Nordstadtblogger

Fahrzeugübergabe: Mehr Mobilität bringt mehr Chancen für Kinder und Familien aus der Dortmunder Nordstadt

Für das Netzwerk INFamilie gab es erneut ein Fahrzeug für die Kinder- und Jugendarbeit. Foto: Alex Völkel

Viele Kinder und Familien der Dortmunder Nordstadt können nicht an den Aktionen des Netzwerks INFamilie teilnehmen, weil sie immobil sind. „Die Hintergründe sind vielfältig; meist sind es fehlende finanzielle Mittel, Sprachbarrieren, Unsicherheiten sowie fehlende Angebots- und Ortskenntnisse“, sagt Markus Jentzsch, bei der Stadt Dortmund für das Netzwerk beim Familien-Projekt zuständig. Ein Fahrzeug zur Unterstützung und ein tragfähiges Finanzierungsmodell waren daher ein wichtiger Baustein für das Netzwerk. Dieses stelle das Autohaus Rüschkamp am Fredenbaum zur Verfügung.

Der Kleinbus wird für unterschiedlichste Aktionen für und mit Kindern genutzt

Das Netzwerk besteht aus AWO Dortmund, Grundschule Kleine Kielstraße, Katholischem Familienzentrum, Frühförderstelle des Diakonischen Werkes sowie Familien-Projekt der Stadt Dortmund. Mit Joan Hendrik Rüschkamp gibt es einen Unternehmer als Partner, dem die besondere Problematik bekannt ist und der sich aktiv um Veränderungen in der Dortmunder Nordstadt bemüht.

„Bei meiner Standortsuche vor Jahren konnte ich die ausgezeichnete Integrationsarbeit der Grundschule Kleine Kielstraße kennenlernen und war es für mich selbstverständlich, die Aktivitäten des Netzwerks zu unterstützen“, so der Geschäftsführer des Autohauses. Er stellt einen Opel Vivaro mit einer stark subventionierten monatlichen Rate zur Verfügung. Mit der ergänzenden Unterstützung durch die AWO ist der Einsatz des Kleinbusses für die anstehenden Aktivitäten sichergestellt.

Die Arbeiterwohlfahrt koordiniert den Einsatz des Kleinbusses  

„Der Kleinbus wird für unterschiedlichste Aktionen genutzt, die sonst für die Kinder aufgrund der Entfernung zu den Kooperationspartnern nicht wahrnehmen“, berichtet Jörg Loose, von der AWO. Neben Fahrten zu Einzel-Veranstaltungen geht es auch zu Fördermaßnahmen, die gezielt Kinder in ihrer Entwicklung fördern und neue Erfahrungsräume eröffnen, z. B. psychomotorische Förderung durch Umgang mit Tieren und der Natur.

Kindern aus dem Offenen Ganztag fällt es oft schwer, zwischenmenschliches Miteinander zu erlernen. Im Umgang mit den Tieren werden für die Kinder neue Chancen geschaffen werden, die ihnen helfen, einen Zugang zu ihren eigenen Emotionen zu finden, ein stabileres Selbstwertgefühl aufzubauen und ein positives Selbstbildnis aufzubauen.

Ferienaktionen und Events außerhalb des Quartiers wie beispielsweise Klettergarten, Höhlenwanderungen, Bauernhofbesuche usw. ermöglichen es, den Erfahrungshorizont zu erweitern und sich an Neues zu wagen. Die Aktivitäten sind organisiert und begleitet, wodurch ein unterstützender Einfluss möglich ist.

 

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