Schulen erhalten zusätzliche Digitalausstattung für 16,8 Millionen Euro 

Auf dem Weg zur Vollausstattung: 30.000 zusätzliche Tablets für Schulen in Dortmund

Die Digitalisierung ist eines der Schlüsselthemen an Dortmunder Schulen – 68.000 Endgeräte stehen zur Verfügung. Foto: pixabay - lizenzfrei

Die Stadt Dortmund macht sich auf den Weg zur „digitalen Vollausstattung“. Möglich wird das durch 16,8 Millionen Euro, die das Land mit Unterstützung der EU zur Verfügung stellt. Mit diesen Mitteln sollen über 30.000 weitere Tablets für Schüler:innen beschafft werden. Bislang gibt es rund 36.000 Endgeräte in den Schulen – überwiegend iPads.

Insgesamt 103 Schulen sollen von den neuen Endgeräten profitieren

Im Rahmen der „Digitalstrategie Schule NRW – Lehren und Lernen in der digitalen Welt“ stellt das Land NRW der Stadt Dortmund im Jahr 2022 Mittel zur Beschaffung weiterer mobiler Endgeräte für Schüler:innen zur Verfügung. 

„Wir  nehmen nochmal einen großen Schluck aus der Pulle und nähern uns de facto der Vollausstattung“, freut sich Dortmunds Schuldezernentin Daniela Schneckenburger. Insgesamt stehen dann 68.000 Endgeräte zur Verfügung.

Auf der Grundlage sozialer Faktoren sollen dadurch besonders belastete allgemeinbildende Schulen sowie Förderschulen, Weiterbildungskollegs und bestimmte Bildungsgänge an den Berufskollegs eine digitale Vollausstattung mit mobilen digitalen Endgeräten erhalten. Insgesamt 103 Schulen sollen davon profitieren – darunter acht Berufskollegs.

Förderung, Teilhabe, Selbstbestimmung und Chancengerechtigkeit im digitalen Wandel

Adam und Oualil freuen sich über die neuen Geräte. Foto: M. Triqui
Auch in der Nordstadt erhielten Schüler:innen wie Adam und Oualil an der Anne-Frank-Gesamtschule Leih-iPads. Foto: M. Triqui

Diese zusätzliche Förderung eröffnet unter Berücksichtigung der bereits vorhandenen Ausstattung das Potenzial einer Vollausstattung für alle Schüler:innen der allgemeinbildenden Schulen. Auch die Ausstattung der Berufskollegs wird damit nochmals erheblich ausgeweitet.

Mit diesen Maßnahmen möchte die Stadt Dortmund dazu beitragen, dass alle notwendigen Voraussetzungen dafür geschaffen werden, jedem Kind und jedem Jugendlichen die bestmögliche Förderung, Teilhabe, Selbstbestimmung und Chancengerechtigkeit im digitalen Wandel zu ermöglichen. 

Das Augenmerk der Dortmunder Fachleute richtet sich neben der Beschaffung von mobilen Endgeräten insbesondere auf deren Funktionsfähigkeit sowie auf die Anpassung an die Bedürfnisse der jeweiligen Schule, so dass die neue Hardware gut in die digitale Umgebung der Schule integriert werden konnte. 

139 Schulen verfügen mittlerweile über flächendeckendes W-LAN

Jugend- und Schuldezernentin Daniela Schneckenburger.
Schuldezernentin Daniela Schneckenburger. Foto: Anja Cord für Nordstadtblogger.de

Die über 30.000 zusätzlich bereitgestellten Tablets können in Zusammenhang mit rund 2.300 hochmodernen interaktiven Tafelsystemen und einer neuen Schulserverumgebung, die die technische Betriebsbasis darstellt, genutzt werden. 

Darüber hinaus haben alle Schulen in Dortmund die Möglichkeit zur Nutzung einer digitalen Lernplattform, die auch ein Arbeiten von zu Hause aus unterstützt. Parallel zur Bereitstellung der neuen Geräte gab es Online-Fortbildungsangebote für Lehrer:innen zum Einsatz der neuen Technologien. 

„139 Schulen verfügen mittlerweile über flächendeckendes W-LAN. 61 Schulen sind mittlerweile über Glasfaser angeschlossen, 85 Schulen verfügen über VDSL100, zieht Daniela Schneckenburger eine Zwischenbilanz. „Bei acht Schulen ist die Bandbreite noch mangelhaft – dort muss noch nachgearbeitet werden.“

Das Land finanziert nur die Geräte – Wartung und Service obliegt bei den Kommunen

Die Lehrkräfte mussten die Geräte konfigurieren und die Ausgabe organisieren. Foto: P. Stratmann
Die Lehrkräfte mussten beim letzten Förderprogramm die Geräte selbst konfigurieren und die Ausgabe im Lockdown organisieren. Foto: P. Stratmann

Nachgearbeitet werden muss auch in einem anderen Punkt: Wie schon bei den ersten Förderprogrammen gibt es auch bei der Neuauflage „nur“ Geld für die Anschaffung der Geräte. 

Für den Service und die Nachbeschaffung der doch recht kurzlebigen Endgeräte gibt es allerdings bislang kein Geld von Bund oder Land. „Das sind Einmalprogramme – die Folgekosten sind nicht berücksichtigt“, bedauert die Schuldezernentin, die eine Verstetigung vermisst. 

Dennoch hofft sie darauf, dass der Rat grünes Licht für die Anrufung der Mittel gibt, damit die Geräte idealerweise zum nächsten Schuljahr zur Verfügung stehen. Sie werden voll finanziert vom Land. Doch die Stadt muss schätzungsweise 900.000 Euro Wartungsbedarf pro Jahr selbst finanzieren.

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