
Ein Antrittsbesuch: Der neue Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund, Roland Klein, war vor Kurzem erstmals bei Oberbürgermeister Alexander Kalouti (CDU) zu Gast. Begleitet wurde er von IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber.
Antrittsbesuch des IHK-Präsidenten im Rathaus
Klein, 62 Jahre alt und Geschäftsführender Gesellschafter der Herbert Heldt KG, wurde im Frühjahr von der Vollversammlung der IHK gewählt. Der Besuch bei Kalouti war sein Antrittstermin bei der Stadtspitze. Themen waren laut IHK die Wirtschaftsflächen, der Verkehr, Sicherheit und Sauberkeit in der Innenstadt und der stationäre Einzelhandel.

„Nun geht es darum, die nächsten Entwicklungsschritte gemeinsam zu gestalten – mit klaren Prioritäten bei Flächenpolitik, Verkehrsinfrastruktur und Standortqualität“, sagte Klein.
Kalouti bekräftigte seine Linie: „Die Entwicklung von Wirtschaftsflächen ist eine bestimmende Aufgabe für unsere Stadt. Unternehmen brauchen verlässliche Perspektiven, wenn sie investieren, wachsen oder sich neu ansiedeln wollen.“ Nötig seien schnellere Planungen.
Auch Hauptgeschäftsführer Schreiber betonte den Handlungsbedarf: „Wir brauchen eine klare gemeinsame Agenda für Wirtschaftsflächen, Innenstadtentwicklung und Standortqualität.“ Die IHK sei bereit, diesen Prozess zu begleiten.
Streit um neue Flächen im Hintergrund
Die Rückendeckung der IHK kommt Kalouti gelegen, denn mit seiner Idee einer neuen Wirtschaftsflächenpolitik stellt er sich gegen einen Ratsbeschluss aus dem vergangenen Juli. Damals stoppte der Rat den Prüfprozess für neue Wirtschaftsflächen: Neue Flächen sollen erst geprüft werden, wenn die Altflächen vermarktet sind.

Kalouti nannte diesen Kurs „selbstmörderisch“ und will das Thema „wieder aufmachen und an die Flächen ran“. Er verweist auf ein Unternehmen, das nach 50 Jahren nach Holzwickede abgewandert sei, weil es in Dortmund keine Fläche gefunden habe.
Umstritten sind vor allem der Groppenbruch, den Kalouti als Gewerbe- und Industriegebiet nutzen will, sowie die Brechtener Niederung.
Wie sehr wirtschaftliche Entwicklung mit anderen Anliegen kollidiert, zeigte sich zuletzt an den Westfalenhallen: Trotz der Funde des früheren Kriegsgefangenenlagers Stalag VI D beschloss der Rat am 9. Juli, den Messeausbau fortzusetzen. Einen Baustopp lehnte die Mehrheit ab, ein Erinnerungsort ist geplant.
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