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Drei deutsche Preisträger bei der World Press Photo Award-Ausstellung im Depot in der Nordstadt zu sehen

1st Prize Sports Action Singles Emiliano Lasalvia, Argentina for La Nación 01 December 2013 Pablo Mac Donough of Dolfina falls from his horse during the Argentine Polo Open in Buenos Aires, Argentina.

1st Prize Sports Action Singles: Emiliano Lasalvia, Argentina for La Nación, 01 December 2013
Pablo Mac Donough of Dolfina falls from his horse during the Argentine Polo Open in Buenos Aires, Argentina.

Die Ausstellung mit den Weltbesten Pressefotos des Jahres ist ab sofort im Depot zu sehen. 5754 Fotografinnen und Fotografen aus 132 Ländern – darunter auch 250 Deutsche – haben ihre Arbeiten eingeschickt. Unter den Preisträgern, die bis zum 2. Juli in der Nordstadt zu sehen sind, sind auch drei Deutsche.

Über 100.000 Zusendungen für Wettbewerb

Gabi Dobovisek und Claudia Schenk lassen sich von Laurens Korteweg durch die Ausstellung führen. Foto: Alex Völkel

Gabi Dobovisek und Claudia Schenk lassen sich von Laurens Korteweg durch die Ausstellung führen. Foto: Alex Völkel

Erstmalig ausgezeichnet wurden der deutsche AP-Fotograf Markus Schreiber mit einem beeindruckten Portrait einer Trauernden nach der Gedenkfeier für Nelson Mandela in Südafrika sowie der freie Fotograf Julius Schrank, der Bilder  seiner „Kachin-Kämpfer“ aus Myanmar eingeschickt hat. Erneut ausgezeichnet wurde der deutsche National Geographic-Fotograf Christian Ziegler, der regelmäßig mit seinen Natur- und Tieraufnahmen das Fachpublikum begeistert. Zu sehen sind seine Bonobo-Fotos aus Ghana.

Alljährlich zeichnet die World Press Photo Foundation aus über 100.000 Einsendungen die besten Pressefotos der Welt aus. Die internationale Jury hat heute den Gewinner des 57. World Press Photo Wettbewerbs mitgeteilt: der amerikanische Fotograf John Stanmeyer. Sein Foto zeigt afrikanische Migranten in Djibouti bei Nacht, ihre Handy hochhaltend, beim Versuch ein Signal vom Nachbarland Somalia zu empfangen.

Auch dieses Jahr macht die World Press Photo Ausstellung bei ihrer Tour rund um den Globus halt in Dortmund. Vom 12. Juni bis 02. Juli 2014 wird die Ausstellung mit Unterstützung der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) im Kulturort Depot präsentiert. Neben dem Pressefoto des Jahres umfasst die Ausstellung prämierte Bilder aus zehn Kategorien wie Porträt, Sport, Natur und Daily Life.

Mit Schulklassen in und durch die berühmte Foto-Ausstellung 

„We exist to inspire understanding of the world through quality photojournalism“ lautet der Wahlspruch der World Press Photo Foundation. Ein Besuch der Ausstellung bietet eine hervorragende Gelegenheit, den kritischen Umgang mit den Medien zu schulen und ist unter anderem für die Fächer Gesellschaftslehre, Geschichte, Politik oder Deutsch geeignet.

Bei der Auseinandersetzung mit den Bildern können verschiedenste Fragen thematisiert werden: Wenn Pressefotos darauf abzielen, uns über berichtenswerte Ereignisse zu informieren – was macht ein Ereignis zu einer Nachricht? Wieso hören wir mehr über bestimmte Ereignisse und weniger über andere?  Wie arbeiten Pressefotografen? Wer entscheidet, welches Foto veröffentlicht wird? Und was macht ein gutes Pressefoto aus?

Für die 7. bis 10. Jahrgangsstufen gibt es zur Vorbereitung einführendes Begleitmaterial und Arbeitsmaterialien für den Besuch der Ausstellung.

Ausstellung plus Kinobesuch

1st Prize Daily Life Single Julius Schrank, Germany, De Volkskrant 15 March 2013, Burma Kachin Independence Army fighters are drinking and celebrating at a funeral of one of their commanders who died the day before. The city is under siege by the Burmese army.

1st Prize Daily Life Single,  Julius Schrank, Germany, De Volkskrant, 15 March 2013, Burma

In Kooperation mit sweetSixteen, dem Programmkino im Depot, bieten wir außerdem eine  Kombination aus Kino- und Ausstellungsbesuch an. Sie können mit Ihren Klassen hier im  Haus den Dokumentarfilm „SchussWechsel“ anschauen und anschließend in die Ausstellung  gehen.

Die Reportage „SchussWechsel“ erzählt von einem Fotografenteam im Gazastreifen zu  Zeiten der zweiten Intifada. Das besondere: das Team besteht aus palästinensischen und  israelischen Fotografen, die jeweils ihre Sicht auf das Geschehen in Bildern festhalten. Mit  großer Intensität und Nähe erzählt die mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnete Reportage die Geschichten hinter einigen der stärksten Fotos aus diesem Konflikt.

Doch die Fotografen haben wenig gemein mit dem Mythos des Kriegsfotografen, der unbedacht nach Bildern jagt. Sie zeigen Zweifel und innere Zerrissenheit, eine Gratwanderung zwischen emotionaler Nähe und professioneller Distanz, die es zu leisten gilt.  (Bettina Borgfeld/Sacha Mirzoeff, Deutschland 2005, 44 Minuten, FSK ab 16 freigegeben). In der Zeit vom 23. Juni bis 2. Juli 2014 wird der Film werktags um 11 Uhr gezeigt. Nach Vereinbarung sind vormittags auch andere Zeiten für die Kinovorstellung möglich.

Ausstellungsführung 

Entdecken Sie die World Press Photo Ausstellung gemeinsam mit einem Fotografen! Jan Schmitz und Peter Lutz haben ihr Fotostudio im Depot und bieten Führungen durch die Ausstellung an.

 

Weitere Informationen:

www.depotdortmund.de / www.worldpressphoto.org

Einen Überblick über alle Gewinner gibt es hier: http://www.worldpressphoto.org/awards/2014

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