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„Es reicht!“: Antifa-Demonstration gegen rechte Gewalt führt am Samstag von der Dortmunder City bis nach Dorstfeld

Zahlreiche Proteste von BlockaDO gab es gegen den Neonazi-Aufmarsch in Westerfilde.

Als Reaktion auf die Attacken von Neonazis auf AntifaschistInnen und Linke ruft das Bündnis „BlockaDO“ für Samstag (20. August 2016) unter dem Motto „Es reicht!“ zu einer Demonstration auf, die um 12 Uhr am U-Bahnhof Kampstraße bzw. den Katharinentreppe startet. Ziel ist der Wilhelmplatz in Dorstfeld.

Nach zwei Zwischenkundgebungen folgt der Abschluss in Dorstfeld

CSD-Teilnehmer und Antifaschisten protestierten gegen Neonazis.

Nach einer Auftaktkundgebung ziehen die TeilnehmerInnen bis zur Möllerstraße, dann über die Lange Straße. An der Ecke Rittershausstraße ist eine erste Zwischenkundgebung geplant. Die Route führt dann weiter.

An der Ecke Rheinische Rheinische und Huckarder Straße wird es eine zweite Zwischenkundgebung geben. Dann geht es über die Rheinische Straße weiter nach Dorstfeld, wo es auf dem Wilhelmplatz die eigentliche Abschlusskundgebung geben soll.

Allerdings ist unklar, wann genau der Demozug an welcher Stelle sein wird – deshalb kann es immer wieder auch zu Verkehrsbehinderungen und Straßensperrungen kommen. Daher wird zeitweise auch die Stadtbahn betroffen sein und werden die Züge der Linie U43/44 warten müssen.

Die Anmelder rechnen mit 150 TeilnehmerInnen. Allerdings könnte die Zahl auch deutlich größer werden, weil die Stimmung nach den Vorfällen aufgeheizt ist und die Demo dieses Mal auch nach Dorstfeld führt.

Neonazis haben eine Mahnwache an der Wittener Straße angemeldet

Eine Sache, die den Dortmunder Neonazis nicht schmeckt. Sie haben daher von 12 bis 20 Uhr eine Mahnwache an der Wittener Straße angemeldet – in unmittelbarer Nähe zur Kundgebung von „BlockaDO“. Die Polizei sieht sich für jede Teilnehmerzahl gerüstet, um ein direktes Aufeinandertreffen zu verhindern.

Neonazis - Mitglieder und Unterstützer der Partei "Die Rechte" - demonstrierten in Dortmund.

Neonazis demonstrierten am 23. August wieder gegen das NWDO-Verbot. Fotos: Alex Völkel

Bereits am 23. August wird es an der Katharinentreppe eine weitere Kundgebung geben: Für 19 Uhr hat die Partei „Die Rechte“ eine Standkundgebung angemeldet.

Sie wollen am vierten Jahrestag gegen das Verbot des „Nationalen Widerstandes Dortmund“ (NWDO) durch den Landesinnenminister demonstrieren.

Dagegen gehen die Neonazis auch heute noch juristisch vor, mussten aber zuletzt erneut eine Schlappe hinnehmen. Nachdem das OVG Münster Anfang 2015 die Klage abgewiesen hatte, hatte nun auch das Bundesverfassungsgericht die Neonazis abblitzen lassen.

In Deutschland sind damit alle Klagemöglichkeiten ausgeschöpft – sie wollen nun vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen.

Weitere Großdemos von Links (24. September) und Rechts (8. Oktober) geplant

Mit ihrer relativ kurzfristig organisierten Demo am 20. August will sich die Antifa nicht zufrieden geben. Sie mobilisiert daher bundesweit für den 24. September ab 14 Uhr zu einer „Großdemo gegen rechte Gewalt in Dortmund und anderswo“.

Mit diesem Bild wirbt die Gruppe "Gemeinsam Stark Deutschland e.V." für sich. (Screenshot)

Mit diesem Bild wirbt die Gruppe „Gemeinsam Stark Deutschland e.V.“ für sich. (Screenshot)

Aber auch die Gegenseite hat Dortmund erneut als Aufmarschort auserkoren: „Gemeinsam Stark Deutschland“ (GSD), eine Abspaltung der „HoGeSa“-Bewegung („Hooligans gegen Salafisten“), mobilisiert für den 8. Oktober nach Dortmund. Das Motto: „Schicht im Schacht – Gemeinsam gegen Terror“.

Es ist das zweite große Hooligan-Treffen in Dortmund – im September 2014 fand hier ein erstes Vernetzungstreffen der „Hooligans gegen Salafisten“-Bewegung statt, an der rund 300 Hooligans, Neonazis und Fußballfans teilnahmen. Hier blieb es friedlich – im Gegensatz zu Köln. Dort gab es schwere Ausschreitungen.

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