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Kein Grad weiter: „Fridays for Future“ ruft diesmal dezentral zum Fünften Globalen Klimastreik in Dortmund auf

Beim letzten Globalen Klimastreik kamen allein in Dortmund rund 4.000 Aktivist*innen zusammen. Das von der Polizei gelobte Hygiene- und Abstandskonzept der Demo Anfang September kommt leicht abgewandelt wieder zum Tragen.

Unter dem Motto „Kein Grad weiter“ ruft „Fridays for Future“-Dortmund (FFF) am kommenden Freitag, dem 25. September, zum Fünften globalen Klimastreik auf, um gemeinsam ein starkes Zeichen für Klimagerechtigkeit zu setzen. Anstelle eines großen Demozugs wird es in Dortmund fünf kleinere Demozüge geben, die sternförmig um 18 Uhr auf den Friedensplatz zu einer großen Abschlusskundgebung münden. Im Mittelpunkt der Proteste steht der globale Charakter der Klimakrise. Während der Abschlusskundgebung tritt die Hamburger Gruppe Rapfugees auf, zudem wird es internationale Redebeiträge von Klimaaktivist*innen unter anderem aus Kolumbien und von den Philippinen geben.

Bewährtes FFF-Hygienenkonzept wir auch am Freitag wieder umgesetzt

„Das Zögern und die Ignoranz der Bundespolitik bei der Energiewende betrifft Menschen überall auf der Erde, besonders im globalen Süden. Die in Datteln 4 verfeuerte Kohle zum Beispiel stammt aus Kolumbien und Russland, auf den Philippinen kämpfen die Menschen jeden Tag gegen die Auswirkungen der Klimakrise. ___STEADY_PAYWALL___

Statt eines großen Demozuges wird es mehrere kleine geben, die sich über das Stadtgebiet verteilen. Fotos: Klaus Hartmann/Archiv

Das alles zeigt: Klimagerechtigkeit macht nicht Halt an Staatsgrenzen. 2019 haben wir die Klimakrise auf die politische Agenda gesetzt – 2020 müssen auch trotz Corona endlich die notwendigen Maßnahmen folgen”, so Lena Kah, Aktivistin bei FFF-Dortmund.

Im September vergangenen Jahres mobilisierte FFF bereits deutschlandweit über 1,4 Millionen Menschen. Aufgrund der Covid-19 Krise wurden die Streiks im März und April im Internet weitergeführt und seit Juni mit Hygienemaßnahmen auf der Straße, auch in Dortmund.

Auf den Streik Anfang September anlässlich der Kommunalwahlen folgt jetzt am 25. September ein weltweiter Klimastreik. Parteiunabhängig fordert die Bewegung von der deutschen Regierung den Kohleausstieg bis 2030 und die Klimaneutralität Deutschlands bis 2035.

„Die Corona-Krise hat uns gezeigt, das unsere Regierung entschlossen handeln kann, wenn sie möchte. In der Klimakrise läuft uns wirklich die Zeit davon, nur spüren dies zuerst andere. Durch jede weitere Emission verlieren Menschen ihre Gesundheit, ihr Zuhause oder ihr Leben. Wir müssen jetzt ganz klar sagen: Kein Grad weiter!”, ergänzt Marlon Philipp, Aktivist bei FFF-Dortmund.

Mehrere kleine Demozüge in den Stadtteilen vereinen sich am Friedensplatz 

Auf dem Friedensplatz werden sich die Demozüge vereinen und es wird eine Abschlusskundgebung geben. Foto: Karsten Wickern/Archiv

Das in Dortmund bewährte Hygienekonzept der Demo von Anfang September wird in leicht abgewandelter Form auch nächsten Freitag auf dem Friedensplatz zum Einsatz kommen.

Anstelle eines großen Demozugs gibt es mehrere kleine, die aus den umliegenden Stadtteilen sternförmig auf dem Friedensplatz zusammenlaufen. 

Zwei davon finden als Fahrrad-Demos statt. Auch für Kinder, Mobilitätseingeschränkte und Menschen, die eine Übersetzung in Gebärdensprache benötigen, ist gesorgt. Die Sterndemos im Einzelnen:

  • 16 Uhr: Fahrrad-Demos in Aplerbeck und Huckarde jeweils auf dem Marktplatz, 17 Uhr Zwischenkundgebungen in Brackel (Ecke Sendstr./Hunoltstr.) und an der TU Dortmund (Brücke Vogelpothsweg)
  • 16:30 Uhr: Kindergerechte Demo, auch für Mobilitätseingeschränkte geeignet, mit Übersetzung in Gebärdensprache im Westpark (Südeingang)
  • 17 Uhr Lauf-Demos in der Nordstadt (Münsterstr./St. Joseph-Kirche) und im Kreuzviertel (Vinckeplatz)
  • 18 Uhr: Schlusskundgebung auf dem Friedensplatz

 

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3 Gedanken über “Kein Grad weiter: „Fridays for Future“ ruft diesmal dezentral zum Fünften Globalen Klimastreik in Dortmund auf

  1. Evangelische Kirche beteiligt sich an Aktionen zum Klimaschutz - Gebet für die Erde‘ vor St. Reinoldi (Pressemitteilung Evanglischer Kirchenkreis Dortmund)

    Evangelische Kirche beteiligt sich an Aktionen zum Klimaschutz – Gebet für die Erde‘ vor St. Reinoldi

    Auch wenn die aktuelle Covid-19-Pandemie derzeit überall große Aufmerksamkeit erfordert, darf die Verantwortung für den Klimaschutz nicht aus dem Blickfeld geraten. Unter dem Motto #KeinGradWeiter hat die Dortmunder Gruppe der ‚Fridays for Future‘ für den kommenden Freitag zu Aktionen aufgerufen, um auf die anhaltenden Probleme der Erderwärmung hinzuweisen.

    Die Umweltbeauftragten des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, Dr. Günther Weber und Pfarrer Friedrich Stiller, unterstützen die geplanten Aktionen. Besonders laden sie ein zu einem ökumenischen ‚Gebet für die Erde‘. Es wird stattfinden am Freitag, 25. September um 17.15 Uhr vor der Stadtkirche St. Reinoldi am Ostenhellweg. Veranstaltet wird die gemeinsame Gebetsaktion vom Evangelischen Kirchenkreis Dortmund, den Gruppen ChurchesForFuture, ChristiansForFuture und der Evangelischen Lydia-Gemeinde.

    „Wir wollen Mut machen, uns stärken lassen und ein Zeichen spiritueller Verbundenheit setzen“, so Pfarrer Friedrich Stiller. Nach dem gemeinsamen Gebet gehen die Teilnehmenden – mit Abstand – gemeinsam zur Kundgebung auf dem Friedensplatz.

    Termin: Freitag, 25. September, 17.15 Uhr – GEBET FÜR DIE ERDE – vor St. Reinoldi.

  2. 2020 ist kein Ausnahmejahr, es ist erst der Anfang! Handeln wir jetzt! (Pressemitteilung Parents for Future Germany)

    2020 ist kein Ausnahmejahr, es ist erst der Anfang! Handeln wir jetzt!

    Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe ältere Geschwister und Freund*innen, liebe Tanten und Onkel, liebe Menschen, die einmal Eltern werden möchten, liebe Menschen, die sich eine lebenswerte Zukunft wünschen,

    2020 wird in die Geschichte eingehen. Ein Virus bricht über uns herein und fragt nicht danach, ob die Gesellschaft es verkraften kann. Corona ist eine nie dagewesene Belastung für uns alle. Doch plötzlich hat die Natur Zeit, sich zu erholen, Menschen beginnen sich zu fragen, was wirklich wichtig ist im Leben. Die Begriffe “Systemrelevanz” und “Solidarität” sind allgegenwärtig.

    Die nötigen Schritte zur Eindämmung der Pandemie sind kaum getan, die Gesellschaft kann etwas durchatmen und sofort brechen sich alte Muster von Politik und Wirtschaft ihre Bahn: Wie kommt man möglichst schnell zurück in den “Normalzustand”?

    Doch was ist “normal“? Ist es zum Beispiel normal, dass in den letzten Sommern neue Hitzerekorde aufgestellt wurden und die Durchschnittstemperaturen die höchsten seit Beginn der Aufzeichnungen waren? Dass es in Deutschland großflächige Dürren und teilweise schon Probleme mit der Wasserversorgung gibt? Dass der Wald großflächig abstirbt – schlimmer als beim sogenannten Waldsterben in den 80er Jahren?

    Das alles halten wir nicht für normal. Und wir alle wissen, dass Hitzerekorde, Dürren, Wassermangel, Waldsterben mit der menschengemachten Klimakrise zusammenhängen. Dem aktuellen Stand der Forschung zufolge haben wir weniger als 10 Jahre, um die schlimmsten Folgen noch zu verhindern. Ein Zeitraum, in dem wir handeln müssen, um den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen.

    Dadurch könnten die Risiken und fatalen Auswirkungen des Klimawandels maßgeblich verringert werden. Genauso wie es mehr als 180 Staaten im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbart haben, welches völkerrechtlich bindend ist – bindend auch für Deutschland. Eigentlich müssen wir sogar unbedingt unterhalb 1,5 Grad bleiben, um weitere Katastrophen abzuwenden – aber dafür haben wir kaum noch Zeit!

    Zahlen und Fakten zur Klimakrise, die ständig auf uns einprasseln, sind für uns Laien oft schwierig zu interpretieren. Was bedeuten sie für unseren Alltag? Was unterscheidet zum Beispiel 1,5 Grad von 2 Grad Erderwärmung? Es sind nicht einfach 0,5 Grad mehr – sie sind maßgeblich. Wenn wir es nicht wenigstens schaffen, deutlich unter 2 Grad zu bleiben, die Mindestforderung des Pariser Klimaabkommens, wird sich unser Leben sehr schnell drastisch verändern. Um es vorstellbar zu machen:

    Der Temperaturunterschied zwischen der letzten Eiszeit mit einer 200 m dicken Eisschicht über dem heutigen Berlin und der Gegenwart beträgt gerade einmal 4°C. Jedes Zehntelgrad bringt extreme Auswirkungen mit sich, wie sie bereits in anderen Teilen der Welt Realität sind: Es werden auch in Europa mehr Dürren und Überschwemmungen erwartet, der landwirtschaftliche Anbau heimischer Lebensmittel wird erschwert, das Trinkwasser wird knapp, ganze Tier- und Pflanzenarten verschwinden für immer.

    Hauptursache der Erderwärmung ist der Treibhauseffekt, der vor allem durch menschengemachte CO2-Emissionen verursacht wird. Es gibt ein klar berechenbares Emissions-Kontingent, das weltweit zur Verfügung steht, um die globale Erderwärmung noch aufzuhalten. Dieses Kontingent zeigt auch auf, wie viel CO2-Budget weltweit und heruntergebrochen auf Deutschland noch zur Verfügung steht, um das Pariser Klimaschutzabkommen einzuhalten.

    Wenn so viel CO2-Äquivalente in der Atmosphäre sind, dass der Treibhauseffekt unumkehrbar ist, wird die Klimakatastrophe verheerend sein und unsere Kinder und kommende Generationen auf der ganzen Welt werden die Folgen tragen müssen. Diese Erkenntnis schmerzt. Das ist nicht das, was wir uns für unsere Kinder und Enkelkinder wünschen. Für die wir Verantwortung tragen und die wir lieben. Die uns – wenn nicht schon heute – in naher Zukunft in die Augen schauen und uns fragen werden, warum wir eigentlich nicht gehandelt haben, obwohl die Faktenlage mehr als klar war.

    Aber gab es nicht schon früher Umweltprobleme? Sauren Regen oder Ozonloch? Richtig, doch es gibt einen entscheidenden Unterschied: Die Probleme damals wurden ernst genommen und Lösungen gerade noch rechtzeitig konsequent politisch durchgesetzt, nicht zuletzt durch Druck der Öffentlichkeit.

    Doch das Klimapaket der Bundesregierung von 2019 ist zur Lösung der Klimakrise nicht annähernd ausreichend. Der Kohleausstieg 2038 kommt mindestens 8 Jahre zu spät. Und dass ernsthaft über eine Abwrackprämie für PKWs zur Konjunkturförderung diskutiert wurde und wird, ist unverantwortlich, wenn man weiß, wie klein das Zeitfenster noch ist, in dem wir handeln können, um die Erderwärmung zu stoppen.

    Warum handeln die Politiker*innen dann nicht, obwohl sie die Problematik kennen und dies mehrfach explizit bestätigt haben? Genau diese Frage stellen wir uns als Parents for Future immer wieder. Der Wiederaufbau nach der Corona-Krise wäre die Chance, die Wirtschaft nachhaltig, krisenfest und sozial gerecht zu machen. Warum wird diese Chance nicht ergriffen?
    Wir als Eltern wollen keine Diskrepanz mehr zwischen Versprechen und Handeln der Politiker*innen (und das bezieht sich auf Kommunal-, Landes- und Bundespolitik).

    Denn wir wollen ein gutes Leben für unsere Kinder. Wäre es nicht schön, es würde saubere Luft geben, weniger Verkehr, Strom aus erneuerbaren Energien, ökologische Landwirtschaft und eine Wirtschaft, die nicht einem Wachstumszwang unterliegt, sondern dem Gemeinwohl dient? In dieser Welt hätten wir Politiker*innen, die mit einer starken Zivilgesellschaft gemeinsam Gegenwart und Zukunft gestalten, ein Gesundheitssystem, das keinen Sparzwängen unterliegt, und ein Sozialsystem, das die Schwächsten auffängt. Politiker*innen, die ihr Wort halten und alles dafür tun, dass das Pariser Klimaabkommen eingehalten wird.

    Wir sind dankbar, in einer Demokratie zu leben, in der wir dies alles äußern dürfen. Aber es muss nicht nur gehört, sondern es muss auch danach gehandelt werden. Lippenbekenntnisse reichen nicht. Das Pariser Abkommen ist eine umfassende und rechtsverbindliche weltweite Klimaschutzvereinbarung, die auch Deutschland unterzeichnet hat. Versprechungen und Verträge hält man. Punkt. Wir sehen an Corona, dass es möglich ist, in einer Krise radikale Maßnahmen und Veränderungen zum Wohle aller durchzusetzen.

    Wir müssen 2020 endlich beginnen, unseren CO2-Ausstoß drastisch zu reduzieren. Die Notwendigkeit dafür ist seit Jahrzehnten bekannt. Wir haben zwar begonnen, jedoch noch lange nicht entschlossen genug. Daher müssen jetzt endlich sofort wirksame Maßnahmen eingeleitet werden. Es gibt unzählige engagierte Menschen, Unternehmer*innen und Aktionsgruppen, die Lösungen suchen und finden. Viele Pläne liegen bereit und verbleibende Herausforderungen sind zu bewältigen.

    Das verbleibende Emissions-Budget ist dabei eine ehrliche Richtschnur, an der sich die Bundesregierung orientieren muss. Nur so kann sie der Gesellschaft vermitteln, die notwendigen Schritte mitzutragen. Die Politik muss endlich den Rahmen für große politische Lösungen setzen, um diese gewaltige, uns alle betreffende Krise noch zu stoppen. Mit dem Pariser Abkommen und dem Koalitionsvertrag hat sie sich längst dazu verpflichtet.
    Der globale Klimaaktionstag am 25. September 2020 ist die nächste wichtige Chance, Druck auf die Regierungen dieser Welt aufzubauen, damit überall geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um die Erderwärmung zu stoppen. Auch in ganz Deutschland werden Aktionen stattfinden (mehr Info unter: https://fridaysforfuture.de/keingradweiter und http://parentsforfuture.de/de/25-09 )

    Geht am 25.September auf die Straße und erinnert die Politiker*innen an ihre Verantwortung! Auch, wenn ihr noch nie auf einer Demo wart! Und bringt alle mit! Redet mit euren Freund*innen, Kolleg*innen und Eltern. Setzt eure Masken auf, haltet Abstand und passt aufeinander auf! Jede*r einzelne macht den Unterschied!

    Wenn die Politiker*innen dann endlich anfangen, konsequent zu handeln, werden wir ein kleines Stück dieser neuen Welt aufblitzen sehen, die wir uns so sehr für uns und unsere Kinder und die nachfolgenden Generationen wünschen: eine gerechte, krisenfeste, lebenswerte Welt, die auf Solidarität und Gemeinwohl basiert. Ist das naiv? Vielleicht. Aber so naiv zu glauben, dass die Klimakrise sich in Luft auflöst, sind wir schon lange nicht mehr.

    Parents for Future Germany

  3. Einschränkungen wegen „Fridays for Future“-Demos am Freitag möglich (Pressemitteilung DSW21)

    Einschränkungen wegen „Fridays for Future“-Demos am Freitag möglich

    Aufgrund der „Fridays for Future“-Demonstrationen am kommenden Freitag, 25. September, kann es zu Einschränkungen im Dortmunder Bus- und Stadtbahnverkehr kommen. Darauf weist DSW21 seine Fahrgäste frühzeitig hin. In den Nachmittags- und Abendstunden sind sowohl im Innenstadtbereich wie auch in den nordwestlichen und südöstlichen Stadtteilen Beeinträchtigungen möglich.
    DSW21 bittet dafür um Verständnis.

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