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Feministische Kunst und männliche Models, Manga und Dinosaurier: die Digital-Angebote der Museen in Dortmund

Abstand halten - das ist das Gebot der Stunde. Diese Forderung teilt auch das Dortmunder U.

Erneut wird das kulturelle Leben in Dortmund heruntergefahren und die Museen müssen vorerst wieder schließen. Auf digitalem Wege gibt es jedoch vieles in den einzelnen Häusern zu entdecken. Archivfoto: Alex Völkel

Das Kulturleben in Dortmund wird wieder virtuell: die städtische Musikschule wechselt in den Online-Unterricht, die Stadt- und Landesbibliothek bietet weiterhin ihren Medienabholservice Click & Collect, die Museen bleiben geschlossen. Digital gibt es jedoch in den Häusern eine Menge zu entdecken. Ein Überblick über das aktuelle Angebot.

Wer auf dem Laufenden bleiben will, sollte den Social-Media Kanälen der Museen folgen

Das Museum Ostwall bietet digitale Kurzführungen durch die Ausstellung zur MO-Kunstpreisträgerin 2021, Valie Export, an. Foto: Violetta Walkobinger

Alle Neuigkeiten und Angebote aus dem Dortmunder U findet man auf einem Blick unter der Adresse www.digitales.dortmunder-u.de. Unter anderem gibt es dort Kurz-Führungen durch die aktuelle Ausstellung feministischer Kunst unter dem Titel „VALIE EXPORT. Irritation des Blicks“ im Museum Ostwall und durch die bereits abgelaufene Ausstellung des Künstlers Rainer Fetting, der in den 1970-er Jahren den Mann als Muse feierte.

Malvorlagen von Werken aus der Sammlungspräsentation des Museum Ostwall gibt es zum Download unter www.mo.dortmund.de (unter „Broschüren“). Wer gerne regelmäßig frischen Kunst-Content aus dem MO und dem MKK erhalten möchte, sollte den Museen auf Instagram oder Facebook folgen.

Unter www.abenteuer-u.de bietet die UZWEI ein Videospiel: In fünf Leveln kann man sich einmal quer durchs Dortmunder U spielen. Im Youtube-Kanal der UZWEI finden sich außerdem viele Tutorials – vom Puppenbau für Trickfilme bis zur Food-Fotografie. Außerdem bietet ein wöchentlicher Online-Kurs Jugendlichen Gelegenheit, kostenlos das Manga-Zeichnen zu lernen.

Demnächst wird online ein Film zur neuen Saurierausstellung im Naturmuseum erscheinen

Blick ins neue Naturmuseum Dortmund. Archivoto: Leopold Achilles

Die soeben beendete Ausstellung „Faţadă/Fassade“ im HMKV kann weiterhin digital besucht werden. Auch alle Folgen des Podcasts zur Ausstellung sind noch auf der Webseite des HMKV verfügbar und werden fortgesetzt (www.hmkv.de).

Das Naturmuseum stellt auf Facebook und Instagram regelmäßig spannende Ausstellungsstücke, Berufe im Museum oder Einblicke in die Sonderausstellung vor. Dino-Fans aufgepasst: Demnächst gibt es in den sozialen Kanälen des Naturmuseums einen Film vom Aufbau der kommenden Saurier-Ausstellung!

Wie mussten sich Mädchen im Unterricht um 1900 verhalten? Was ist ein Tellurium? Videos zu Themen rund um die Schulzeit früher bietet das Westfälische Schulmuseum auf Instagram und im Facebook-Kanal.

Auch zur aktuellen Sonderausstellung „Der Struwwelpeter – Peter und die große Familie Struwwel“ gibt es dort mehrere Filme, darunter eine Führung mit der Kuratorin. Eine baugeschichtliche Führung mit Museumsleiter Michael Dückershoff lässt die virtuellen Besucher*innen näher in die Geschichte des Gebäudes eintauchen.

Im schauraum: comic + cartoon ist die aktuelle und viel gelobte Ausstellung „Will Eisner. Graphic Novel Godfather“ digital über einen Rundgang in 3D zu erleben – die erste deutsche Retrospektive eines der einflussreichsten Comic-Künstler des 20. Jahrhunderts (www.schauraum.dortmund.de)

Auf der Webseite des Hoesch-Museums (hoeschmuseum.dortmund.de) führt die Dortmunder Künstlerin Martina Dickhut durch ihre aktuelle Ausstellung „Hier im Ruhrgebiet“.

 

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Ein Gedanke zu “Feministische Kunst und männliche Models, Manga und Dinosaurier: die Digital-Angebote der Museen in Dortmund

  1. Rainer Fetting rundum: Dortmunder U realisiert ersten virtuellen 360-Grad-Rundgang - ab sofort online (PM Stadt Dortmund)

    Rainer Fetting rundum: Dortmunder U realisiert ersten virtuellen 360-Grad-Rundgang – ab sofort online

    Die große Ausstellung „Rainer Fetting“ im Dortmunder U ist seit einigen Wochen abgebaut – doch sie bleibt sichtbar: Erstmals hat das Dortmunder U einen vollständigen virtuellen 360-Grad-Rundgang einer Ausstellung realisiert.

    Seit heute können die mehr als 100 großformatigen Gemälde, Bronzen und Grafiken eines der bekanntesten deutschen Künstler am Bildschirm erkundet werden – im eigenen Tempo und in eigener Regie. Damit wird seine Kunst nicht nur im Dortmunder U selbst erlebbar, sondern auch in der Bahn, im Garten, in der Mittagspause auf der Arbeit oder zu Hause.

    Für den 360-Grad-Rundgang wurde die Ausstellung, die bis Ostern auf der sechsten Etage des Dortmunder U zu sehen war, mit spezieller Technik aufgenommen. Im 360-Grad-Rundgang können sich die Besucher*innen nun frei auf der digitalen Ausstellungsfläche bewegen, wobei Markierungen auf dem Boden den Weg weisen. Mit einem Klick ist es möglich, jedes Bild aus nächster Nähe zu bestaunen. Der Rundgang ist abrufbar unter digitales.dortmunder-u.de

    „Wer die Ausstellung von Rainer Fettings Werken nicht sehen konnte oder sie gern noch einmal sehen möchte, hat ab jetzt die wunderbare Gelegenheit, einen virtuellen Rundgang zu unternehmen. Eine solche Begehung sollte der Standard für jede Ausstellung werden“, sagt Kurator Dr. Christian Walda.

    Auch Künstler Rainer Fetting freut sich über darüber, dass seine Ausstellung weiterhin besucht werden kann: „Der digitale 360-Grad-Rundgang verschafft einen exzellenten Eindruck der Ausstellung, die wegen Corona leider nur für ein paar Tage geöffnet war.“

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