Nordstadtblogger

„Digital-Campus“ am Hafen könnte 5.000 Arbeitsplätze schaffen – Stadt kauft Knauf-Areal – Arbeiten am Wasser

Platz für den Digital-Campus: Die Stadt hat das fünf Hektar große Knauf-Areal gekauft. Foto: Karsten Wickern

Der Dortmunder Hafen soll zu einem „Digital-Campus“ werden. Das sehen zumindest die Pläne der Stadtspitze vor, die im Herbst in die Gremien kommen sollen. Mit bis zu 5.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen rechnet OB Ullrich Sierau – ohne am jetzigen Bestand von in etwa der gleichen Größenordnung zu rütteln. Möglich werden soll das, weil die Stadt nicht nur die Speicherstraße neu entwickeln möchte, sondern auch das rund fünf Hektar große Areal von Knauf Interfer erworben hat und dort beabsichtigt, digital basierte Wirtschaftsunternehmen zu platzieren. Seine Pläne stellte Sierau jetzt den Nordstadtbloggern im Interview vor. 

Ein Neubau der Hafenverwaltung könnte direkt an der Hafenkante entstehen

Die Abbrucharbeiten an der nördlichen Speicherstraße laufen auf Hochtouren.

Die Transformation der Speicherstraße haben die Nordstadtblogger bereits mehrfach vorgestellt. Doch gerade für den nördlichen Teil der Speicherstraße blieben die Pläne noch ziemlich vage. Das hat sich geändert: Eine ganze Reihe von Aktivitäten hat die Stadtspitze im Blick, wenn die Gremien ihr folgen.

Sierau schwebt eine Perlenkette von innovativen Unternehmen vor, die teils neu nach Dortmund kommen und teils umziehen könnten. Auch die Stadt und ihre Töchter sollen sich dort „einreihen“. Das erste Gebäude an der neuen Hafenpromenade soll die Hafen AG selbst sein. 

Auf den ersten Entwürfen von Gerber Architekten war ein Hafen AG-Schriftzug zu sehen. Damals noch bestritten, stehen mittlerweile die Neubaupläne offiziell auf der Agenda. Denn das (nicht mehr) neue Verwaltungsgebäude ist in die Jahre gekommen und soll abgerissen werden, wenn der Neubau an der Hafenkante steht. 

Repräsentativer Neubau soll Maßstäbe für Folgeprojekte setzen

So könnte die neue Hafenpromenade am Schmiedinghafen aussehen. Entwurf: Gerber

„Das Hafengebäude ist durch. Daher müssen wir ohnehin über einen Neubau nachdenken, der digital kompatibel sein muss“, betont Sierau. Neben dem Speichersilo, wo derzeit noch ein altes Rhenus-Gebäude steht und unter anderen das Internationale Handelszentrum Nordstadt und das Interkulturelle Zentrum der AWO zwischenzeitlich untergebracht wurden, soll ein repräsentativer Neubau entstehen. 

Dieser wird nach Willen von Ullrich Sierau architektonische Maßstäbe für die Entwicklung der nördlichen Speicherstraße setzen: „Die Hafen-Verwaltung darf nicht 08/15 werden, sondern braucht eine qualifizierte Gestaltung. Sie soll ja Maßstäbe für weitere Gebäude setzen“, so Sierau. 

„Nicht gerade Gehry“, sagt der OB mit Blick auf den international bekannten kanadisch/US-amerikanischen Star-Architekten. Aber vielleicht Gerber oder einer der anderen bekannten und erfolgreichen Dortmunder Architekten: „Sie werden ein reiches Betätigungsfeld haben. Die bauliche Qualität muss geschaffen werden.“ 

Perlenkette nach Norden und eine fünf Hektar große Fläche auf dem Knauf-Areal

Der „Leuchtturm“ ist eines der Bauprojekte, die in der südlichen Speicherstraße entstehen sollen. Visualisierung: bloomimages

Denn die Stadtspitze hat im Norden Großes vor: Nach dem „Leuchtturm“-Vorhaben auf dem Santa Monika-Anleger und dem  geplanten „Lensing Media Port“ im alten Schenker-Gebäude, dem „Heimathafen“ und dem Gründerzentrum im bisherigen Speichergebäude ist die südliche Speicherstraße ziemlich ausgeformt. 

Doch für die „Perlenkette nach Norden“ will Sierau nun auch auf der Expo Real in München werben: „Es gibt durchaus starke Nachfrage von Privaten. Der Hafen ist irgendwie sexy und Wasser hat immer einen Reiz. Das hat auch eine Investorenrunde bei einem Besuch im Norden bestätigt.“

Das bisherige Platzangebot möchte die Stadt mit dem mittlerweile getätigten Kauf des 50.000 Quadratmeter großen Geländes von Knauf Interfer erweitern. An der Bülowstraße hatte das Stahlunternehmen Interfer Stahl dicht gemacht. Es gehört zur Unternehmensgruppe Knauf Interfer mit Hauptsitz in Essen. Mehr als hundert Arbeitsplätze gingen hier verloren. 

Doch durch die strategische Lage, direkt an der nördlichen Speicherstraße gelegen, bietet das Areal ideale Erweiterungsmöglichkeiten. Der 27.000 Quadratmeter große Hallenkomplex soll abgerissen werden. Wenn dann noch die Hafenverwaltung abgerissen wird, lässt sich das Gelände perfekt vermarkten. 

Arbeiten am Wasser: Sierau möchte eine Grachtenlösung für das Knauf-Gelände

Das Knauf-Areal könnte mit einer Gracht an den Schmieding-Hafen angeschlossen werden.

Doch eine einfache Bebauung schwebt Sierau auch hier nicht vor: Er möchte das Gelände in der zweiten Reihe aufwerten und mit einer Gracht an den Schmiedinghafen anschließen. „Eine Gracht macht nur Sinn, wenn sie eine gewissen Breite hat und Atmosphäre verströmt“, betont Sierau. 

Wie das technisch geht, ob es ein „einfacher“ Stichkanal würde oder die Gracht das Gelände in einer Bügelform durchzöge, damit zwei Anschlüsse und zwei Brücken an der Speicherstraße nötig wären, ist offen. Gleiches gilt für die Kosten: Doch der Preis für die Baukosten allein sei nicht ausschlaggebend – denn mit dem Arbeiten am Wasser ließen sich die dann kleiner werdenden Flächen teurer vermarkten. 

Vermarktet werden sollen die städtischen und die Hafenflächen gemeinsam: „Ich möchte dem Rat eine Entwicklungsgesellschaft vorschlagen“, erklärt Sierau. Am 30. Oktober soll der Verwaltungsvorstand eine entsprechende Vorlage beschließen. Der könnte dann noch in seiner Dezembersitzung zustimmen. Neben dem Rat müssten auch die Aufsichtsräte von Hafen AG und DSW21 zustimmen. 

Technologiepark, Phoenix-West und Stadtkrone-Ost als Vorbild für Digital-Cluster

So könnte Phoenix-West nach der erfolgreichen Entwicklung durch die Holländer aussehen.

Dass die Flächen zu vermarkten sind, daran hat Sierau keine Zweifel. Für den geplanten „Digital-Cluster“ sollen die mehrfach erprobten Mechanismen greifen. Blaupause sind der Technologiepark, Phoenix-West und die Stadtkrone-Ost. Das Technologiezentrum war die Keimzelle für GründerInnen, die dann bei Erfolg „ausgewildert“ wurden und sich im benachbarten Technologiepark angesiedelt haben. Er ist mittlerweile der größte in Deutschland. 

Bei Phoenix-West bildete die MST-Factory die Keimzelle. Wenn die Vermarktung des Geländes – u.a. durch die Bankenkrise – hier auch mehr als zehn Jahre brauchte, so sind mittlerweile fast alle Flächen vergeben. Bei der Stadtkrone-Ost bildete die DOKOM den Startpunkt. Auch dieses Areal ist jetzt komplett ausgebucht. 

Ziel Sieraus ist, bereits 2019 mit dem Abbruch anzufangen und mit weiteren Vorbereitungen für Neubauten zu beginnen. Anders als an der Speicherstraße, wo bereits Baurecht besteht, müsste für die Knauf-Fläche erst ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Das braucht rund zwei Jahre.

Dortmunder Systemhaus könnte ebenfalls an der Hafenkante neu bauen

OB Ullrich Sierau

Einen Digital-Vorreiter für den Hafen-Cluster hätte Sierau ebenfalls an der Hand: Der OB könnte sich vorstellen, dass das Dortmunder Systemhaus „DOSYS“ neben der Hafen-Verwaltung neu baut. Bislang sitzt der städtische IT-Dienstleister neben der DSW21-Verwaltung in der Deggingstraße. Auch hier ist das Gebäude in die Jahre gekommen. 

Einen Neubau wünschte sich Sierau allerdings im neuen „Digital-Cluster“ am Hafen. Allerdings sind diese und andere Pläne in der Kommunalpolitik nicht unumstritten. Der Knackpunkt: Die Nutzung eigener Gebäude ist langfristig wirtschaftlicher als eine externe Anmietung. 

Doch die Realisierung der Vorhaben im Hafen soll in der Regel durch Private erfolgen. Die Stadt müsste sich in diesem Fall dort langfristig einmieten, was die Ergebnisrechnung belastet. Daher blicken nicht nur kühle Rechner mitunter kritisch auf die Ideen des Oberbürgermeisters. Gleiches gilt für das Knauf-Gelände. Dabei handelt es sich um ein durch die jahrzehntelange Nutzung belastetes Gelände. Es gibt daher nicht nur Beifall, wenngleich die Weiterentwicklung des Hafens nahezu parteiübergreifend gelobt wird. 

Inkubator oder Accelerator-Modell für die Digitalwirtschaft

Im ehemaligen Haus der Schifffahrt ist heute der e-Port Dortmund untergebracht. Foto: Klaus Hartmann

Apropos Hafen: Im e-Port-Gebäude sind ebenfalls nahezu alle Flächen belegt. Während hier vor allem Logistikketten bedient werden, will Sierau am Wasser direkt auf Digital-Unternehmen setzen. 

Zwei Modelle seien hier denkbar: Entweder einen weiteren Inkubator für Start-Ups oder einen sogenannten Accelerator (übersetzt „Startbeschleuniger“). Entsprechende Modelle und Firmen hatten sich Dortmunder PolitikerInnen bei ihren Besuchen in den USA, in Russland und in Israel angesehen. „Wir wollen für digitale Unternehmen, die da sind, ein spezielles Umfeld schaffen, auch im internationalen Kontext“, sagt Sierau mit Blick auf die Beschleuniger-Idee. 

„In den USA haben wir das auch diskutiert, wo deutsche Start-Ups in den US-Markt wollen. Es gibt eine ganze Reihe anderer Unternehmen mit vielen Ideen. So auch in Israel und Russland, die in den deutschen und mitteleuropäischen Markt wollen“, erklärt der OB. Auch in Netanya habe er dies diskutiert: „Das ist die Richtung, in die wir denken.”

Selbst der PortTower hat Chancen auf eine Realisierung 

21 Etagen im größeren und elf Etagen im kleineren Port-Tower böten Platz für bis zu 1.800 Arbeitsplätze.

Das Interesse von Investoren an Projekten in Dortmund ist so groß, dass sogar Ideen wie der „PortTower“– von vielen als fixe und unrealistische Idee abgetan– realisiert werden könnte.  Das Projekt sieht 21 Etagen im größeren und elf Etagen im kleineren Port-Tower vor. Sie würden Raum bieten für bis zu 1.800 Arbeitsplätze. 

„Ich habe gehört, dass zur allgemeinen Überraschung sich Investoren und Projektentwickler das vorstellen können“, gibt sich Sierau bewusst vorsichtig. „Wir wissen nicht, ob wir im Rahmen der Expo Real schon konkretisierende Gespräche haben werden. Es ist aber zumindest nicht ausgeschlossen.“ 

Allerdings verlangt die Lage nördlich des Petroleumhafens eine besondere Konzeption zur Erschließung. „Da muss man erst mal drauf kommen“, betont Sierau und erteilt den ersten Ideen durch den Fredenbaumpark eine klare Absage. Wegen der Gefahrgutverordnung in der Nähe der Speichertanks gibt es viele Restriktionen. Sierau findet es aber erfreulich, dass das Thema nun angegangen wird. Im Gespräch ist offenbar auch eine Erschließung über den Kanal von Deusen aus.

Hafen könnte ein Standort der Akademie für Digitalität und Theater sein

Schauspieldirektor Kay Vogel sucht für seine Akademie für Digitalität und Theater noch einen Standort. Foto: Edi Szekely

Ein weiterer Baustein könnte auch die Digital-Akademie von Schauspiel-Direktor Kay Voges sein. Allerdings ist hier die Zeit ein entscheidender Faktor. Wenn sich dort schnell eine Location beziehen ließe, wäre das eine Option. 

Doch die geplanten Neu- und Umbauten – unter anderem im Speichergebäude für das Gründerzentrum in der Speicherstraße – benötigten leicht drei bis vier Jahre. Zu lang für die Akademie, die derzeit in einer ehemaligen Schule in Kley untergebracht ist.

Und schnelle Realisierungen werden immer schwieriger, da die Bauwirtschaft voll ausgelastet ist. Daher ist auch bei den unabdingbaren Tiefbauarbeiten in der nördlichen Speicherstraße viel Zeit nötig – 2020 scheint realistisch. „Die Fertigstellung kommt nicht so schnell, wie ich es mir wünsche. Das war an der südlichen Speicherstraße auch so“, klagt Sierau.

Kleingärten, Herr Walter und industriell genutzte Flächen sind für Neuplanungen tabu

Was bedeutet das für die bisherigen Nachbarn und Anrainer? Müssen sie sich Gedanken über ihre Zukunft machen? „Nein. Die Kleingärten sind tabu. Wir wollen uns auf den freigewordenen Potentialen bewegen. Damit ist die Gebietskulisse für den Start benannt“, macht OB Sierau klar. Gleiches gilt für den Gastronomie-Betrieb „Herr Walter“ von Oliver Buschmann – nach dem Umbau soll er weiterhin an der Promenade sein.

„Herr Walter“ – die beliebte Gastronomie an der Speicherstraße – soll erhalten bleiben Foto: Kronen

Auch auf der anderen Hafenbeckenseite des Schmiedighafens – im Bereich der Überwasserstraße – sieht er noch Potentiale. „Doch es gilt der oberste Grundsatz: Wir werden in keiner Weise etwas machen, was bestehende Unternehmen oder Arbeitsplätze beeinträchtigt. Daher wollen wir auch keine Wohnflächen ins Gespräch bringen.“ 

Lediglich auf der Ostseite des Knauf-Areals könne man vorsichtig darüber reden. „Doch beim Wohnen gibt es sofort Restriktionen, sodass man gut beraten ist, da zurückhaltend zu sein. Ich will nicht ausschließen, dass wir bei dem Bebauungsplan auch zu einer vertretbaren Auffassung kommen. Wir können über dosiertes Wohnen nachdenken. Aber im Moment ist das noch völlig unklar.“ 

Es sei noch viel zu früh, etwas Belastbares dazu zu sagen. Zunächst müssten viele Dinge geklärt werden. „Vom Aufstellungsbeschluss bis zur Planreife wird das unter zwei Jahren nicht zu haben sein, auch wenn unsere Leute sehr fix sind. Aber es gibt eine Vielzahl von Erschließungs-, Belastungs- und Nutzungsfragen“, so Sierau.

Aber im Bereich der Speicherstraße gebe es genug „Potential, uns da schon auszutoben“. Er geht davon aus, dass bis zum Abschluss des Nordwärts-Projektes im Jahr 2025 schon viele Vorhaben realisiert seien. Zielmarke ist für ihn, dass bis 2030 nur noch ein paar Restflächen übrig sind.

Zusätzliche Arbeitsplätze für die Nordstadt – keine Angst vor Gentrifizierung

Was hat die Nordstadt davon? „Die Nordstadt hat davon 5.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Auch auf der Westfalenhütte haben wir schon tausende neue Arbeitsplätze geschaffen, auch wenn wir über Qualität und Güte noch streiten können. Hier käme ein richtiger Schluck aus der Pulle“, so Sierau. Entstehen würden dabei Arbeitsplätze in allen Bereichen und für unterschiedliche Qualifikationen, so dass es Effekte auch für viele der Nordstadt-BewohnerInnen gebe. „Nicht nur für Studierte, sondern auch für Menschen mit anderen Qualifikationen.“

Auf der Westfalenhütte hat Amazon das dritte NRW-Logistikzentrum eröffnet. Foto: Marcus Arndt

Auch die Sorge vor einer Gentrifizierung teilt er nicht. Natürlich hätten solche Vorhaben auch einen Einfluss auf das Mietniveau. Aber wenn Menschen dort Arbeit fänden, seien sie zahlungskräftiger, könnten daher moderat gestiegene Mieten eher aufbringen.

Der Verdrängungseffekt werde nicht in der Form wie häufig beschrieben auftreten, betont der Raumplaner, der sich mit dem Thema seit 40 Jahren beschäftigt. „Wir werden eine Entwicklung haben, aber die ist nicht unerwünscht. Denn auch als Vermieter kann ich dann mehr Einnahmen erzielen – das dient auch der Gebäudestruktur. 

„Wir können nicht wegen der Sorge, dass vielleicht Mieten steigen, die Chance auf neue Arbeitsplätze auslassen. Dann müsste ich vom Strukturwandel insgesamt absehen, der die Stadt nach vorne bringt“, weist Sierau prophylaktisch erwartbare Kritik zurück. „Bei uns sind nach allen Untersuchungen die Mieten um 30 Prozent gestiegen. In anderen Städten war das im gleichen Zeitraum ein Vielfaches.“ Die Aktivitäten am Hafen seien vernünftig und richtig für Stadtteil, der so auch attraktiver für Menschen mit mehr Geld werden könne.

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Ein Gedanke zu “„Digital-Campus“ am Hafen könnte 5.000 Arbeitsplätze schaffen – Stadt kauft Knauf-Areal – Arbeiten am Wasser

  1. Stadt Dortmund (Pressemitteilung)

    Dortmund als „Digitalste Stadt“ ausgezeichnet – Jury lobt Transparenz der Strategie und die innovative Kommunikation – OB Ullrich Sierau: „Diese Auszeichnung der Stiftung „Lebendige Stadt“ ist eine Bestätigung unserer Arbeit und Ansporn, diesen erfolgreichen Weg weiterzugehen.“

    Die Stiftung „Lebendige Stadt“ hat die Stadt Dortmund als „Digitalste Stadt“ ausgezeichnet. Damit hat die Digitalisierungsstrategie Dortmunds gestern Abend im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in Potsdam höchstes Lob bekommen. Eine weitere Auszeichnung ging an Österreichs Hauptstadt Wien, die kürzlich erst in einem Ranking des „Economist“ als lebenswerteste Kommune der Welt genannt wurde.

    Die Jury lobte Dortmund unter anderem als eine Stadt, die die Digitalisierung in eine Stadtentwicklungsstrategie einbindet. Die Transparenz des Prozesses, die innovative Kommunikation, das neue Chief Information Office sowie die Charta mit dem Personalrat seien besonders hervorzuheben. Gelobt wurden die Gesellschaftslabore sowie das Thema „Demografischer Wandel“, das mit dem Projekt Smart Service Power angegangen wird. Hervorgehoben wurde auch die Allianz, die die Stadt koordiniert und moderiert.

    „Für unsere Digitalisierungsstrategie mit dem Preis der „Digitalsten Stadt“ ausgezeichnet zu werden, ist ein riesengroßer Erfolg. Dabei freut mich besonders, dass wir auf Augenhöhe mit einer europäischen Metropole wie Wien gesehen werden“, bewertet Oberbürgermeister Ullrich Sierau in Potsdam die Preisvergabe an Dortmund durch die Stiftung. „Der Preis bestätigt uns in unserer bisherigen Digitalisierungsstrategie. Er wird Ansporn sein, unseren erfolgreich eingeschlagenen Weg mit allen Partnern weiter zu gehen. Partizipation ist dabei einer der wichtigsten Faktoren.“ Der Oberbürgermeister betont weiter: „Die Digitalisierung ist für uns kein Selbstzweck. Sie ist ein Prozess, der sich bedarfsorientiert weiterentwickelt. Bei uns stehen die Menschen und ihre Lebensumstände im Mittelpunkt.“

    Vernetzt und partizipativ

    In Dortmund arbeiten Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vernetzt in einem Reallabor „Smart City“. Ziele Dortmunds sind in diesem Kontext der Erhalt bzw. die Verbesserung der Lebens- und Umweltqualität in den Quartieren, die Stärkung des Wirtschaftsstandortes sowie die eine effiziente, digitale und benutzerfreundliche Verwaltung. „Die Digitalisierung wird uns helfen, die politischen und strategischen Ziele der Stadt schneller, effizienter und qualitativ hochwertiger zu erreichen. Dafür haben wir eigens ein Chief Information/Innovation Office eingerichtet, was die notwendige Vernetzung der unterschiedlichen Akteure sicherstellt und als Innovationsscout digitale Trends und Entwicklungen beobachtet sowie innovative Digitalisierungsprojekte in der Stadt anstößt“, so OB Ullrich Sierau. Den Akteuren ist es in diesem Zusammenhang sehr wichtig, die Bürgerinnen und Bürger sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung mitzunehmen Entsprechende Beteiligungsprozesse sind auf den Weg gebracht und helfen, Menschen und Technik zusammenzubringen. Deshalb ist die Allianz Smart City auch eng mit dem Stadtentwicklungs- und Beteiligungsprojekt „nordwärts“ verknüpft. Dort ist das Thema seit 2015 Leitprojekt. „nordwärts“ entwickelt beteiligungsorientierte innovative Konzepte und Projekte, die den Quartieren einen Innovationsimpuls geben.

    Dortmund ist digitales Oberzentrum

    Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, sieht die Auszeichnung als Bestätigung für die Arbeit der ganzen Stadt: „Bereits vor Jahren hat die Wirtschaft gemeinsam mit der Stadt im Strukturwandel hier einen klaren Schwerpunkt gesetzt. Dortmund ist das digitale Oberzentrum zwischen Ruhrgebiet und Westfalen nicht über Nacht geworden. Es ist uns in den letzten 20 Jahren gemeinsam gelungen, hier konsequent Start Ups zu entwickeln, die mittlerweile starker westfälischer Mittelstand geworden sind. Wir sind bereits heute größter IT-Bildungsstandort in Deutschland, aber wollen aber nicht nur in der Breite, sondern auch in der Spitze weiter wachsen: Mit dem neuen Zentrum für maschinelles Lernen an der TU Dortmund, dem Digital HUB Logistics der beiden exzellenten Fraunhofer-Institute IML und ISST und hoffentlich bald dem neuen Max-Planck-Institut für Cybersecurity, das wir gemeinsam mit Bochum in die Region holen wollen. Daher sehe ich die Auszeichnung als gemeinsamen Erfolg auch unserer gesamten Wirtschaft und Wissenschaft am Standort. Dortmund ist eben Mannschaftsspiel. Das unterscheidet uns auch von allen anderen Digitalstandorten, die mehr auf Einzelstars setzen.

    Lob für Dortmund auch aus der Wissenschaft

    Lob für den Dortmunder Weg gibt es auch aus der Wissenschaft von Prof. Dr. Sabine Sachweh: „Als Informatikprofessorin beschäftige ich mich vor allem damit, wie sich die gesellschaftliche Transformation von technischer und gesellschaftlicher Seite so gestalten lässt, dass Menschen digital souverän agieren können ohne sich technischen Neuerungen ausgeliefert zu fühlen und keine gesellschaftlichen Teilgruppen ausgeschlossen werden. Dortmund bietet mit den Projekten „nordwärts“ und „Smart City“, ebenso wie mit dem damit einhergehenden Netzwerk die optimale Basis, um solche Fragestellungen an der Schnittstelle zwischen Forschung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu bearbeiten. Beteiligungsorientierte Methoden zur effizienten Erarbeitung nutzer- und serviceorientierter Innovationen, wie sie die Digitale Transformation mit sich bringt, erfordern eine dialogoffene Zivilgesellschaft, ebenso wie die Evaluation innovativer Lösungen Reallabore erfordert. Beide Aspekte werden in Dortmund vorbildlich adressiert und unterstützen so maßgeblich die quartiersbezogene Forschung.“

    Prof. Dr. Sabine Sachweh ist Mitglied der Datenethikkommission der Bundesregierung und Sprecherin des Expertenteams „Mensch & demographischer Wandel“ der Allianz Smart City Dortmund

    Auswahl bisheriger Erfolge und Projekte aus dem Bereich Digitalisierung und Smart City:

    Open Data Plattform:

    Unter opendata.dortmund.de können Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger auf kommunale Daten zugreifen. Damit macht Dortmund einen großen Schritt in Richtung Transparenz und Offenheit der Verwaltung.

    Allianz Smart City:

    Die Allianz Smart City vereint 136 Partner aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. In offenen Expertenteams zu den Bereichen Energie & Klima, Mobilität & Logistik, Städtische Infrastrukturen, im Bereich Mensch & Demographischer Wandel, Sicherheit, IT-Plattformen & Bürgerservices sowie dem neuen Bereich Interkommunaler Austausch werden verschiedenste Aspekte der Digitalisierung beleuchtet. Daraus sind bereits jetzt 20 Projekte entstanden: Von intelligenter Parkraumbewirtschaftung über technikunterstütztes Wohnen im Alter bis zum Aufbau von Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Weitere Projekte können der angehängten Projektliste entnommen werden.

    Chief Information/Innovation Office (CIO):

    Das CIO begleitet die Digitalisierungsbestrebungen der Stadtverwaltung und sorgt für die Vernetzung der verschiedenen Stellen. So wird sichergestellt, dass Digitalisierungsbestrebungen in der Stadt nicht unabhängig und ohne Wissen von einander stattfinden, sondern gezielt vernetzt. Darüber hinaus beobachtet das CIO digitale Trends und Entwicklungen und stößt im Zuge der „Smart City Strategie“ innovative Digitalisierungsprojekte in der Stadt an.

    Das Beteiligungsformat DOgital:
    In Innovationsworkshops und Digital-Konferenzen wird mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt an der Digitalisierung und Vereinfachung von internen Prozessen gearbeitet.

    Charta Digitales Dortmund 2018-2030:
    Gemeinsame Charta des Oberbürgermeisters mit dem Personalrat für eine gemeinsame und nachhaltige Digitalisierung der Stadtverwaltung

    Erneuerung von 25 000 Straßenlaternen:
    Mit der Erneuerung von 25 000 Straßenlaternen setzt Dortmund auf die zukunftsweisende und sparsame LED-Technik. Gleichzeitig helfen digitale Techniken bei der intelligenten Steuerung der Straßenbeleuchtung.

    Smart Service Power
    Das Projekt Smart Service Power hilft Menschen einen langen und selbstbestimmten Verbleib in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Das Projekt wurde bereits mit renommierten Preisen der Europäischen Union ausgezeichnet.

    Aufbau eines LoRaWAN Netzes durch die DEW21:

    LoRaWaN ist eine innovative Funktechnik, die ideal für die Übertragung kleiner Datenmengen wie z.B. aus Sensoren der Smart City geeignet ist. Damit ist LoRaWAN ein wichtiger Baustein der Smart City.

    NOX-Block:

    Mit dem Projekt NOX-Block wird intelligente Ladeinfrastruktur für Elektroautos dort geschaffen, wo sie benötigt wird. Durch die Attraktivitätssteigerung der Elektromobilität wird die Schadstoffbelastung in Dortmund gesenkt.

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    Weitere Auszeichnungen

    „Die Auszeichnung als Digitalste Stadt ist eine weitere Facette des „Goldenen Septembers“ der Stadt Dortmund“, so Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Erst am 17. September wurde die Stadt für Projekte im Rahmen der Völkerverständigung bei einer Preisverleihung im Deutsch-Russischen Forum in Berlin durch die Außenminister Russlands und Deutschlands ausgezeichnet. Auch der „Masterplan Wissenschaft“ und seine Umsetzung bekam in einer ausführlichen Evaluation durch eine unabhängige Experten-Kommission viel Lob und wurde durch den Kommissionsvorsitzenden Prof. Manfred Prenzel mit einer glatten „Eins“ bewertet.

    Allianz-Partner äußern sich zur Auszeichnung Dortmunds als „Digitalste Stadt“

    Im Rahmen der jetzt ausgezeichneten Digitalisierungsstrategie arbeiten aktiv an vielen Projekten neben Wirtschaft und Wissenschaft auch die kommunalen Unternehmen der Stadt Dortmund mit. Mit Blick auf die Preisvergabe und als Projektpartner in der Allianz Smart City äußern sich Beteiligte wie folgt:

    Stefan Schreiber, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund
    „Die Auszeichnung Dortmunds als „Digitalste Stadt“ durch die Stiftung „Lebendige Stadt“ ist die logische Folge einer optimalen Zusammenarbeit auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Es kommt im Wesentlichen darauf an, dass die Unternehmen der IHK-Region an der Umgestaltung teilhaben. Dabei müssen die Impulse, die jetzt von Dortmund ausgehen, in die Region getragen werden. Dem Ausbau des Logistikstandortes kommt dabei eine übergeordnete Rolle zu. Die Digitalisierung ist der Treibstoff für die Zukunft. Die IHK wird sich dabei an die Spitze der Bewegung setzen. Bei der Digitalisierung der beruflichen Bildung nehmen wir jetzt schon bundesweit einen Spitzenplatz ein.“

    Prof. Dr. Ursula Gather, Rektorin der Technischen Universität Dortmund
    „Die Technische Universität Dortmund freut sich sehr darüber, dass Dortmund als digitalste Stadt ausgezeichnet wird. Im Jahr 1972 ist an unserer Universität eine der ersten Fakultäten für Informatik gegründet worden. Fünfzehn Jahre später wurde http://www.uni-dortmund.de als eine der ersten Webadressen mit de-Domain registriert. Heute treibt die TU Dortmund Forschung zur Digitalisierung voran, etwa im Kompetenzzentrum Maschinelles Lernen, im Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik und in mehreren Sonderforschungsbereichen.“

    Manfred Kossack, Vorstandsmitglied DSW21
    „DSW21 als örtliches Nahverkehrsunternehmen hat schon in den 1990er-Jahren begonnen, die Informationskanäle zu digitalisieren, und arbeitet kontinuierlich an der Erweiterung und Verbesserung dieser Wege, die den Fahrgästen den Zugang zu Bussen und Bahnen erleichtern. Seit der Einführung eines Rechnergesteuerten Betriebsleitsystems (RBL) und eines Digitalfunks können Busse per Satellit geortet und Fahrplan-Informationen in Echtzeit übermittelt werden
    Auch wenn bei 125 Stadtbahnhaltestellen und rund 1800 Haltepositionen im Busnetz noch „Luft nach oben“ ist, so sind die bereits installierten Systeme ein Gewinn für den Nahverkehr. Denn via Internet (www.einundzwanzig.de und http://www.bus-und-bahn.de) sowie über die DSW21-App haben die Nutzer des Nahverkehrs die Möglichkeit, sich per Smartphone zu Fahrplänen und Fahrzeiten aller Busse und Bahnen in Echtzeit zu informieren. Auf sogenannten digitalen Vorankündigern erhalten Besucher der Innenstadt an den zentralen Haltestellen in der Innenstadt seit dem Sommer 2017 bereits frühzeitig eine konkrete Information zu Abfahrtszeiten der Stadtbahnen. Aktiv ist DSW21 an der digitalen Plattform „Mobility Inside“ beteiligt. Hier wird mit Hochdruck daran gearbeitet, Fahrwege und Fahrpreise über Stadt-, Verbund- und Landesgrenzen hinaus abzubilden und für eine bundesweite Reisekette ein Ticket und Informationen zur Verfügung zu stellen, wie diese Reisekette am besten zu bewerkstelligen ist.“

    Heike Heim, Vorstandsvorsitzende DEW21
    „Die digitale Vernetzung ist längst im privaten und zunehmend auch im beruflichen Alltag der Dortmunder Bürger angekommen. Durch unsere digitalen Produktangebote und die Vernetzung unserer Versorgungsadern für die Stadt Dortmund tragen wir aktiv zu der digitalen Stadt von Morgen bei. Zunehmend handeln wir dabei sektorenübergreifend – aus Strom und Mobilität wird beispielsweise klimafreundliche Elektromobilität. Durch den Aufbau eines Low Range Networks in der Stadt schaffen wir die Infrastruktur für Smart City-Anwendungen und weitere digitale Dienstleistungen.“

    Klaus Niesmann, Geschäftsführer der EDG Entsorgung Dortmund GmbH
    „Die Auszeichnung der Stadt Dortmund als „Digitalste Stadt“ zeigt einmal mehr, dass ihr der Wandel von einer Bier-, Kohle- und Stahlstadt zu einer Sport- und Kulturmetropole, einem modernen Dienstleistungszentrum und nicht zuletzt einem Technologiestandort gelungen ist. Wir gratulieren der Stadt zur Auszeichnung herzlich. Als Projektpartner in der Allianz Smart City unterstützten und begleiten wir Dortmund unserem Portfolio entsprechend vor allem im Bereich Energie und Klima. Vorbild für uns ist die Stadt mit ihrem Anspruch, die Digitalisierung bedarfs-, also bürgerorientiert weiterzuentwickeln. So wird z. B. die zukünftige Implementierung einer neuen abfallwirtschaftlichen Software auch den Austausch mit unseren Kunden vereinfachen. Unsere Mängelmelder-App, die wir kürzlich online gestellt haben, ist ein transparenter, bürgerorientierter Kommunikationsservice.

    Klaus Graniki, Geschäftsführer DOGEWO 21
    „Die Auszeichnung macht deutlich, dass Dortmund auf dem richtigen Weg in Richtung Zukunft ist und das Thema Digitalisierung vor allem auch bei den Stadttöchtern als Chance wahrgenommen wird. Wir haben bereits vor Jahren die digitale Mieterakte eingeführt. Auch Wohnungsabnahmen, Wohnungsübergaben sowie der Hausmeisterservice seien heute mit Hilfe von digitalen Endgeräten deutlich einfacher und effizienter durchzuführen. Diese Maßnahmen haben unsere Qualitäten als Dienstleistungsunternehmen deutlich gestärkt.“

    Udo Mager, Geschäftsführer der Flughafen Dortmund GmbH
    „Mit dem IT-Masterplan `Digital Airport 2020` hat der Dortmund Airport im Jahr 2015 den Grundstein gelegt, um betriebliche Prozesse und den Service für Reisende zunehmend zu digitalisieren. Ziel ist es, mit digitalen Technologien die Effizienz der Abfertigung zu steigern und smartes, komfortables Reisen zu ermöglichen. Individualisierte Service-Produkte, ein vernetztes Mobilitätsangebot und intuitive Benutzerflächen werden künftig einen digitalen Marktplatz am Dortmund Airport bilden und so das Reiseerlebnis für unsere Kunden optimieren.
    Durch unsere Beteiligung an der `Allianz Smart City Dortmund` können wir von den Partnern lernen, unsere Erfahrungen und Lösungsansätze weitergeben und so einen wertvollen Beitrag zum innovativen Umbau des Standorts Dortmund und seiner kommunalen Infrastruktur mit vernetzten Technologien leisten. Wir freuen uns, dass die Stiftung `Lebendige Stadt` dieses Engagement würdigt und Dortmund nun mit dem Preis als Digitalste Stadt auszeichnet.“

    Rudolf Mintrop, Vorsitzender der Geschäftsführung der Klinikum Dortmund gGmbH
    „Wir sehen uns mit dieser Auszeichnung auch als Klinikum der Stadt Dortmund in unserem Kurs bestätigt, dass wir in digitalen Lösungen denken, die sich ganz nahe am Nutzerverhalten orientieren. Denn was bringt der beste digitale Service, wenn er am Nutzer vorbei geht. Deshalb gehen wir als Klinikum seit Frühjahr 2017 zum Beispiel auch neue digitale Wege in der Patienteninformation. Als erstes Krankenhaus in Europa haben wir eine Online-Sprechstunde eingeführt, die wir als Live-Chat auf den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram anbieten. Ein Service, der inzwischen schon über zwei Millionen Menschen erreicht hat.“

    Uwe Büscher, Vorstand Dortmunder Hafen AG
    „Wir am Kanal sind auch immer mehr digital. Deshalb sind wir bei der Umsetzung der Vorhaben in Dortmund ganz vorn mit dabei. In der Speicherstraße entsteht in den kommenden Jahren ein regelrechtes Digital-Quartier. Darüber hinaus ist das Alte Hafenamt Sitz des Smart City Management Büros und damit ein Leuchtturm für Innovationen in ganz Dortmund“.

    Markus Isenburg, DOKOM21
    „Eine innovative und moderne Stadt benötigt zur erfolgreichen Umsetzung der Digitalisierung vor allem ein flächendeckendes WLAN-Netz. Dieser Aufgabe hat sich DOKOM21 in den letzten Jahren konsequent gestellt. Das Projekt WLAN-City ist weit vorangeschritten und wächst stetig weiter. Große Teile des Dortmunder Stadtgebietes sind mittlerweile mit Hotspots ausgestattet. Alle großen Plätze der City sind mit WLAN-Antennen versorgt. Das ist ein absoluter Mehrwert für die Dortmunder Innenstadt.
    Darüber hinaus verfügen auch der Phoenix-See, die Helmut-Körnig-Halle sowie das Eissportzentrum an den Westfalenhallen über WLAN. In den größten Stadtteilen Lütgendortmund, Scharnhorst, Hörde, Aplerbeck und Hombruch hat DOKOM21 ebenfalls kostenfreie Hotspots eingerichtet. Bundesweit ist Dortmunds „grüne Lunge”, der Westfalenpark, die erste Parkanlage dieser Größe, die über ein flächendeckendes, öffentliches WLAN-Netz verfügt.“

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