Hospizdienst Dunkelbunt: Ehrenamtliche begleiten seit fünf Jahren Sterbende in Dortmund

Im Frühjahr 2027 beginnt ein neuer Kurs, Anmeldungen sind möglich

Feierten gemeinsam den fünften Geburtstag des ersten Ehrenamtskurses, aus dem fast alle Hospizbegleiter*innen noch aktiv dabei sind: Kathrin Im Winkel, Koordinatorin Sabrina Katzer, Annette Nienass, Jacqueline Kauermann, Christoph Kluth, Hans-Peter Hirsch, Leiterin Heike Schöttler, Elisabeth Koch und Koordinatorin Frauke Ellebrecht. Es fehlten beim Geburtstagsfest: Andrea Goodall und Klaus Kurek.
Feierten gemeinsam den fünften Geburtstag des ersten Ehrenamtskurses, aus dem fast alleHospizbegleiter*innen noch aktiv dabei sind: Kathrin Im Winkel, Koordinatorin Sabrina Katzer, Annette Nienass, Jacqueline Kauermann, Christoph Kluth, Hans-Peter Hirsch, Leiterin Heike Schöttler, Elisabeth Koch und Koordinatorin Frauke Ellebrecht. Es fehlten beim Geburtstagsfest: Andrea Goodall und Klaus Kurek. Hospizdienst Dunkelbunt / Christine Haufe

Vor fünf Jahren hat der Ambulante Erwachsenen Hospizdienst Dunkelbunt in Dortmund seinen ersten Ehrenamtskurs abgeschlossen. Alle Teilnehmer:innen von damals begleiten bis heute schwerstkranke und sterbende Menschen. Nun hat der Dienst die Ehrenamtlichen der ersten Stunde geehrt.

Sterbe-Begleiterinnen der ersten Stunde

Andrea Goodall, Elisabeth Koch und Kathrin Im Winkel gehören zu dieser ersten Gruppe. Seit fünf Jahren schenken sie Menschen am Lebensende Zeit und Aufmerksamkeit, jede von ihnen hat inzwischen mehrere Sterbende begleitet.

Bild von Hospizdienst Dunkelbunt
Bild von Hospizdienst Dunkelbunt Thomas Engel | Nordstadtblogger

Elisabeth Koch meldete sich zum Kurs an, als ihr Lebensgefährte erkrankte. „Ich habe schnell festgestellt, dass die Themen Tod und Sterben letzte große Herausforderungen für mich waren und ich selbst einen Umgang damit finden wollte“, erzählt sie.

Andrea Goodall beschreibt ihre Motivation so: „Menschen am Ende ihres Lebens das Gefühl geben zu können, dass sie nicht allein sterben müssen, das ist für mich etwas sehr Erfüllendes.“ Kathrin Im Winkel hat die Neugründung eines überkonfessionellen Hospizdienstes neugierig gemacht.

Im Winkel begleitet ebenfalls seit fünf Jahren Sterbende. „Ich habe einige erlebt, die wirklich einsam waren, niemanden hatten, der in einer der schwersten Phasen ihres Lebens für sie da war“, sagt sie. Solche Menschen hätten es verdient, dass ihnen jemand die Hand reiche.

Erschwerter Start unter Corona und Aktion „Letzte Wünsche“

Der erste Kurs startete 2021 unter Corona-Bedingungen und fand zunächst per Videokonferenz statt. „Das war bei diesen feinfühligen Themen nicht immer einfach“, sagt Heike Schöttler, Leiterin des Hospizdienstes. Dennoch seien fast alle Ehrenamtlichen bis heute aktiv.

Ein Grundsatz der Arbeit sei die vorurteilsfreie Begleitung, so Schöttler: „Wir begegnen den Betroffenen und Angehörigen völlig vorurteils- und wertfrei.“ Die Begleitung erfolge unabhängig von Religion, Herkunft, Lebensstil oder sozialem Status.

Vor Kurzem feierte der Dienst das fünfjährige Engagement der Gruppe mit Ansprachen, kleinen Geschenken und einem gemeinsamen Buffet. Die Ehrenamtlichen begleiten nicht nur Sterbende, sondern gestalten auch Veranstaltungen und organisieren die Aktion „Letzte Wünsche“ mit.

Ambulante Hospizarbeit sei ohne Ehrenamtliche nicht möglich, betont der Dienst. Im Frühjahr 2027 startet ein neuer Ehrenamtskurs, für den sich Interessierte bereits anmelden können. Informationen gibt es bei den Koordinatorinnen unter 0231-53300881.


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