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Dortmund wird für Investoren immer attraktiver: Hafen, Phoenix-West und Bahnhofsnordseite als Schwerpunkte

Speicherstraße-Computeranimation

So könnte in einigen Jahren die neue Speicherstraße aussehen. Foto: Computeranimation

Dortmund erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei Investoren. Das wurde auch auf der Expo Real in München, dem größten Treffen der Immobilienbranche deutlich. Investoren, Anleger und Unternehmen waren an den Dortmunder Projekten sehr interessiert.

Dortmund ist einer der attraktivsten B-Standorte für Investoren

„Die A-Standorte, also beispielsweise Hamburg, Köln, Düsseldorf, sind bei den Immobilien-und Grundstückspreisen langsam überhitzt. Institutionelle Investoren lenken den Blick mehr und mehr auf B-Standorte, zu denen Dortmund gehört“, erklärt Pascal Ledune stellvertretender Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund.

Und unter den B-Standorten ist Dortmund aufgrund seiner wirtschaftlichen Dynamik mit vorne. Immobilienexperten sehen Dortmund sogar als Nummer 1 der B-Standorte.

 „Jetzt macht sich bezahlt, was nicht zuletzt mit dem dortmund-project 1999 angestoßen wurde. Wir sind Technologiestandort mit Strahlkraft in die Region. Hinzu kommt, dass wir anhand erfolgreicher Strukturwandelprojekte mit Immobilienmarktrelevanz zeigen können, dass wir als Standort auch komplexe Themen erfolgreich und nachhaltig umsetzen können“, so Ledune.

Städtebaupreis und Auszeichnung Digitalste Stadt Deutschlands als Visitenkarte

Die bisherigen Entwürfe sind grobe Skizzen, die gemeinsam mit dem Dortmunder Architekten Udo Greif erarbeitet wurden.

Die bisherigen Entwürfe für Phoenix-West sind grobe Skizzen, die World of Walas gemeinsam mit dem Dortmunder Architekten Udo Greif erarbeitet hat.

„Es herrschte eine freundliche Dortmund-Stimmung bei diesem internationalen Branchen-Treffen. Wir haben viel Sympathie und Anerkennung erfahren, das Interesse an unseren Projekten war enorm“, ergänzt Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Auch mit den jüngsten Auszeichnungen wie dem Städtebaupreis 2018 und als Digitalste Stadt Deutschlands habe Dortmund in München für Gesprächsstoff gesorgt. Sierau zieht ein sehr positives Fazit der drei Messe-Tage in München. 

„Wir sind sowohl als Standort als auch mit den präsentierten Projekten auf eine äußerst erfreuliche Resonanz gestoßen. Immer wieder haben Investoren angemerkt, dass Dortmund als Standort eine Story hat und auch jene Projekte vorzeigt, die zu dieser Story passen“, so Sierau.

Pläne von World of Walas auf Phoenix-West kommen gut in der Branche an

Speicherstraße-Computeranimation

Der Hafenkai an der Speicherstraße soll neu entwickelt werden – die Vermarktung läuft. Foto: Computeranimation

Sehr gut angekommen sind in diesem Zusammenhang bei verschiedenen Präsentationen die Pläne von World of Walas für die Entwicklung der Hochofenanlage auf PHOENIX-West und benachbarter Immobilien und Grundstücke. 

Wer das Projekt PHOENIX erfolgreich gestalten kann und dafür den deutschen Städtebaupreis erhält, der ist für die Immobilienwirtschaft als Standort ein relevanter Partner und dem traut man auch auch zu, weitere ambitionierte Projekte in den Griff zu bekommen“, verdeutlicht auch Ledune.

In München wurden schwerpunktmäßig zukünftige Entwicklungen aus der Nordwärts-Kulisse vorgestellt – allen voran die Planungen im Dortmunder Hafen. „Die Gespräche haben gezeigt, dass die Entwicklung des Hafens und des geplanten Digital-Campus am Hafen sehr gut laufen wird“, bilanziert der Oberbürgermeister.

Vergabeverfahren für die Speicherstraße 10-20 startet in diesem Monat

Für die Speicherstraße 10-20 soll in diesen Tagen das Interessenbekundungsverahren gestartet werden.

Für die Speicherstraße 10-20 soll in diesen Tagen das Interessenbekundungsverahren gestartet werden.

„Bei nationalen und internationalen Investoren sind die Möglichkeiten, die sich im Hafenquartier ergeben, auf besonderes Interesse gestoßen.“ Noch in diesem Monat startet die Stadt Dortmund mit dem Verkauf weiterer Gebäude im Dortmunder Hafen. 

Nach dem „Leuchtturm“ und dem „Lensing Media Port“ startet in diesen Tagen das Vergabeverfahren für die Speicherstraße 10 – 20.  Auf rund 15.000 Quadratmetern Geschossfläche soll der Gründungs-Campus entstehen und damit einen weiteren Mosaikstein zur Entwicklung des Hafenquartiers im Herzen Dortmunds setzen“, berichtet Ledune.

Ein weiteres Interessenbekundungsverfahren für Gebäude auf der Kai abgewandten Seite werde noch zum Jahreswechsel kommen – die Entwicklung der nördlichen Speicherstraße nimmt jetzt auch Fahrt auf.

Nördliche Bahnhofs-Areal und Wohnbauflächen im Fokus von Investoren

Die nördliche Seite des Hauptbahnhof im Entwurf der Architekturbüros Raumwerk

Die nördliche Seite des Hauptbahnhof im Entwurf der Architekturbüros Raumwerk.

In der Branche sei zudem ein hohes Kaufinteresse festzustellen. Flächen seien gefragt. „Das macht uns als Standort sexy, weil wir sie haben“, so Ullrich Sierau. Besonders innerstädtische Flächen stehen im Fokus der Investoren. 

„Mit den Flächen am nördlichen Ausgang des Hauptbahnhofs haben wir genau das gesuchte Angebot“, betont der OB. „Das sind spannende, zentrumsnahe Flächen, die Investoren und Entwickler in den nächsten Jahren im Blick haben“, ergänzt Ledune.

Ähnlich große Nachfrage gibt es bei den Wohnbauflächen. „Auch bei diesem Thema verlassen wir München mit einem guten Gefühl. Die Rallye auf dem Markt bei den Preisen wird uns auch dort nach vorne bringen“, glaubt Sierau.

Dortmund möchte als letzte deutsche Stadt das World Urban Forum 2022 ausrichten

Eine Reihe von Gesprächen führte OB Sierau am Rande der Messe mit Blick auf das World Urban Forum 2022, für dessen Ausrichtung sich Dortmund bewerben möchte. „Dortmund ist der verbliebene deutsche Bewerber“, so Sierau. „Von unterschiedlichen Seiten hat man uns für unsere Initiative Unterstützung signalisiert. Dieses Thema werden wir jetzt konsequent weiter vorantreiben.“

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