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Stille im Depot: „Der Sturm“ fegt alle Handys weg – Theaterwerkstatt des Westfalenkollegs feiert Premiere

Die Inszenierung von „Der Sturm“ adaptiert Elemente der Shakespeare-Vorlage.

Von Joachim vom Brocke

Ausgesetzt auf einer einsamen Insel. Smartphones funktionieren nicht mehr. Es gibt keinen Empfang. Das Leben ist plötzlich analog. Es riecht nach Ungewissheit, nach Überlebenskampf. Doch auch nach deutlich spürbarem Zauber; ebenso nach einigen Überraschungen.

Bühnenstück von William Shakespeare dient als Grundlage für die Dortmunder Produktion

Am Mittwoch feiert das Stück Premiere.

William Shakespeares Theaterstück „Sturm“ lieferte der Theaterwerkstatt des Westfalenkollegs Anregungen und Textfragmente für ihre individuelle Aufführung von „Der Sturm“. Premiere ist am Mittwoch, 18. März, 20 Uhr, im Depot an der Immermannstraße.

Zauberer Prospero ist als Herrscher der Insel ebenso dabei wie Luftgeist Ariel. Damit haben sich Mechtild Janssen und Klaus Pfeiffer, die sich Regie und Gesamtleitung bei diesem weiteren Theaterprojekt des Westfalenkollegs teilen, an die Shakespeare-Vorlage gehalten.

Im September 2014 begannen die Vorbereitungen für „Sturm“. Janssen und Pfeiffer arbeiten dabei mit einer interkulturell zusammengesetzten Gruppe junger Erwachsener – Studierende am Westfalenkolleg und ehemalige Studierende – zusammen.

Klaus Pfeffer: „Ein wichtiger Grundsatz unserer Arbeit ist die Integration Ehemaliger um ein Miteinanderlernen auf der Bühne und hinter der Bühne zu initiieren“.

Die Gestrandeten versuchen, sich auf einer einsamen Insel eine neue Welt aufzubauen

Acht Menschen sind auf einer Insel gestrandet.

So landen acht unterschiedliche Menschen auf der einsamen Insel. Unter Schwierigkeiten versuchen die Gestrandeten sich ihre Welt aufzubauen.

An Rettung ist vorerst nicht zu denken. Nun verschwimmt die gewohnte Welt hinterm Horizont. Die ungeplante Gemeinschaft bewegt sich zu Rhythmen aus der analogen Zeit zwischen Augsburger Puppenkiste und Dschungelbuch. Doch die stille Inselwelt bleibt für sie alles andere als heil.

Schließlich fährt der Sturm in die Körper, der Tanz kommt als elementares Element hinzu und thematisiert diesen beängstigenden, zerstörerischen, aber auch bereinigenden Sturm.

Für die Choreographie ist Birgit Götz von der tanzwerkstatt im depot zuständig. Klaus Pfeiffer: „Eine Zusammenarbeit, die sich bewährt hat“.

Die Theaterwerkstatt Westfalenkolleg wurde bereits mehrfach ausgezeichnet

Die begabte Truppe nimmt aus Zeitmangel in diesem Jahr nicht an Wettbewerben teil.

Die mehrfach bei Wettbewerben ausgezeichnete Theaterwerkstatt Westfalenkolleg nimmt mit der „Sturm“-Inszenierung nicht an einem Festival teil.

Erst im letzten Jahr hatten sie für „peng!“ noch den Petra-Meurer-Förderpreis beim Landes-Schülertheatertreffen eingeheimst.

„Wettbewerbe“, erklärte Mechtilt Janssen, „gibt es aus zeitlichen Gründen für uns nur alle zwei Jahre“.

Mehr Informationen:

  • Premiere von „Der Sturm“ ist am Mittwoch, 18. März, 20 Uhr. Restkarten für 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, sind noch zu haben. Reservierungen: (0231) 982 2336.
  • Weitere Vorstellungen: 20. März, 20 Uhr, 23. April und 30. April, 12 Uhr, im Theater im Depot, Immermannstraße.
  •  Es tanzen und spielen: Ekligem Anyigba, Emilie Rieche, Sinan Burma, Laura Gebauer, Jennifer Henke, Mathis Pollmann, Sandy Schmidt, Isabelle Wagner, Majorie Willer, Muazzez Yilmaz.
  • Choreographie: Birgit Götz. Assistenz: Laura Gebauer, Johannes Janßen. Licht: P. und B. Fotheringham, Vincent Westerweller.
  • Regie und Gesamtleitung: Mechtild und Klaus Pfeiffer.
  • www.theaterwerkstatt-westfalenkolleg.de

Mehr zur Theaterwerkstatt des Westfalenkollegs auf nordstadtblogger.de:

 

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