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Ein „Stadtbeschreiber“ für Dortmund: Kommunales Literaturstipendium soll den Wandel des Urbanen beschreiben

Dortmund ist attraktiv - über 600.000 Menschen leben mittlerweile hier.

Dortmund wächst und prosperiert. Der oder die StadtbeschreiberIn sollen die Entwicklungen in der Stadt dokumentieren.

Dortmund soll eine „Stadtbeschreiberin“ oder einen „Stadtbeschreiber“ bekommen: Wenn die politischen Gremien dem Vorschlag des Verwaltungsvorstandes zustimmen, richtet die Stadt ab 2020 ein neues Literaturstipendium ein. Grundlage dafür ist der Haushaltsbegleitbeschluss zum Haushaltsplan 2019. Der Autorin oder dem Autor wird zwischen Mai und Oktober eine möblierte Wohnung in Dortmund zur Verfügung gestellt. Dank eines monatlichen Honorars von 1.800 Euro kann er oder sie sich ganz dem literarischen Arbeiten widmen. 

Fachjury schlägt KandidatInnen vor; Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit trifft die Entscheidung

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Verwaltungsvorstand mit dem Thema beschäftigt. Laut Stadtdirektor Jörg Stüdemann habe sich an dem ursprünglichen Konzept nichts geändert.

Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund, Stadtdirektor Jörg Stüdemann

Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund, Stadtdirektor Jörg Stüdemann. Foto: Klaus Hartmann

„Der Zeitraum für das erste Stipendium wird voraussichtlich von Mai bis Oktober 2020 sein. Die in Frage kommenden KandidatInnen werden im Vorfeld von einer Jury aus erfahrenen Literaten vorgeschlagen. Die Entscheidung fällt dann der Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit des Stadtrates“, so Stüdemann.

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Außerdem erhalten die Stadtbeschreiber die Möglichkeit, andere Autorinnen und Autoren zu drei Lesungen bzw. Literaturveranstaltungen einzuladen und werden in den Programmen der VHS und Stadt- und Landesbibliothek berücksichtigt.

Die Stadtbeschreiber in Dortmund sollen sich in ihrem Werk mit der Transformation des Urbanen und mit der Neuen Urbanität beschäftigen. Das beinhaltet die Auseinandersetzung mit Mentalitätsverschiebungen, Verhaltensänderungen, kulturellen Dispositiven, Lebensentwürfen und Sinnkonstruktionen im Wandel.

StadtbeschreiberIn wird durch Lesungen, Schulbesuche und mehr in die Stadtgesellschaft eingeführt

Das Literaturhaus.Dortmund und das Kulturbüro der Stadt werden das Stipendium betreuen. Die Wohnung der Stadtbeschreiberin bzw. des Stadtbeschreibers soll fußläufig in der Nähe des Literaturhaus.Dortmund am Neuen Graben liegen. Gemeinsam mit dem Literaturhaus.Dortmund wird die Kulturverwaltung die Stadtbeschreiberin bzw. den Stadtbeschreiber in die Öffentlichkeit und städtische Gesellschaft einführen.

Der Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit wird jeweils im Vorjahr über die Vergabe des Stipendiums entscheiden. Der Vorschlag erfolgt durch eine Jury, die sich aus Vertretern des PEN-Zentrum Deutschland, eines Literaturfeuilletons, der Stadt- und Landesbibliothek, des Literaturhaus.Dortmund, der Hochschulen, der Kulturverwaltung und des zuständigen Ausschusses zusammensetzt. Der Rat der Stadt Dortmund beschließt über diese Zusammensetzung.

Zum Hintergrund: „Stadtschreiber“-Stipendien existieren in Deutschland seit 1974 und ermöglichen Schriftstellerinnen und Schriftstellern ein wirtschaftlich abgesichertes literarisches Arbeiten. Inzwischen gibt es 20 dieser Stipendien in Deutschland.

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