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IBB Dortmund bietet eine Exkursion für Fachkräfte nach Rumänien an: Exklusive Einblicke in die Welt der Roma

Projekte und Privatleute öffnen für die deutschen Gäste ihre Häuser. Foto: Rainer Burger / www.perspektivenwechsel-ro.de

Roma-Projekte und Privatleute in Rumänien öffnen für die deutschen Gäste ihre Häuser. Foto: Rainer Burger / www.perspektivenwechsel-ro.de

Die erste Fachkräfteexkursion zu Roma in Rumänien bietet das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB Dortmund) vom 15. bis 22. Juni 2014 an.

„Von West nach Ost und umgekehrt“

Das Programm richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche, die sich mit der Integration von Zuwanderern aus Osteuropa beschäftigen und gezielt Hintergrundwissen zur Lebensweise der besonders von Armut betroffenen Gruppe der Roma suchen. „Von West nach Ost und umgekehrt“ heißt das Programm der Exkursion, die unterschiedliche Projekte von Kirchen und Nichtregierungsorganisationen in Rumänien ansteuert.

In Timişoara wird die Reisegruppe zu einem Round-Table-Gespräch mit Vertretern der städtischen Dienste und der Roma erwartet. Darüber hinaus ist es dem IBB gelungen, eine Begegnung mit Vertretern des so genannten „Romakönigs“ Cioba zu vereinbaren. Weitere Ziele sind ein Projekt des Mihai-Eminescu-Trust in Viscri, das Elijjah-Projekt in Hos-man bei Sibiu, aufgebaut von der österreichischen katholischen Kirche, ein Quartiersmanage-ment-Projekt in Rekasch, eine Jugendbildungsstätte in Schässburg/Sigisoara, die Stiftung „Fundatia Centrul de Resurse pentru Comunitatile de Rom“ in Cluj Napoja und die Evangelische Akademie in Sibiu/ Hermannstadt.

Ortskundiger Journalist als Exkursionsleiter

Mit dem Politologen Björn Bauernfeind hat das IBB einen ortskundigen Exkursionsleiter gewonnen, der mehrere Jahre als Journalist in Cluj Napoja gelebt hat. „Wir haben hochinteressante Gesprächspartner in Rumänien gefunden und vielversprechende Kontakte geknüpft“, freut sich Hildegard Azimi-Boedecker, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration beim IBB Dortmund. „Sie alle freuen sich, dass eine Gruppe aus Deutschland ihre Arbeit würdigt und Anregungen für den Umgang mit Neuzuwanderern der ärmeren Bevölkerungsgruppen Rumäniens in Dortmund gewinnen möchte.“

Alle Einrichtungen öffnen bereitwillig ihre Türen und sind an einem interkulturellen Austausch und möglichen weiteren Kooperationen sehr interessiert. Die Fachkräfteexkursion verlangt einige Kondition von den Teilnehmenden, da mehrere Überlandfahrten eingeplant sind. Sie bietet jedoch wahrscheinlich einmalige Einblicke in ansonsten verschlossene Welten.

Idee zur Fachkräftereise auf Tagungen in Dortmund entwickelt

Für heftige Diskussionen sorgt das angedrohte Hausverbot für Rumänen und Bulgaren in diesem Nordstadtbetrieb. Foto: privat

Für heftige Diskussionen sorgte im Sommer 2014  das angedrohte Hausverbot für Rumänen und Bulgaren in einem Nordstadtbetrieb. Foto: privat

Die Idee für diese Fachkräfteexkursion war auf zwei Tagungen in Dortmund im Juni 2013 entstanden. Denn unter den Zuwanderern aus Armutsregionen Osteuropas nach Westeuropa sind auch Roma aus Rumänien und Bulgarien. Die Teilnahme kostet 780 Euro inklusive Anreise, Unterkunft und Programm. Nähere Informationen beim IBB Dortmund unter 0231-952096-0 und unter www.ibb-d.de.

Über das IBB Dortmund: Grenzen überwinden – dieser Leitgedanke ist für das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Vision und Lösungsmodell, Ziel und Mittel seiner Arbeit. Weiterbildung und internationale Begegnungen sind seit 1986 die bewährten Markenzeichen des IBB in Dortmund. Das IBB ist zertifizierter Träger der Erwachsenenbildung und der politischen Bildung sowie anerkannter Träger der Jugendhilfe. 2011 erhielt das IBB den „Einheitspreis 2011 – Bürgerpreis der Deutschen Einheit“ – von der Bundeszentrale für politische Bildung. Das IBB Dortmund betreibt zusammen mit belarussischen Partnern die Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ in Minsk. Weitere Informationen unter www.ibb-d.de.

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