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„Now you see me Moria“: Motive aus dem Flüchtlingslager gegen das Vergessen auf dem Campus der TU Dortmund

Auch wenn die Plakataktion am Valentinstag stattfand, kann man sich zeitlos an dem Projekt beteiligen. Die Plakatmotive stehen online zur freien Nutzung zur Verfügung. Den entsprechenden Link finden Sie im Anhang des Artikels. Foto: FgR

Die Seebrücke Dortmund und das Forum gegen Rassismus haben auf dem Dortmunder Campus Plakate aufgehängt, um an „das vergessene Leid der Geflüchteten im Camp Moria auf Lesbos und anderswo zu erinnern.“ Im Rahmen der Aktion „Now you see me Moria“ hatten Fotograf*innen und Designer*innen Plakate mit Fotos aus dem Flüchtlingscamp Moria gestaltet. Die verwendeten Fotos stammen von Fotografen, die selbst als Geflüchtete im vergangenen Jahr in Moria gelebt haben, bevor das Lager geräumt wurde.

Initiator*innen rufen zur Nachahmung auf – Plakate sind online frei verfügbar

Moria-Demo in Dortmund nach den Bränden im Lager im September 2020. Foto: David Peters / Archiv

Die Plakate aus Moria entstanden, als eine Fotografin die Bilder eines afghanischen Flüchtlings, der im vergangenen Sommer in dem Camp lebte, auf Facebook entdeckte, berichtet das Forum gegen Rassismus. „Einige der Plakate haben wir, ebenso wie die Seebrücke Dortmund, in dieser Woche in Dortmund aufgehängt“, erklärt das Forum gegen Rassismus und ruft zur Nachahmung auf.

Das Camp Moria stand immer wieder in der Kritik, weil bis zu 20.000 Geflüchtete dort unter menschenunwürdigen Bedingungen leben mussten. Im vergangenen September kamen zu einer Kundgebung der Seebrücke Dortmund rund 1.000 Menschen, die die sofortige Evakuierung des Camps forderten (siehe angehängten Artikel).  

„Moria ist zum Schlagwort für die tägliche tödliche EU-Abschottungspolitik der EU geworden, und niemand kann das mehr abstreiten“, so Caro Trumm vom Forum gegen Rassismus. Die engagierten Studierenden fordern deshalb, dass den Zuständen mehr Aufmerksamkeit gewidmet  und die Politik in die Pflicht genommen wird. 

Europaweite Kampagne „Now you see me Moria“ zum Valentinstag

Dem schließt sich auch Clara Dornseifer von der Seebrücke Dortmund an: „Wir schauen nicht weg und hoffen, dass auch andere Menschen genau hinschauen und erkennen, wie unmenschlich die Situation dort ist. Bereits seit fünf Jahren sind Menschen, die in Europa Schutz suchen, Kälte, Schnee und Regen schutzlos ausgeliefert.“

Für die Aktivist*innen ist es unbegreiflich, warum seitens der Politik nicht gehandelt würde, obwohl sich über 200 Kommunen bereiterklärt haben, Menschen aus Flüchtlingslagern aufzunehmen. Die Stadt Dortmund hatte sich bereits 2019 mit der „Seebrücke“ solidarisch erklärt und sich als „sicherer Hafen“ für die Aufnahme von Geflüchteten zur Verfügung gestellt.

Nicht nur in Dortmund sollten die Plakate auftauchen. Die Aktivist*innen hatten am 14. Februar einen internationalen Aktionstag ausgerufen. Laut den Initiator*innen sollte die Aktion in 27 Ländern stattfinden. Besonderen Fokus wollte man auf die Länder legen, in denen die Machtzentren der Europäischen Union liegen. Die Plakate sind unter www.nowyouseememoria.eu frei verfügbar.

 

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2 Gedanken über “„Now you see me Moria“: Motive aus dem Flüchtlingslager gegen das Vergessen auf dem Campus der TU Dortmund

  1. Jojo

    Genug mit den Flüchtlingen machen wir das wie Dänemark, schnelle Rückführung und keine weiteren Aufnahmen. Sind wir das einzige Land das es gibt.Es reicht

  2. Carola Hiby-Asianowaa

    Vielen Dank an Seebrücke Dortmund, das Forum gegen Rassismus und alle Beteiligten für diese Aktion! Habe bereits Plakate ausgedruckt und aufgehängt!

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