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20. Christopher-Street-Day – „Queer im Revier“ in Dortmund: Deutliches Zeichen gegen Hass, Gewalt und Homophobie

Von Leopold Achilles

Bereits zum  20. Mal fand der ,Christopher Street Day‘ (CSD) bei sehr sommerlichem Wetter in der Dortmunder Innenstadt statt. Flankiert wurde das Fest auf dem Friedensplatz von einer Demonstration durch die City, bei der rund 1500 Menschen gemeinsam für eine offene und tolerante Gesellschaft sowie gegen Rassismus, Homophobie, Transphobie, Hass und Gewalt eintraten.

1500 Menschen demonstrierten bei hochsommerlichen Temperaturen – 20. Ausgabe des CSD

Es war bereits  die zweite Demonstration in der Dortmunder Innestadt an diesem Samstag. Nach der Veranstaltung gegen TTIP und CETA startete der CSD um 14 Uhr unterhalb der Katharinenppe,  gegenüber dem Haupteingang des Dortmunder Hauptbahnhofs.

Sie verlief dann über den Wall, die  Kuckelcke, vorbei an der Rheinoldikirche um dann am Europabrunnen kurz eine Pause zu machen. Der Zug endete um kurz vor drei Uhr auf dem Dortmunder Friedensplatz. Hier waren bereits am Freitag die ersten Stände aufgebaut worden – das Straßenfest des CSD konnte beginnen.

Sonnige und bunte Demonstration mündet auf dem Friedensplatz

Das Wetter bescherte allen TeilnehmerInnen ein warmen und sonnigen Tag. Auf der CSD-Bühne sprachen neben SLADO-Vorstand Frank Siekmann und OB Ulrich Sierau auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow und die diesjährige CSD-Schirmherrin Fatma Karacakurtoglu vom Verein ,Train of Hope‘.

Allesamt wünschen sich für Dortmund mehr Vielfalt, Toleranz und Demokratie: „Alle Menschen die hier leben sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.“ so SLADO-Vorstand Frank Siekmann.

Straßenfest auf dem Friedensplatz – das eigentliche Herz des CSD

Auf dem Dortmunder Friedensplatz wurde es nach den Reden und dem Ende der Demonstration richtig voll: Stand für Stand gab es Informationen und Unterhaltung von Vereinen, Verbänden, Organisationen und Parteien.

Mit rund 1500 Menschen bei der Demonstration und zahlreichen Menschen, die bis in den Abend hinein auf dem Friedensplatz feierten, war der CSD wieder aufsehenerregend, bunt, friedlich und erfolgreich.

Der ,Christopher Street Day‘ in Dortmund  ist der älteste im Ruhrgebiet und einer der größten in Westfalen. Er ist in seiner Tradition einerseits eine Demonstration für die Rechte von Lesben, Schwulen und Transidenten sowie ein Sichtbar-Machen der Community in der Dortmunder Stadtgesellschaft.

In Dortmund wäre der CSD nicht stemmbar gewesen, wenn nicht viele Freiwillige und ehrenamtlich mit anpacken würden. Darüber hinaus unterstützen in diesem Jahr wieder viele Sponsoren das Fest: Stadt Dortmund, RWE, anders und gleich, DEW21, Hirsch Q, Schwules Netzwerk, DSW 21, Down Under, Lili Marlene, RedBeatz, Sparkasse Dortmund, LAG Lesben, Alsenio Pflegedienst, DOGEWO21.

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