direktor der Akademie für Theater und Digitalität, Theater Dortmund, Marie-Christin Rissinger, Blind Date Collaboration — Moderation: Catherine Schlüter

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