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Jetzt abstimmen beim ADFC-Fahrradklima-Test 2020! Dortmunder*innen bewerten die Radverkehrsbedingungen

Der Fahrradklima-Test ist das Stimmungsbarometer der Radfahrerinnen und Radfahrer. Als „Alltagsexpert*innen“ sollen sie die Verkehrssituation in Dortmund beurteilen. Foto: Alex Völkel/Archiv

Ab sofort und noch bis Ende November läuft die Umfrage zum großen ADFC-Fahrradklima-Test 2020. Der Fahrradclub ADFC ruft gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wieder hunderttausende Radfahrer*innen dazu auf, die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden zu bewerten. Der Test hilft, Stärken und Schwächen der Radverkehrsförderung zu erkennen. Die Stadt Dortmund schließt sich dem Aufruf an und hofft auf rege Teilnahme.

Ihre Meinung ist gefragt: Macht Radfahren in Dortmund Spaß oder Stress?

Bei der Online-Umfrage werden 27 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt – beispielsweise, ob man auf der Fahrbahn gemeinsam mit den Autos zügig und sicher Rad fahren kann. ___STEADY_PAYWALL___

Das Land hat Radschnellwege als eines der zentralen Elemente in seine Nahverkehrsstrategie übernommen.

Anhand ihrer Alltagserfahrungen sollen die Radfahrer*innen die Situation in Dortmund bewerten. Foto: Franz Luthe/Archiv

1.390 Teilnehmende haben den Dortmunder Radverkehr beim letzten Test im Jahr 2018 bewertet. Wenn es in diesem Jahr noch mehr Abstimmende werden, wäre das gut für das Gesamtbild.

Denn je mehr Dortmunder*innen an der Abstimmung teilnehmen und je ausgewogener das Spektrum unter den Teilnehmenden ist, umso runder und belastbarer wird das Ergebnis. Abstimmen dürfen alle Bürger*innen und Verkehrsteilnehmer*innen, nicht nur diejenigen, die ständig mit dem Rad unterwegs sind.

Passend dazu boten sich im September gleich mehrere Anlässe an, um sich selbst ein Bild vom Radfahren in dieser Stadt zu machen. Mit der Aktion STADTRADELN des Klimabündnisses und den abwechslungsreichen „UmsteiGERN“-Aktivitäten in der Europäischen Mobilitätswoche war der Kalender prall gefüllt.

Tipp: zuerst der Selbsttest, dann die Abstimmung

Über 490.037 Kilometer haben die Radelnden beim STADTRADELN in diesem Jahr in ihren Teams auf die Dortmunder Radwege gebracht. Im Vordergrund stand dabei nicht die Kilometerleistung. „Besonders die kurzen Strecken in der Stadt, die sonst mit dem Auto gefahren werden, entlasten den Verkehr und verringern die Schadstoffbelastung“, motivieren die Fahrradbeauftragten Bürger*innen, die umsteigen möchten.

In den Zeitraum des STADTRADELNs fiel auch die Europäische Mobilitätswoche, die in Dortmund ganz im Zeichen der UmsteiGERN- Kampagne zelebriert wurde. Neben Erlebnistouren durch Dortmunder Quartiere standen auch eine digitale Diskussion zum Thema Mobilität und das Projekt „Lappenlos“ im Programm. Viele Anlässe also, um Dortmund per Rad kennenzulernen und sich ein Meinungsbild zum Fahrradklima zu bilden.

Seit 2018 hat sich viel getan in der Fahrradstadt Dortmund

Stefan Ganslmayr von DSW21, übergibt Julia Erdmann mit Tochter Edda im Lastenrad des Umweltamtes kostenlose 7-Tages-Tickets für die Aktion Lappenlos während der Europäischen Mobilitätswoche. Foto: Stadt Dortmund

Seit dem letzten Test in 2018 hat Dortmund viel unternommen, um den Radverkehr in der Stadt zu verbessern und seinen Anteil zu erhöhen. Und in Zukunft wird hier nochmal deutlich aufgesattelt.

Die vielen Maßnahmen, die die Stadt Dortmund und der Rat für den Radverkehr auf den Weg gebracht haben und die in den kommenden Jahren nach und nach realisiert werden, sollten natürlich bei der Bewertung des Radfahrklimas mit einfließen.

Beispiele sind der Bau des „Radwalls“, neue Fahrradstraßen unter anderem in der östlichen Innenstadt, der Bau des Radschnellwegs RS 1 und die weitere Ertüchtigung des vorhandenen 670-Kilometer-Radwege-Netzes vor allem in punkto Sicherheitsstandards, auch an den Knotenpunkten.

Dortmund hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 den Radverkehrsanteil auf 20 Prozent zu steigern. Die Investitionen in den Radverkehr soll bis 2022 auf 6 Millionen Euro jährlich steigen – das Vierfache der bisherigen Summe mit der Option auf weitere Erhöhung. Zusätzliche Stellen werden in der Stadtverwaltung geschaffen. Für die Stadt Dortmund hat der Radverkehr eine zentrale Bedeutung in Sachen Verkehrswende.

2018 bewerteten 170.000 Menschen die Situationen in 683 Städten

Bild aus dem Animationsfilm zum geplanten Radwall in Dortmund, hier entlang der Olpe. Foto: Stadt Dortmund

Die Umfrage zum Radfahrklima läuft bis zum 30. November 2020 über die Internetseite www.fahrradklima-test.adfc.de . Die Ergebnisse sollen im Frühjahr 2021 präsentiert werden.

Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden nach sechs Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben. An der Befragung des letzten ADFC-Fahrradklima-Tests 2018 nahmen knapp 170.000 Menschen teil. 683 Städte wurden dabei bewertet.

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und findet in diesem Jahr zum neunten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert den ADFC-Fahrradklima-Test 2020 aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP).

Dortmunder Radbegeisterte werden gebeten, die Infos zu der Umfrage weiterzuverbreiten. Der Test wird umso aussagekräftiger, je mehr Menschen mitmachen.

 

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Ein Gedanke zu “Jetzt abstimmen beim ADFC-Fahrradklima-Test 2020! Dortmunder*innen bewerten die Radverkehrsbedingungen

  1. Dieter Rohl

    „Seit dem letzten Test in 2018 hat Dortmund viel unternommen, um den Radverkehr in der Stadt zu verbessern und seinen Anteil zu erhöhen. Und in Zukunft wird hier nochmal deutlich aufgesattelt.

    Die vielen Maßnahmen, die die Stadt Dortmund und der Rat für den Radverkehr auf den Weg gebracht haben und die in den kommenden Jahren nach und nach realisiert werden, sollten natürlich bei der Bewertung des Radfahrklimas mit einfließen.“

    Nicht ernstzunehmen Eure Publikation, die wohl eher so eine pseudo-unabhängige Erweiterung der städtischen Selbstbeweihräucherung von dortmund.de ist.

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