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Der „Canisius Campus“ in der Nordstadt: Digitales Lernen mit praktischer Umsetzung für über 700 Pflege-Azubis

Der Neubau bietet beste Bedingungen, den zukünftigen Herausforderungen im Pflegebereich optimal begegnen zu können. Gerade in der Pandemie sorge der hohe Digitalisierungsstandard für Erleichterung. Fotos: GPM Dortmund

Der „Canisius Campus“, die katholische Akademie für Pflegeberufe, ist feierlich gesegnet und offiziell übergeben worden. Aufgrund der Coronapandemie war lediglich ein enger Kreis anwesend: Neben dem Geschäftsführer Andreas Schulz, dem Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Bathen und Schüler*innen- und Lehrer*innenvertreter*innen segnete der örtliche Pfarrer Ansgar Schocke die Schule in der Nordstadt. Über 700 Ausbildungsplätze und 53 pädagogische Kolleg*innen und Verwaltungsmitarbeitende werden hier an der Kirchdernerstraße in Zukunft tätig sein. Damit ist der Canisius Campus eine der größten Pflegeschulen in der Region. 

Eine der größten Einrichtungen ihrer Art in NRW – Akademie geht digital in die Zukunft

Die neuen Räume sind lichtdurchflutet und mit modernster Klimatechnik ökologisch sinnvoll gebaut. Das grüne Umfeld des Hoeschparkes und eine moderne Architektur rahmen den Campus ein. Terrassen und eine partiell angelegte Außenanlage sollen zukünftig Unterricht an der frischen Luft ermöglichen und zum Verweilen in den Pausen einladen. ___STEADY_PAYWALL___

Pfarrer Ansgar Schocke bei der Segnung des Gebäudes.

„Wir haben hier ein baulich gelungenes Schulkonzept umgesetzt, das sich auch inhaltlich als durchaus vorzeigbar erweist in einem der ältesten und wichtigsten Berufsfelder der Menschen“, betont Klaus Bathen, Vorsitzender des Verwaltungsrates.

Die Zusammenführung dreier Pflegeschulen am Campus, die Umstellung der Ausbildung auf die Generalistik und die Herausforderungen zur digitalen Lern-Transformation seien mit viel Engagement, Know How und Manpower umgesetzt worden. „Unser neu erarbeitetes Curriculum wird vielfach als vorbildlich gelobt und verfolgt konsequent den Gedanken des lebenslangen Lernens. Hierdurch wird die Rolle des Campus auch als Fort- und Weiterbildungseinrichtung betont “, bestätigt Thomas Strippel, Pädagogischer Leiter des Canisius Campus. 

Für Schüler*innen und Lehrer*innen bedeute der moderne Digitalisierungsgrad gerade in der Pandemie Erleichterung und biete vielfältige inhaltliche Möglichkeiten zum gemeinsamen Lernen: Smartboards, an die sich die Schüler per Wlan mit ihren Tablets und Laptops einwählen und im Team interaktiv an der virtuellen Tafel arbeiten, Hausaufgaben aufspielen oder Ergebnisse abspeichern können. Dies seien echte Vorteile, mit denen das Erarbeiten von Inhalten Spaß mache.

Am Puls der Zeit: Theorie und Praxis sollen sich optimal ergänzen

Ein Teil der Schüler*innen sei außerdem mit Convertibles (Hybrid-PC) ausgerüstet worden, die durch Fördermittel finanziert wurden. „Der Canisius Campus setzt die Innovationsfreude seiner Vorgängerschulen weiter fort, er ist am Puls der Zeit. Insbesondere pflege- und pflegewissenschaftliche, sowie gesundheitsrelevante Entwicklungen werden stets frühzeitig erkannt und beherzt engagiert umgesetzt.

Interessante Einblicke in die Ausbildung, den Arbeitsalltag und die beruflichen Perspektiven von Pflegekräften bietet der 9. Berufsinformationstag zur Altenpflegeausbildung in Dortmund.

Vor Ort gibt es ein Altenpflege- und zwei Patientenzimmer in Originalausstattung. Archivfoto.

So gab es auch schon seit über 20 Jahren die damalige Vision zur „Generalistischen Pflegeausbildung“, die seit Beginn 2020 endlich Realität geworden ist“, betont Eva Maria Müller, Referentin im Caritasverband für das Erzbistum Paderborn e. V..

„Wir haben hier vor Ort ein Altenpflege- und zwei Patientenzimmer in Originalausstattung eingerichtet, in denen gelernt, geübt und ausprobiert wird. Denn neben der Digitalisierung für das theoretische Wissen ist uns die praktische Umsetzung genauso wichtig“ erklärt Andreas Schulz, Geschäftsführer des Campus.

Neben der generalistischen Pflegeausbildung sollen weitere vielfältige Fort- und Weiterbildungen, etwa zur Palliative Care, OP-Fachweiterbildung oder zum Mittleren Management, sowie ab 2022 eine OTA-Schule ihren Platz am Campus finden. Ein großes Akademiefest für alle Auszubildenden und Kooperationspartnern mit einem festlichen Gottesdienst mit Weihbischof Dominicus Meier ist für den  24. September 2021 geplant – so es die Pandemiesituation erlaubt.

 

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Weitere Informationen:

Die „Canisius Campus Dortmund gGmbH – Katholische Akademie für Gesundheitsberufe„ ist die zentrale Bildungseinrichtung für Pflegeberufe der Träger:

  • Caritas Altenhilfe Dortmund GmbH
  • Katholisches Klinikum Lünen/Werne
  • Kath. St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund gGmbH
  • Katholische St. Lukas Gesellschaft mbH
  • Marienkrankenhaus Schwerte gGmbH
  • St. Marien-Hospital Hamm gem. GmbH

Weiterer Gesellschafter ist die CariPro – Gesellschaft zur Förderung caritativer Einrichtungen im Erzbistum Paderborn mbH.

Adresse
Canisius Campus Dortmund gGmbH
Katholische Akademie für Gesundheitsberufe, Kirchderner Str. 45 a, 44145 Dortmund
Telefon: 0231/86 43 6-0
Telefax: 0231/86 43 6-100

andreas.schulz@canisiuscampus.de
canisiuscampus.de

Bildungsangebot

  • Ausbildung zur/zum „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“, die ab 2020 generalistisch durchgeführt wird und die bisherigen Ausbildungen Gesundheits- und Krankenpflege-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und Altenpflege ablöst ,
  • Pflegeassistenz, einjährige Ausbildung
  • APL / Anpassungslehrgänge für zugewanderte Pflegekräfte (zur Anerkennung der im Heimatland erworbenen Ausbildung oder Studium),
  • Duales Studium mit pflegewissenschaftlichem Schwerpunkt in Kooperation mit Hochschulen,
  • Umfangreiches Angebot an Fort- und Weiterbildungen (Operationsdienst, Praxisanleitung, Palliative Care etc.).

Bauetappen 

  • 14.05.2019 Baubeginn
  • 24.01.2020 Richtfest
  • November 2020 Fertigstellung Bau
  • Dezember 2020 Einrichtung
  • Januar 2021 Umzug der anderen Standorte, Aufnahme des Lehrbetriebs 18.1.21

Gebäude

  • 22 Klassenräume mit modernster Technik (interaktive Boards, Videokonferenztechnik, intelligentes Lüftungssystem etc.)
  • 10 Gruppenarbeitsräume, 3 Demoräume auf 4 Etagen (incl. Bestandsgebäude)
  • 50 Arbeitsplätze
  • Die Bau- und Einrichtungskosten belaufen sich auf ca. 11 Millionen Euro.

Personen

  • Vorsitzender des Verwaltungsrates: Klaus Bathen
  • Geschäftsführer: Andreas Schulz
  • Schulleiter: Tobias Strippel
  • Stellv. Schulleiter: Maria Paul, Thomas Bunse

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