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Identität und die (Un-) Abhängigkeit des Individuums: Premiere von „Die Geworfenen“ im ROTO-Theater in der Nordstadt

Zwei Koffer, zwei DarstellerInnen und die Geräuschkulisse bilden den Ausgangssituation von „Die Geworfenen“. Das Stück handelt von der Suche nach Identität und der (Un-) Abhängigkeit des Individuums. Fotos: Robin Junicke

Eine Welt, in der es kein Halten gibt. Heulender Wind und unsicheres Schwanken in der gähnenden Leere. Mit diesem Gefühl beschäftigt sich die aktuelle Performance der Gruppe „Sepidar Theater“. Die jungen TheatermacherInnen feiern am Samstag, 19. Oktober 2019, im ROTO-Theater in der Nordstadt Premiere mit ihrer Produktion „Die Geworfenen“. Das Ticket kostet an diesem Abend 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Für die weiteren Vorstellungen in der Parzelle im Depot kosten die Karten 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Protagonisten gehen mit Koffern auf Erkundungssuche nach ihrem Platz in der Welt

Menschen sehen sich in die Welt geworfen. Und das Dasein erwartet sie mit einer Ladung an Päckchen. Doch was halten die Päckchen bereit?

Die Bühne ist leer – nur zwei PerformerInnen und zwei Koffer befinden sich in dem großen, weiten Raum. Die BesucherInnen werden empfangen von einer akustischen Wolke. Gemeinsam mit den PerformerInnen sind sie dieser Geräuschkulisse ausgesetzt – sie werden in sie hineingeworfen. 

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Rund um dieses Gefühl des Geworfen-Seins dreht sich die Arbeit der jungen TheatermacherInnen. Mit ihren Koffern begeben sie sich auf eine Erkundungssuche danach, wie sie sich zu dieser Welt verhalten können, sollen und wollen. Sie fragen danach, wer sie sind und was sie mit den Koffern und ihrem Inhalt verbindet. 

Die KünstlerInnen vom Sepidar Theater setzen bei ihrer Inszenierung gezielt auf Körperlichkeit. Sie werfen sich über die Koffer, klettern auf ihnen herum und fahren mit ihnen durch die Gegend. Mit ihren Körpern erforschen sie die Bühne und suchen, welchen Platz sie dort – und somit stellvertretend in der Welt – haben. 

Premiere im ROTO-Theater, weitere Aufführungen in der Parzelle im Depot

Wie sich verhalten zum schon Daseienden? Wer können sie sein und werden, indem sie sich zur Welt verhalten? Und können sie sich emanzipieren von den Geistern der Vergangenheit?

Das Sepidar Theater existiert seit 2016. Gegründet wurde die Gruppe von den iranischen Theaterwissenschafts-Studierenden Bahareh Sadafi und Mamadoo Mehrnejad. Mittlerweile gehören viele Kulturschaffende mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen der Gruppe an. Mit ihrer ersten Produktion „Der kleine schwarze Fisch“ wurde die Gruppe zum 45. Fritz-Wortelmann-Preis eingeladen. 

„Die Geworfenen“ feiert Premiere am 19. Oktober im ROTO-Theater Dortmund (Gneisenaustraße 30). Weitere Vorstellungen finden am 8. und 9. November in der Parzelle im Depot in der Immermannstraße 29 statt. Karten können per Mail reserviert werden unter sepidar.theater@gmail.com. Für die Premiere kosten die Karten 12 Euro (10 Euro ermäßigt) und können bei allen Vorverkaufsstellen von ProTicket erworben werden. Bei den weiteren Vorstellungen kosten die Karten 10 Euro, 8 Euro ermäßigt. 

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Weitere Informationen:

„Die Geworfenen“ wird gefördert vom NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Regionalverband Ruhr, Interkultur Ruhr und dem Kulturbüro der Stadt Dortmund.

„Die Geworfenen“-Termine

19.10.2019 / 19:30 Uhr Premiere / ROTO-Theater, Gneisenaustraße 30, Dortmund / Eintritt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro

08.11.2019 / 20 Uhr Parzelle im Depot | Immermannstraße 29, Dortmund / Eintritt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro

09.11.2019 / 20 Uhr Parzelle im Depot | Immermannstraße 29, Dortmund / Eintritt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro

Tickets: Reservierung via Mail an sepidar.theater@gmail.com

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Ein Gedanke zu “Identität und die (Un-) Abhängigkeit des Individuums: Premiere von „Die Geworfenen“ im ROTO-Theater in der Nordstadt

  1. Kollektiv „Sepidar Theater“ (Pressemitteilung) Beitrags Autor

    Kollektiv „Sepidar Theater“ spielt zwei weitere
    Vorstellungen von „Die Geworfenen“ in der Parzelle im Depot

    Nach einer erfolgreichen Premiere im vergangenen Oktober, spielt die Theatergruppe „Sepidar Theater“ jetzt zum vorerst letzten Mal zwei V orstellungen ihrer aktuellen Produktion „Die Geworfenen“: Am 8. und 9. November in der „Parzelle im Depot“.

    Die Inszenierung „Die Geworfenen“ setzt sich mit dem Gefühl auseinander, in eine unsichere, schwankende Welt hineingeworfen worden zu sein. In einer akustischen Wolke versuchen die beiden Performer*innen, sich zurecht zu finden. Bei der Erkundung des eigenen Seins helfen ihnen zwei Koffer, die die wichtigsten Utensilien bereithalten. Aber welche Verbindung haben die Suchenden zu diesen Utensilien? Zu welchen Menschen werden sie, wenn sie sie benutzen?

    Das „Sepidar Theater“ existiert seit 2016. Gegründet wurde die Gruppe von den iranischen Theaterwissenschafts-Studierenden Bahareh Sadafi und Mamadoo Mehrnejad. Mittlerweile gehören viele Kulturschaffende mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen der Gruppe an. Mit ihrer ersten Produktion „Der kleine schwarze Fisch“ wurde die Gruppe zum 45. Fritz-Wortelmann-Preis eingeladen.
    Die nächsten – und vorerst letzten – Vorstellungen von „Die Geworfenen“ finden am 8. und 9. November in der Parzelle im Depot (Immermannstraße 29) statt. Karten können per Mail reserviert werden unter sepidar.theater@gmail.com. Tickets kosten 10 Euro (8 Euro ermäßigt).

    TERMINE
    08.11.2019 | 20 Uhr (Parzelle im Depot | Immermannstraße 29, Dortmund)
    09.11.2019 | 20 Uhr (Parzelle im Depot | Immermannstraße 29, Dortmund)
    TICKETS
    Reservierung via Mail an sepidar.theater@gmail.com Tickets: 10€ | 8€ (ermäßigt)

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