Mehr Präsenz, mehr Sicherheit: Polizei Dortmund erweitert Präsenzkonzept auf weitere Stadtteile

Neue Teilkonzepte ergänzen die bestehende „PK Fokus“-Strategie

Bild zeigt Personenkontrolle im Rahmen des Präsenzkonzeptes Fokus
Die Polizei Dortmund weitet das Präsenzkonzept „Fokus“ auf weitere Stadtteile aus. Helmut Sommer für Nordstadtblogger.de

Die Polizei Dortmund baut ihr übergreifendes Präsenzkonzept (PK) weiter aus und überträgt zentrale Elemente der „PK Fokus“ auf zusätzliche Stadtteile. Ziel ist es, die sichtbare Präsenz zu erhöhen und das Sicherheitsgefühl der Menschen zu stärken. Neben der Innenstadt und Teilen der Nordstadt werden künftig auch weitere Bereiche im gesamten Stadtgebiet einbezogen.

Weiterentwicklung des Präsenzkonzepts in Dortmund

Die Polizei Dortmund entwickelt ihr bestehendes Präsenzkonzept weiter und weitet zentrale Ansätze der „PK Fokus“ aus. Diese läuft seit 2023 in der Innenstadt sowie Teilen der Nordstadt und wird auch 2026 fortgeführt. Der Schwerpunkt bleibt weiterhin auf kriminalitätsbelasteten Bereichen bestehen, auch wenn die Fallzahlen insgesamt sinken.

Die Erfahrungen aus der bisherigen Umsetzung fließen nun in die Ausweitung ein. Bewährte Maßnahmen werden dabei lageangepasst auf weitere Bereiche übertragen. Zukünftig werden neben der zentralen „PK Fokus“ alle drei Polizeiinspektionen eigene Präsenzkonzepte bedienen und mit starken Einsatzkräften in ihrem Zuständigkeitsbereich verstärkt sichtbare polizeiliche Präsenz zeigen.

Damit wird der behördenstrategische Schwerpunkt „Sicherheit im Fokus: Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bevölkerung durch Bekämpfung der Kriminalität im öffentlichen Raum“ weiter gestärkt. Ziel ist es, die sichtbare Präsenz der Polizei zu erhöhen und die Sicherheit der Menschen in Dortmund zu verbessern. Neben präventiven Maßnahmen setzt die Polizei dabei auf konsequente Ansprache, Kontrolle und Verfolgung von Straftäter:innen sowie auf eine enge Zusammenarbeit mit Netzwerkpartner:innen, um die Kriminalitätsbelastung in allen Bereichen signifikant zu senken.

Wirkung der Maßnahmen und Einschätzung

Die Erfahrungen aus der „PK Fokus“ haben gezeigt, dass die angestrebten Ziele durch eine deutlich gestärkte polizeiliche Präsenz und ein stringentes Vorgehen erreicht werden können. Dadurch kann sowohl die objektive Sicherheitslage verbessert als auch das Sicherheitsgefühl der Menschen nachhaltig gestärkt werden.

Stellvertretender Polizeipräsident Achim Stankowitz
Achim Stankowitz, Stellvertretender Polizeipräsident. Foto: Fenja Horstmann für Nordstadtblogger.de

Der derzeitige Behördenleiter Achim Stankowitz betont die Bedeutung der konsequenten Weiterentwicklung des Konzepts und erklärt: „Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Dortmund und Lünen hat für uns höchste Priorität. Die Umsetzung der Präsenzkonzepte erfordert einen erheblichen Einsatz personeller Ressourcen. Diese Herausforderung nehmen wir bewusst an.“

„Mit den Erfahrungen aus der „PK Fokus“ übertragen wir erfolgreiche Maßnahmen nun auf weitere Bereiche unserer Stadt. Gleichzeitig können wir damit zielgerichteter auf konkrete Beschwerdelagen auch aus anderen örtlichen Bereichen reagieren, so wie wir das mit der die „PK Fokus“ ergänzenden „Präsenzkonzeption Gastronomie (PK Gastro)“ in der Innenstadt bereits getan haben“, so Stankowitz weiter.

Regionale Teilkonzepte der Polizeiinspektionen

Ein zentraler Bestandteil der erweiterten Präsenzstrategie sind mehrere regional ausgerichtete, aber aufeinander abgestimmte Teilkonzepte. Diese sollen die polizeiliche Präsenz in den jeweiligen Zuständigkeitsbereichen gezielt stärken und auf unterschiedliche örtliche Schwerpunkte reagieren.

Personenkontrolle im Rahmen des Präsenzkonzeptes Fokus
Personenkontrolle im Rahmen des Präsenzkonzeptes „Fokus“. Helmut Sommer für Nordstadtblogger.de

In der Polizeiinspektion 1 wurde als Reaktion auf eine anhaltende Beschwerdelage im Umfeld der Dortmunder Innenstadt bereits zu Beginn des Jahres 2026 die „PK Gastro“ initiiert. Diese ergänzt die „PK Fokus“ insbesondere im Innenstadtbereich und bezieht zudem alle erkannten Brennpunkte im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion 1 (Innenstadt und Süd, Süd/West) ein. In der Polizeiinspektion 2 (Dortmunder Westen und Norden) wird ein eigenes Konzept zur Bekämpfung der Straßen- und Gewaltkriminalität umgesetzt. Dabei soll die polizeiliche Präsenz insbesondere in westlichen Stadtteilen mit bestehenden Kriminalitätsschwerpunkten erhöht werden.

In der Polizeiinspektion 3 (Dortmunder Osten und Lünen) liegt der Schwerpunkt auf der Bekämpfung der Straßenkriminalität mit besonderem Fokus auf Jugendkriminalität. Hintergrund sind gestiegene Fallzahlen und eine zunehmende Gewaltbereitschaft junger Täter:innen. Durch verstärkte Präsenz an bekannten Brennpunkten will die Polizei Straftaten verhindern, Zusammenhänge frühzeitig erkennen und das Sicherheitsgefühl der Menschen stärken.

Weitere Schwerpunkte und flexible Anpassung

Das Konzept „Sicherheit in Bus und Bahn“ (SiBB) konzentriert sich auf Tatorte im Zusammenhang mit dem öffentlichen Personennahverkehr. Diese PK läuft bereits seit 2010 mit Erfolg und wird beibehalten. Hier erfolgen gezielte Schwerpunkteinsätze unter anderem durch Kräfte der Dortmunder Bereitschaftspolizei, sowie in enger Kooperation mit der Bundespolizei, kommunalem Ordnungsdienst und DSW21.

Bild zeigt Polizei-Präsenz vor dem Hauptbahnhof
Polizei zeigt Präsenz vor dem Hauptbahnhof Helmut Sommer für Nordstadtblogger.de

Zur Unterstützung der stadtweiten Präsenz- und Kontrollmaßnahmen, die die „PK Fokus“ ergänzen, wird die Dortmunder Einsatzhundertschaft punktuell und anlassbezogen eingesetzt. Dadurch sollen zusätzliche Einsatzlagen flexibel abgedeckt werden können.

Die Schwerpunkte der Präsenzkonzepte werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst – sowohl örtlich als auch personell. So kann die Polizei flexibel auf aktuelle Entwicklungen reagieren.

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