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Subjektives Sicherheitsempfinden wird Thema: Dortmund soll einen Masterplan „Kommunale Sicherheit“ bekommen

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind auch weiterhin in der Nordstadt präsent.

Die obektgive Sicherheitslage und das subjektive Sicherheitsempfinden ist häufig nicht mehr übereinander zu bringen.

Neuland beschreiten will die Stadt Dortmund: Sie will einen Masterplan „Kommunale Sicherheit“ erarbeiten. Ein Grund: Die objektive Sicherheitslage und das subjektive Sicherheitsgefühl klaffen auseinander. Dem will Ordnungsdezernentin Diane Jägers auf den Grund gehen.

Objektive Sicherheitslage oft nicht im Einklang mit dem subjektiven Sicherheitsempfinden

Diane Jägers

Ordnungsdezernentin Diane Jägers will dafür auch verstärkt soziale Fragen in den Blick nehmen.

„Das subjektive Sicherheitsgefühl hat sich an manchen Stellen verschlechtert, ohne dass wir es objektiv nachvollziehen können“, verdeutlicht Jägers die Problemlage.

Die spannende Frage dabei: „Wie misst man das objektive und das subjektive Sicherheitsempfinden und wie bringen wir das übereinander?“ Zudem seien in den vergangenen Monaten häufiger Ordnungskräfte angegangen worden.

Bewusst weiter gefasst hat Jägers das Thema. So werden auch Brandschutz und Rettungsdienst einbezogen. Außerdem will sie soziologische Aspekte ebenfalls berücksichtigen.

„Wie wirken sich Fragen sozialen Zusammenhalts aus. Was bedeuten moderne Lebensbedingungen und gesellschaftliche Fragestellungen auf das subjektives Sicherheitsempfinden“, fragt Jägers.

Denn Globalisierung und weltweite Terrorbedrohungen wirken sich natürlich auch auf lokaler Ebene aus.

Viele Akteure sollen beteiligt werden – BürgerInnen sollen Beitrag leisten

„Wir wollen das zusammen tun mit vielen anderen Akteuren. Dafür müssen wir eruieren, wer dabei helfen kann. Polizei und Sicherheitsbehörden, aber auch Weißer Ring, Verkehrswacht etc. könnten einbezogen werden.

„Sicherheit ist ein Standortfaktor“, so Jägers. Allerdings sieht sie die Bürgerinnen und Bürger ebenfalls in der Pflicht: „Der Anspruch der Bevölkerung auf ein Rund-um-sorglos-Paket wird immer größer.

Doch vieles hätten sie selbst in der Hand, zum Beispiel bei der Einbruchssicherheit und beim Gebäudeschutz.

Integrierter und quartiersbezogener Ansatz – „Nordwärts“-Programm sieht Ordnung und Sicherheit vor

Polizeieinsatz in der Nordstadt. Vor dem Stehcafe Europa an der Mallinckrodtstraße

Ein wichtiger Partner wird die Polizei sein – aber viele weitere Akteure sollen beteiligt werden.

Im Rahmen der Gebietskulisse von „Nordwärts“ können die Fragestellungen in zwei ausgewählten Sozialräumen untersucht und mit einem Stadtteil bzw. Sozialraum aus dem Süden verglichen werden.

Der Rat hatte in seiner Sitzung vom 7. Mai 2015 bereits beschlossen, das Projekt „Nordwärts“ um die Schwerpunkte „Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit“ zu erweitern.

Beim neuen Masterplan soll ein integrierter, quartiersbezogener Ansatz gewählt werden. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass nur in solchen Einheiten, im Zusammenspiel aller Akteure, Maßnahmen zur Sicherheit sinnvoll sind und wirken.

Positive Erfahrungen mit der Wirksamkeit von Umfeld bezogenen Maßnahmen hat die Stadt z.B. auch im Rahmen des  „Aktionsplans Soziale Stadt“ gemacht.

Da es in Deutschland bislang noch keine Kommune mit einer vergleichbaren strategischen Aufstellung zum Thema „Kommunale Sicherheit“ für mehrere Jahre gibt, wird dieser Masterplan auch Vorbildcharakter für andere Städte haben.

Rat soll im Dezember grünes Licht für den Masterplan geben

Wenn der Rat dem Vorhaben im Dezember zustimmt, soll der Prozess Masterplan Kommunale Sicherheit im Frühjahr 2016 beginnen und voraussichtlich im Herbst 2017 abgeschlossen sein.

Die Ergebnisse werden von der Verwaltung abschließend zusammengefasst und dem Rat der Stadt Dortmund zur Beschlussfassung Ende 2017/Anfang 2018 vorgelegt.

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