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SPD: Schulen in der Nordstadt brauchen Hilfe statt von der CDU geforderte Auswertungen und Quassel-Runden

Nordstadtschriftzug

Die von der CDU-Ratsfraktion geforderte kleinteilige Auswertung über das Sprachniveau der Kinder in der Dortmunder Nordstadt stößt im SPD Ortsverein Nord auf heftige Kritik.

Andreas Cierpiol. Foto: SPD

Andreas Cierpiol. Foto: SPD

In einer Pressemitteilung fordert der Vorsitzende Andreas Cierpiol das Ende der „Analysen und Quassel-Runden“. Die Probleme in Schulen und Kitas seien bekannt und hätten sich nicht maßgeblich geändert. Vor allem die Aussage, dass für nicht vorgeschriebene Projekte Geld lockergemacht werde, erzürnt die Gemüter der Sozialdemokraten.

„Es war die CDU, die sich für den Erhalt des fragwürdigen Trinkraums in der Nordstadt eingesetzt hat. Das Café Berta verschlingt hunderttausende Euro an städtischen Geldern, die in der Bildung weitaus besser eingesetzt wären“, so Cierpiol weiter.

Nordstadt-SPD fordert eine Entlastung des Stadtteils

Laut Nordstadt-SPD muss der Stadtbezirk entlastet, Auffangklassen in der gesamten Stadt eingerichtet und mehr Gelder vom Bund bereitgestellt werden, um den Kindern vor Ort eine Perspektive geben zu können. „Zwar hängt vieles von den Hilfsgeldern aus Düsseldorf und Berlin ab, in der Bezirksvertretung werden wir uns aber trotzdem damit beschäftigen müssen, wie wir gute Bildungsangebote schaffen und Integration durch Sprachförderung erreichen können“, heißt es in der Pressemitteilung. Dass die Gelder da ankommen, wo sie dringend benötigt werden, müsse Bestandteil guter und kinderfreundlicher Politik sein. „Das hilft den Kindern und ihren Eltern besser, als kleinteilige Analysen“ folgert Cierpiol.

 CDU kritisiert die Durchfallquoten der Nordstadt-Kinder

Christian Barrenbrüggel. Foto: CDU

Christian Barrenbrügge. Foto: CDU

Die CDU im Rat der Stadt Dortmund hatte 2013 die Stadtverwaltung um Darstellung der Ergebnisse der landesweit vorgeschriebenen sogenannten Sprachstandsfeststellungen bei Vierjährigen seit 2007 gebeten. Die korrekte Antwort und die Daten liegen nun aktuell vor und sind alarmierend.

„Es ist in den letzten Jahren feststellbar, dass die Quote der Kinder, die die beiden Prüfungsstufen bei der Sprachüberprüfung nicht erfolgreich meistern, steigt. Um so erschreckender ist, dass in den 13 besonders bekannten sozialen Aktionsräumen Durchfallquoten von sogar mehr als dem Doppelten des Dortmunder Schnittes (18.5 %) vorkommen“, betonte der Kinder- und Jugendpolitische Sprecher der CDU, Christian Barrenbrügge.

„Trauriger Spitzenreiter ist hier das Hafenviertel, in dem in 2009 43,6 % der Vierjährigen den Test nicht bestehen – ein Armutsbericht für eine Großstadt wie Dortmund.“

 Sprache als zentraler Baustein der Integration 

Sprache und insbesondere die Beherrschung der deutschen Sprache ist zentraler Baustein, um erfolgreich ein selbstbestimmtes Leben in der hiesigen Gesellschaft schaffen zu können, davon ist die CDU felsenfest überzeugt.

Die deutsche Sprache ist die Eintrittskarte in die Gesellschaft, als auch in die Schul- und Arbeitswelt. Daher ist es für die CDU um so unverständlicher, dass die Stadtverwaltung mit dem Erheben der Sprachergebnisse für die sozialen 13 Brennpunkte 2009 aufgehört hat.

Daher fordert die CDU nun, die aktuellsten Zahlen zu ermitteln und zu veröffentlichen, da in 2014 letztmalig eine gründliche Prüfung und Erhebung durchgeführt wird, da das Land NRW das Prüfverfahren umstellt.

 

 

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