Der preisgekrönte Filmemacher Adolf Winkelmann („Jede Menge Kohle“, „Contergan“, „Junges Licht“) wird 75 Jahre alt

Adolf Winkelmann hinter der Kamera (1992). Fotos: privat
Filmemacher, Regisseur und Autor Adolf Winkelmann hinter der Kamera (1992). Fotos: privat

Der mehrfach ausgezeichnete Filmemacher, Regisseur und Autor Adolf Winkelmann („Jede Menge Kohle“, „Der Leibwächter“, „Der letzte Kurier“, „Contergan“, „Junges Licht“ u.a.), der Filmemacher des Ruhrgebiets, wird am heutigen Samstag (10. April 2021) 75 Jahre alt. Ein neuer Film von ihm ist momentan nicht geplant, dafür aber hat Winkelmann ein Buch geschrieben, das jetzt erscheinen ist: „Die Bilder, der Boschmann und ich“.

Die Entwicklung des Films in den letzten 50 Jahren wird im Buch aufgearbeitet

Die Ausstellung „Immer ich – Faszination Selfie“ läuft im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig.

Angeregt durch den traurigen Verlust des ebenfalls mehrfach preisgekrönten Kameramanns David Sláma im vergangenen Oktober, mit dem Winkelmann alle seine Filme drehte, begann er die Entwicklung des Films in den letzten 50 Jahren aufzuarbeiten und das in Gesprächen mit Verleger Boschmann.

Entstanden ist ein Blick hinter die Kulissen der Filmemacherei. Die Dialoge erzählen ein Künstlerleben im Kohlenpott, von den kindlichen Anfängen in der Wandergruppe des Helmholtz-Gymnasiums in Dortmund bis in die Karpaten, nach Moskau und New York.

Die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland/ Zeitgeschichtliches Forum in Leipzig würdigt Adolf Winkelmann seit Mitte März auf andere Weise. Innerhalb der neuen Ausstellung „Immer ich. Faszination Selfie“ wird in einer eigenen Vitrine mit der Kamera, dem Stativ und dem Plakat zu seinem ersten Experimentalfilm „Adolf Winkelmann, 9.12.67 11.54 h“ die Ausrüstung des jungen Filmemachers präsentiert, der 1967 in Kassel größere Irritationen auslöste, als er sich bei einem Spaziergang in Kassel selbst filmte – ein früher Selfie.

Adolf Winkelmann ist Erfinder und kreative Kopf der „Fliegenden Bildern“ am Dortmunder U

Adolf Winkelmann
Adolf Winkelmann

Nach wie vor begeistert der Erfinder und kreative Kopf Adolf Winkelmann mit seinen so genannten „Fliegenden Bildern“ am Dortmunder U nicht nur die Dortmunder, sondern auch die Reisenden, die mit dem Zug über Dortmund fahren.

Zum Start der Kulturhauptstadt RUHR.2010 am 28. Mai ins Leben gerufen, umfassen Winkelmanns Lichtskulpturen inzwischen weit über 150 Videoinstallationen. Es sind wechselnde und immer wieder aktualisierte Bilder und Kommentare, die nach wie vor täglich in der Dachkrone des Goldenen U um den Turm fliegen.

Die „Fliegenden Bilder“ sind längst zum Wahrzeichen der Stadt geworden. Das brachte Winkelmann vor zwei Jahren den City- Ring 2020 der Dortmunder Kaufleute ein. Adolf Winkelmann war zudem mehr als 40 Jahre Professor für Film im Fachbereich Design an der Fachhochschule Dortmund.

 

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Kommentare

  1. Drei Abende mit Filmregisseur Adolf Winkelmann: „Die Bilder, der Boschmann und ich“ (PM)

    An drei Abenden im Oktober und November wird der Filmregisseur Adolf Winkelmann bei der VHS Dortmund zu Gast sein und ein Bühnenprogramm zu seiner gerade erschienen Biographie zeigen. Die Veranstaltungen finden am 6. und 27. Oktober sowie am 17. November im Kino im Dortmunder U statt.

    Winkelmanns Gespräche mit Boschmann und dem Schauspieler und Moderator Till Beckmann eröffnen einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen der Filmemacherei. Sie erzählen ein Künstlerleben im Kohlenpott, von den kindlichen Anfängen bei der Wandergruppe des Helmholtz-Gymnasiums in Dortmund bis in die Karpaten, nach Moskau und New York.

    „Winkelmann ist Kult mit Hirn und Herz und sein Buch verzaubert rundum“ bringt Elke Heidenreich es in ihrer Rezension auf den Punkt. Eine vorherige Anmeldung unter http://www.vhs.dortmund.de (Veranstaltungs-Nummern: 212-51100, 212-51102, 212-51103) ist erforderlich.

  2. Ein Abend mit Adolf Winkelmann im Dortmund U „ Meine schönsten Flops“ (PM)

    Die VHS präsentiert am Mittwoch, 27. Oktober, einen Abend mit Adolf Winkelmann im Dortmund U. Winkelmanns Gespräche mit Boschmann und Moderator Till Beckmann eröffnen einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen der Filmemacherei. An diesem Abend mit dem Titel „ Meine schönsten Flops“, zeigt Adolf Winkelmann Ausschnitte aus seinen erfolglosesten Filmen und erklärt warum.

    Der bekannte Schauspieler Benjamin Sadler wird Adolf Winkelmann auf der Bühne des Kinos im Dortmund U besuchen und von den gemeinsamen Dreharbeiten zu dem preisgekrönten Zweiteiler der ARD „CONTERGAN – eine einzige Tablette – aus dem Jahr 2007 berichten. Benjamin Sadler erhielt für seine Darstellung der Person des Paul Wegener im Jahr 2009 den Bambi Sonderpreis.

    Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 27. Oktober um 18 Uhr im Kino im U statt. Eine vorherige Anmeldung ist unter http://www.vhs.dortmund.de,

  3. „Alle meine Fehler“: Adolf Winkelmann stellt dritten Teil seiner Biografie vor (PM)

    „Alle meine Fehler“ ist der Titel des letzten der drei Abende, an denen Adolf Winkelmann sein Leben auf die Bühne bringt: Der Regisseur hat seine 2021 erschienene Biographie „Der Boschmann, die Bilder und ich“ filmisch auseinander genommen und zeigt sie einer imposanten Bühnenshow und im Gespräch mit dem Schauspieler und Moderator Till Beckmann am Mittwoch, 17. November, 18 Uhr im Kino im Dortmunder U. Der Eintritt beträgt 12 Euro.

    Für die Veranstaltung kooperieren VHS Dortmund und das Dortmunder U. Anmeldung (Veranstaltungs-Nr. 212-51103) online unter http://www.vhs.dortmund.de oder am Veranstaltungsabend vor Ort.

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