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Antisemitische Straftaten in Marten: Polizei Dortmund identifiziert vierten Täter und setzt auf Null-Toleranz-Strategie

„Antisemitismus - Dagegen habe ich was.“ Aufkleber in der Nordstadt. Foto: Alex Völkel

Ein Aufkleber in Dortmund mit klarer Botschaft: „Antisemitismus – Dagegen habe ich was.“ Foto: Alex Völkel

Die Polizei hat einen vierten Täter identifiziert, die an den drei antisemitischen Straftaten in Dortmund-Marten beteiligt war. Dabei handelt es sich um einen 27-jährigen polizeibekannten Dortmunder aus der rechten Szene. Alle Tatverdächtigen sind nun ermittelt und werden jetzt strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen. Zudem wird die Polizei Dortmund ein besonderes Augenmerk auf diese Personengruppe richten.

Null-Toleranz-Strategie: Polizei will dauerhaft hohen Druck auf die rechte Szene auszuüben

„Der Fall hat gezeigt, wie wichtig es ist, dauerhaft hohen Druck auf die rechte Szene auszuüben. Die Bekämpfung rechtsextremer Krimineller ist ein wichtiger Teil unserer Null-Toleranz-Strategie. Der starke Rückgang der rechtsextremen Straftaten in den letzten Jahren, insbesondere bei den Gewaltdelikten, hat gezeigt, dass unser konsequentes Vorgehen gegenüber Straftätern aus der rechten Szene durchaus erfolgreich ist“, so Polizeipräsident Gregor Lange.

Die Polizei Dortmund nutzt hierzu seit Jahren ein Intensivtäterkonzept und die extra dafür eingerichtete „Sonderkommission Rechts“. Die Zahl der rechten Straftaten ist seit 2015 kontinuierlich gesunken und befindet sich aktuell auf einem Drei-Jahres-Tief.

Gab es vor drei Jahren noch 441 Straftaten im Bereich des Polizeipräsidiums Dortmund zu beklagen, so ist die Zahl im Jahr 2017 laut Polizei um über 40 Prozent gesunken (259 angezeigte Fälle). Für den Bereich der Gewaltdelikte ist die Zahl sogar um 66 Prozent gesunken (von 50 auf 17).

Aufklärungsquote im Bereich der Gewaltdelikte lag 2017 in Dortmund bei knapp 90 Prozent

Interview mit Polizeipräsident Gregor Lange. Foto: Franz Luthe

Polizeipräsident Gregor Lange will den Druck auf die rechte Szene aufrecht halten. Foto: Franz Luthe

Zudem liegt die Aufklärungsquote im Bereich der Gewaltdelikte 2017 bei knapp 90 Prozent, nicht zuletzt ein Erfolg der „SoKo Rechts“, so Lange. Auch 2018 setze sich dieser äußerst positive Trend fort.

Trotzdem müsse die Bevölkerung weiter wachsam bleiben und sich auch weiterhin als Zeuge zur Verfügung stellen. „Rechtsextremismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, an der alle Demokraten an einem Strang ziehen müssen“, so Lange.

Die Polizei Dortmund wird den Druck auf die rechte Szene unvermittelt hoch halten. „Rechtsextreme Straf- und Gewalttäter müssen damit rechnen, dass die Dortmunder Polizei die deutsche Rechtsordnung in jedem Winkel unserer Stadt durchsetzt“, macht der Polizeipräsident klar.

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