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Neue Superintendentin für Dortmund offiziell im Amt – Feierlicher Gottesdienst zur Einführung in St. Reinoldi

Präses Annette Kurschus, Superintendentin Heike Proske und ihre Vize Andrea Auras-Reiffen und Michael Stache.

„Seien Sie darauf gefasst, dass Gott Ihrer Saat Ernte verheißt.“ An dieses göttliche Versprechen erinnerte Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, die neue Dortmunder Superintendentin Heike Proske, die sie am Freitag (5. Oktober 2018) in der vollbesetzten Dortmunder Stadtkirche St. Reinoldi in ihr neues Amt einführte. Knapp ein halbes Jahr nachdem die Kreissynode der Evangelischen Kirche in Dortmund, Lünen und Selm sie zur Superintendentin gewählt hatte, hat Pfarrerin Proske zu Beginn dieses Monats ihre Arbeit in der Superintendentur des größten westfälischen Kirchenkreises aufgenommen.

Die DortmunderInnen sollen „in allen Schwierigkeiten unterwegs bleiben auf dem Weg des Friedens“

Heike Proste ist Nachfolgerin von Superintendent Ulf Schlüter, der Vize-Präsident der Landeskirche wurde.

„Sie werden wohlbestellte kirchliche Felder vorfinden“, so Präses Kurschus bei ihrer Ansprache. „Einen Kirchenkreis, der sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung stellt und Profil zeigt. Jede Menge Samen. Jede Menge wunderbarer Pflänzchen und Pflanzen.“

In ihrer Predigt ermutigte Superintendentin Proske die Dortmunderinnen und Dortmunder, „in allen Schwierigkeiten unterwegs“ zu bleiben „auf dem Weg des Friedens.“ „Denn im gelebten Frieden bringen wir Menschen zum Ausdruck, dass wir von Gott geschaffen sind.“ Angesichts einer Welt, die durch Vertreibung, Flucht und Zerstörung der Infrastruktur ganzer Völker  aus den Fugen gerate, „erscheint mir die Bitte um Frieden notwendiger denn je.“

„Die richtige Frau zur richtigen Zeit“ sei Heike Proske, so Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau in seinem Grußwort an die neue Superintendentin. Dortmund sei eine internationale Stadt und „ohne das Gemeinsame, was uns verbindet, nicht vorstellbar.“ Sierau zeigte sich zuversichtlich, dass Heike Proske mit ihrer internationalen Erfahrung gemeinsam den Weg der interkulturellen Offenheit in Dortmund mitgehe. Im Hinblick auf die künftige Zusammenarbeit sagte er: „ich freue mich auf mehr.“

Vom interreligiösen Dialog bis „Dortmund bunt statt braun“ : Ökumenisches Engagement „wichtiger denn je“

Heike Proske im Kreis von Gästen (v.l.): Propst Andreas Coersmeier, OB Ullrich Sierau, Landessuperintendent Hans Christian Brandy, Stellv. Superintendent Michael Stache, Präses Annette Kurschus sowie Mitglieder des Kreissynodalvorstands. Fotos: Stephan Schütze

Propst Andreas Coersmeier von der Katholischen Stadtkirche Dortmund betonte das ökumenische Engagement für die Stadtgesellschaft. Vom interreligiösen Dialog – „wichtiger denn je“ – über „Dortmund bunt statt braun“ bis hin zur Armutsbekämpfung hätten Christen den Auftrag „Gesellschaft mit zu gestalten und sich einzubringen.“ Er freue sich auf die Fortsetzung der guten ökumenischen Zusammenarbeit.

Heike Proske führt künftig den mit rund 200.000 Mitgliedern in 28 Gemeinden größten evangelischen Kirchenkreis in Westfalen. Sie folgt auf Ulf Schlüter, der im Sommer als Theologischer Vizepräsident in die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen gewechselt war. Die aus dem westfälischen Oelde stammende Proske war seit 2009 Generalsekretärin der Deutschen Seemannsmission mit Sitz in Bremen.

Davor war sie acht Jahre lang für die Seemannsmission in Lomé (Togo) tätig. Aber auch Dortmund kennt sie gut. Von 1993 bis 2001 war Heike Proske Pfarrerin in der Dortmunder Apostel-Kirchengemeinde. Von 1996 bis 2001 trug sie zudem Verantwortung als Synodalassessorin im damaligen Kirchenkreis Dortmund-Mitte.

Heike Proske studierte Theologie in Bethel, Tübingen, Heidelberg und Yaoundé/Kamerun. Sie ist verheiratet und Mutter zweier erwachsener Söhne.

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